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Asthma - eine chronische Atemwegserkrankung

Der Begriff Asthma kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Keuchen". Es handelt sich um eine chronische Atemwegserkrankung, die mit mehr oder weniger stark ausgeprägten Anfällen von Atemnot einhergeht. Mit modernen Medikamenten ist die Krankheit jedoch gut behandelbar - zumindest dann, wenn der Patient aktiv an der Therapie mitwirkt und einige Verhaltensregeln beachtet.

Was ist Asthma?

Unter dem Begriff Asthma werden verschiedene Formen entzündlicher Atemwegserkrankungen zusammengefasst. Die Entzündung führt zur Schwellung der Schleimhäute. Zugleich verkrampft die Bronchialmuskulatur, die Bronchien verengen sich und produzieren mehr Schleim. Die Folge: Die Atmung ist behindert und der Betroffene neigt zu Hustenanfällen.

Was sind die Ursachen von Asthma und wer ist besonders gefährdet?

Die Ursachen von Asthma sind sehr vielfältig, und meist wirken mehrere Faktoren zusammen oder verstärken sich gegenseitig. Die Veranlagung zu empfindlichen Bronchien spielt eine große Rolle - in der Regel müssen jedoch äußere Auslöser wie Allergene, Atemwegsinfekte oder kalte Luft hinzukommen, damit Asthma überhaupt erst entsteht.
Menschen mit Allergien sind daher besonders gefährdet, Asthma zu entwickeln - vor allem dann, wenn sie an Neurodermitis, Heuschnupfen oder Milchschorf erkrankt sind oder waren. Auch Raucher (und Passivraucher) haben ein erhöhtes Risiko, an Asthma zu erkranken. Zigaretten sind Gift für die Atemwege, welches dazu führt, dass die Luftwege anfälliger für Erkrankungen aller Art sind, auch für Asthma. Weitere Risikofaktoren sind: Übergewicht, ein geringes Gewicht bei der Geburt sowie Bewegungsmangel im Kindesalter.

Typische Symptome von Asthma

Asthma geht mit Beklemmungen in der Brust und Anfällen von Atemnot einher, die besonders häufig nachts auftreten. Dazu kommt Husten, der eine chronische Form annehmen kann, sowie Schmerzen beim Einatmen kalter Luft. Typisch sind zudem pfeifende Atemgeräusche, vorrangig beim Ausatmen. In schweren Fällen verbleibt nach jedem Atemzug etwas mehr Luft in den Lungen als normalerweise üblich. Der Mediziner spricht in diesem Fall von Überblähung.

Im akuten Asthmaanfall leidet der Betroffene unter Atemnot und Herzrasen. Wird nicht umgehend ein Notfallmedikament eingenommen, etwa ein Asthmaspray, verfärben sich Haut und Lippen aufgrund des Sauerstoffmangels bläulich.

Die Symptome des Asthmas klingen vollständig oder teilweise wieder ab, können aber immer wiederkehren. Bei den meisten Patienten folgen auf beschwerdefreie Zeiten Perioden mit verstärktem Husten und wiederholten Asthmaanfällen.

Welche Formen von Asthma gibt es?

Asthma tritt in unterschiedlichsten Formen auf, wobei jede Form entweder dem allergischen Asthma oder dem intrinsischen Asthma (das heißt dem nicht-allergischen Asthma) zuzuordnen ist. Beim allergischen Asthma reagiert das Immunsystem zu stark auf bestimmte Reize. Es handelt sich um eine Krankheit aus dem atopischen Formenkreis, zu dem beispielsweise auch Neurodermitis und Heuschnupfen zählen. Mögliche Auslöser des allergischen Asthmas sind Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben oder auch Pflanzen. Es beginnt meist im Kindesalter, während das intrinsische Asthma in der Regel erst zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auftritt. Es kann verschiedenste Ursachen haben, die im Folgenden aufgelistet werden.

1. Infektbedingtes Asthma
Beim infektbedingten Asthma sind die Atemwege aufgrund wiederholter Infektionen besonders anfällig für Entzündungen und Asthma. In der Regel verschwindet das Asthma nach Abklingen der Erkältung oder der Bronchitis, im Laufe der Jahre kann die Erkrankung jedoch chronisch werden.

2. Medikamentös bedingtes Asthma
Auch Arzneimittel können Asthma auslösen. Dies gilt vor allem für Schmerzmittel sowie für Entzündungshemmer. Allerdings liegt in der Regel eine genetisch bedingte Unverträglichkeit gegen das jeweilige Medikament vor.

3. Asthma als Reaktion auf chemische Stoffe
Ob Smog, Rauch, Staub, Dämpfe oder Ozon: Verschiedenste chemische Stoffe können Asthma zur Folge haben, wenn sie regelmäßig eingeatmet werden. Wer beruflich mit diesen Stoffen zu tun hat, ist besonders gefährdet, ein sogenanntes Berufsasthma zu entwickeln.

4. Weitere Asthmaformen
Weitere häufig auftretende Asthmaformen sind das Asthma von stark übergewichtigen Menschen, das Asthma der Raucher und das Belastungsasthma. Beim Belastungsasthma handelt es sich jedoch weniger um eine Entzündung als um eine Verkrampfung, die ausschließlich unter Belastung auftritt. In Phasen ohne körperliche Belastung sind die Patienten hingegen vollkommen beschwerdefrei.

Die Diagnose von Asthma

Wendet sich der Patient mit seinen Symptomen an einen Arzt, führt dieser zunächst eine ausführliche Befragung durch. Dabei setzt er den Fokus vor allem auf frühere Erkrankungen und bekannte Allergien, aber auch auf Erkrankungen in der Familie. Anschließend hört er die Lungen auf typische asthmatische Atemgeräusche ab. Auch eine Röntgenaufnahme der Lungen wird in vielen Fällen durchgeführt. Eine weitere häufige und wichtige Untersuchung ist der Lungenfunktionstest.

Unerlässlich: der Lungenfunktionstest

Der Lungenfunktionstest ist bei Verdacht auf Asthma unerlässlich, denn er ermöglicht wichtige Rückschlüsse auf das Atemvolumen. Der Patient atmet über ein Mundstück in ein Gerät und wird vom Arzt angeleitet, verschiedene Atemmanöver durchzuführen. Eventuell wird die Messung auch in einer geschlossenen Glaskabine durchgeführt. Dieser Vorgang nennt sich dann Ganzkörperplethysmographie. Besonders wichtig ist der Wert der Sekundenluft (FEV 1): Je stärker die Bronchien verengt sind, umso weniger Luft kann der Patient in einer Sekunde ausatmen. Die maximale Strömungsgeschwindigkeit der ausgeatmeten Luft wird ebenfalls ermittelt. Diese sogenannte Peak-Flow-Messung, die ein kraftvolles und schnelles Ausatmen erfordert, kann zur Kontrolle auch mit kleinen Geräten zuhause erfolgen. Asthmapatienten unterziehen sich dem Lungenfunktionstest in regelmäßigen Abständen, um den Verlauf der Krankheit zu überwachen. Bei einem kontrollierten Asthma, das mit Medikamenten in Schach gehalten wird, treten keine oder fast keine Symptome auf, und auch die Lungenfunktion ist weitgehend normal.

Der Provokationstest

Ist der Lungenfunktionstest unauffällig, aber es besteht dennoch der Verdacht auf Asthma, führt der Arzt zusätzlich einen Provokationstest durch. Der Patient atmet eine Testsubstanz ein, die zur Verengung der Bronchien führt, falls diese empfindlich sind. Anschließend wird erneut der FEV1-Wert ermittelt. Hat sich dieser durch die Testsubstanz um mehr als 20 Prozent verschlechtert, ist dies ein eindeutiger Hinweis auf ein überempfindliches Bronchialsystem. Auch durch das Einatmen kalter Luft oder durch starke körperliche Belastung kann eine Verengung der Bronchien provoziert werden.

Der Bronchospasmylose-Test
Als Vorbereitung für den Bronchospasmylose-Test wird zunächst eine Lungenfunktionsprüfung durchgeführt. Sind die Bronchien verengt, atmet der Patient ein Medikament zur Bronchienerweiterung ein. Anschließend erfolgt die Messung des FEV1-Werts. Hat sich dieser nach 15 Minuten um mindestens 15 Prozent verbessert, gilt der Asthmaverdacht als bestätigt und es wird eine geeignete Therapie eingeleitet.

Allergietests
Um herauszufinden, ob allergisches Asthma vorliegt, führt der Arzt oftmals Allergietests durch. Neben dem bekannten Prick-Test, einem Hauttest, erfolgt auch eine gründliche Blutuntersuchung.

Wie wird Asthma therapiert?

Kortikosteroide
Medikamente nehmen in der Asthmatherapie einen zentralen Stellenwert ein. Dies gilt für allem für die sogenannten Kortikosteroide, die vom Patienten inhaliert werden, um die Entzündung in den Bronchien zu hemmen. Die Dosis wird je nach Art und Ausprägung des Asthmas vom Arzt festgelegt, und je nach Schweregrad der Erkrankung erfolgt zusätzlich eine Einnahme in Tablettenform. Häufige Nebenwirkungen der Kortikosteroide sind Heiserkeit sowie ein Pilzbefall der Mundschleimhaut, dem jedoch durch gründliches Mundspülen nach dem Inhalieren vorgebeugt werden kann. Bei langfristiger Tabletteneinnahme höherer Dosen okönnen Kortikosteroide zur Gewichtszunahme, zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel oder zu Störungen im Mineralhaushalt führen. Trotz der möglichen Nebenwirkungen sind Kortikosteroide aus der Asthmatherapie jedoch nicht mehr wegzudenken.

Betamimetika
Kurzfristige Betamimetika erhält der Patient meist als Bedarfs- oder Notfallspray. Bei plötzlicher Atemnot und/oder bei Hustenanfällen erweitert der Wirkstoff die Atemwege, sodass das Arzneimittel stets griffbereit sein muss. Mögliche Nebenwirkungen sind Herzrasen, Zittern, Unruhe und Schlaflosigkeit. Die Wirkung von langwirksamen Betamimetika hält länger an, setzt bei einigen Präparaten jedoch erst später ein. Zur Dauertherapie werden langwirksame Betamimetika ein- bis zweimal täglich eingenommen beziehungsweise inhaliert - die Therapie erfolgt jedoch stets in Kombination mit inhalativen Kortikosteroiden.

Weitere wichtige Asthma-Medikamente
Neben Kortikosteroiden und Betamimetika haben sich auch Methylxanthine bei der Behandlung von Asthma bewährt. Sie regen das Atemzentrum im Gehirn an, sind jedoch nicht so stark wie Betamimetika und dienen daher nur als Reservemedikament. Gleiches gilt für Anticholinergika, die im Bedarfsfall als ergänzende Therapiemaßnahme verordnet werden.

Schweregrade und Therapiestufen

Welche Medikamente bei der Therapie vorrangig zum Einsatz kommen, hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem vom Schweregrad des Asthmas. Je nachdem, ob das Asthma leicht, mittelschwer oder schwer ausgeprägt ist, wird der Patient einer von fünf Therapiestufen zugeordnet. Bei leichtem Asthma lassen sich bereits mit Therapiestufe 1 oder 2 gute Erfolge erzielen, während bei mittelschwerem Asthma zusätzlich Therapiestufe 3 zur Kontrolle erforderlich ist. Bei Patienten mit schwerem Asthma entspricht die Therapie den Stufen 4 und 5.

  1. Therapiestufe:
    In dieser Therapiestufe kommen ausschließlich kurzfristige Betamimetika in Sprayform zum Einsatz. Der Patient leidet sporadisch unter leichten Asthmaanfällen, die nicht häufiger als zweimal pro Woche auftreten und sich mit einem Notfallmedikament gut behandeln lassen. Kommt es häufiger zu akuten Asthmaanfällen, benötigt der Patient zusätzlich Therapiestufe 2.

  2. Therapiestufe:
    In Stufe 2 erhält der Asthmapatient zusätzlich ein Kortikosteroid, welches täglich in niedriger Dosis inhaliert wird. Können Kortikosteroide aus irgendeinem Grund nicht gegeben werden, dienen Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der Leukotrienantagonisten oder alternativ Theophyllin als Medikament zweiter Wahl.

  3. Therapiestufe:
    Ist Therapiestufe 3 erforderlich, um das Asthma unter Kontrolle zu bringen, verordnet der Arzt ein niedrig dosiertes inhalatives Kortikosteroid, welches mit einem langwirksamen Betamimetikum kombiniert wird. Auch hier können alternativ Leukotrienantagonisten oder Theophyllin zum Einsatz kommen.

  4. Therapiestufe:
    In Therapiestufe 4 benötigt der Patient eine hohe Dosis eines inhalativen Kortikosteroids in Kombination mit einem langwirksamen Betamimetikum. In Einzelfällen ist zusätzlich die Gabe eines langwirksamen Anticholinergikums erforderlich.

  5. Therapiestufe:
    Therapiestufe 5 ist vor allem bei Patienten mit stark ausgeprägtem allergischem Asthma erforderlich. Der Betroffene erhält zusätzlich zur Therapie der Stufe 4 ein biologisches Medikament, welches Antikörper gegen die allergische Reaktion enthält. Schlägt diese Therapie nicht an, verschreibt der Arzt dauerhaft Kortikosteroid-Tabletten.

Richtig inhalieren

Das korrekte Inhalieren wird ebenso wie das Verhalten im Notfall direkt in der Arztpraxis oder in einer Patientenschulung für Asthmatiker erlernt. Grundsätzlich gilt: Damit die Wirkstoffe ausreichend Zeit haben, sich in der Lunge abzusetzen, sollte vor dem Inhalieren tief ausgeatmet und nach dem Inhalieren kurz die Luft angehalten werden. Mit welchem System inhaliert wird, entscheidet in der Regel der Arzt in Absprache mit dem Patienten. Folgende Systeme sind dabei besonders weit verbreitet.

Der Vernebler
Bei einem Vernebler entsteht aus der Wirkstofflösung auf Knopfdruck ein Aerosol - ein feiner Nebel, bestehend aus zahllosen winzigen Tropfen. Das Aerosol wird eingeatmet, damit es direkt in den Bronchien seine Wirkung entfalten kann. Der Vernebler eignet sich besonders gut für Kinder: Der Wirkstoffnebel tritt relativ langsam aus dem Gerät aus, sodass ausreichend Zeit zum Einatmen bleibt. Außerdem muss der Patient nicht so kräftig einatmen wie bei anderen Systemen.

Der Pulverinhalator
Pulverinhalatoren bieten den Vorteil, dass das Medikament direkt während des Einatmens freigesetzt wird - vorausgesetzt, der Patient atmet kräftig genug ein. Vor allem bei Kindern sowie während eines akuten Asthmaanfalls, wenn die Atemwege verengt sind, erweist sich dies jedoch oftmals als schwierig.

Das Dosieraerosol
Das Dosieraerosol verfügt über einen kleinen Kanister, der durch Druck auf ein Ventil den Wirkstoff freisetzt. Dieser wird sofort über ein Mundstück eingeatmet. Die Schwierigkeit dieses Inhaliersystems besteht darin, dass im Moment des Auslösens eingeatmet werden muss. Danach muss der Asthmatiker etwa fünf Sekunden lang die Luft anhalten, um dann langsam und kontrolliert auszuatmen. Der Inhaliervorgang mit dem Dosieraerosol kann mithilfe eines Spacers vereinfacht werden. Dieser wird ähnlich wie ein Mundstück auf den Inhalator aufgesetzt. Das freigesetzte Aerosol füllt zunächst die Luftkammer des Spacers und wird dann ganz bequem eingeatmet.

Die Auslöser des Asthmas meiden

Neben der Therapie mit geeigneten Medikamenten ist es unerlässlich, dass der Patient die Auslöser des Asthmas meidet. Dies können zum Beispiel bestimmte Allergene, Medikamente oder auch kalte Luft, Nebel oder Staub sein. Reagiert der Betroffene auf bestimmte Medikamente mit einem Asthmaanfall, muss dies auf seinem Allergiepass vermerkt sein. Außerdem sollte der Patient jeden behandelnden Arzt persönlich auf das Asthma hinweisen, denn dies ist ausgesprochen wichtig für die Auswahl der Medikamente.

Liegt eine Allergie gegen Pollen oder Hausstaubmilben vor, kommt eventuell eine spezifische Immuntherapie infrage, auch als Hyposensibilisierung bezeichnet. Im Zuge dieser Therapie wird das Immunsystem Schritt für Schritt wieder an das Allergen gewöhnt, was etwa drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen kann.

Richtig reagieren bei akuten Asthmaanfällen

Bei einem akuten Asthmaanfall ist es vor allem wichtig, Ruhe zu bewahren, denn Aufregung und Panik erschweren das Atmen zusätzlich. Setzen Sie sich ruhig hin und inhalieren Sie ihre Notfallmedikamente. Am besten notieren Sie sich die Anzahl der notwendigen Hübe, denn dies könnte später für den Arzt von Relevanz sein. Beim Arzt oder in Patientenschulungen werden spezielle Körperhaltungen und Atemtechniken vermittelt, die die Intensität und die Dauer des Asthmaanfalls lindern können. Ist nach zehn Minuten noch immer keine Besserung eingetreten, nehmen Sie Ihre Notfallmedikamente erneut ein. Oftmals verordnet der Arzt für den Fall einer Notfallsituation zusätzlich Kortikosteroidtabletten. Wenn auch das nicht hilft, rufen Sie einen Notarzt. Auch dann, wenn Ihr Puls bei über 110 Schlägen pro Minute liegt, das Sprechen Ihnen schwerfällt oder Sie bereits blau anlaufen, sollten Sie nicht länger zögern und den Notdienst verständigen.

Mögliche Komplikationen von Asthma

Eine besonders gefürchtete Komplikation von Asthma ist der Status asthmaticus. Dabei handelt es sich um einen lebensbedrohlichen Asthmaanfall, der mitunter 24 Stunden oder länger andauert. Schlimmstenfalls kann der Gasaustausch in der Lunge vollständig versagen, sodass der Asthmapatient nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Auch eine akute, lebensbedrohliche Überblähung der Lunge ist möglich. Daher gilt: Bessert sich ein Asthmaanfall durch die Einnahme der Notfallmedikamente nicht, muss sofort der Notarzt verständigt werden.
Asthma erhöht zudem das Risiko für zahlreiche Folgeerkrankungen, so etwa für chronische Bronchitis, eine chronische Atemwegsverengung sowie für die Entstehung eines Lungenemphysems. Eine unangenehme Begleiterscheinung von Asthma sind Schlafstörungen, da die Hustenanfälle verstärkt nachts bzw. in den frühen Morgenstunden auftreten.

Welche Spätfolgen kann Asthma für den Körper haben?

Leider kann Asthma zahlreiche Spätfolgen haben, die entweder durch die Erkrankung selbst oder durch die Medikamente bedingt sind. Möglich ist beispielsweise eine Schwächung der rechten Herzhälfte, genannt Rechtsherzinsuffizienz. Die Lungen und das Herz liegen im Körper nicht nur nah beieinander, sie sind in vielerlei Hinsicht auch voneinander abhängig. Die linke Herzhälfte pumpt das Blut, das in der Lunge mit Sauerstoff angereichert wurde, in den Körperkreislauf. Die rechte Herzhälfte nimmt das sauerstoffarme Blut wieder auf und transportiert es zurück in die Lunge. Kommt es immer wieder zu Entzündungen, wird nicht nur die Lunge selbst in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch ihre Blutgefäße, in denen der Druck nach und nach ansteigt. Die rechte Herzhälfte muss also gegen einem immer größeren Widerstand anpumpen, was sie auf Dauer erheblich schwächen und letztlich zur Rechtsherzinsuffizienz führen kann.

Welche Selbsthilfemaßnahmen sind bei Asthma sinnvoll?

Für Asthmatiker ist es vor allem wichtig, sich mit den verschiedenen Atemtechniken vertraut zu machen, die im Falle eines akuten Asthmaanfalls die Symptome lindern können.

Sowohl in Arztpraxen als auch bei vielen Physiotherapeuten werden sogenannte Atemkurse angeboten, die für Asthmatiker jeder Altersklasse sinnvoll sind. Oftmals werden die Atemtechniken auch im Zuge einer sogenannten Patientenschulung vermittelt. In Patientenschulungen für Asthmapatienten erfahren die Betroffenen, wie sie ihren Alltag mit der Erkrankung besser bewältigen können. Auch die korrekte Anwendung der Medikamente sowie wichtige Notfallmaßnahmen werden in der Patientenschulung thematisiert.
Darüber hinaus kommt Sport eine große Bedeutung zu. Bewegung verbessert die Lungenfunktion und den Gasaustausch und steigert die Sauerstoffnutzung in den Muskeln. Auch auf die Herzleistung wirkt sich Sport positiv aus. Moderates Ausdauertraining wie Nordic Walking, Joggen, Radfahren oder Schwimmen ist für Asthmatiker gut geeignet, allerdings darf sich der Patient nicht verausgaben. Kommt es zur Überforderung, steigt das Risiko für einen Asthmaanfall. Am besten bespricht der Betroffene mit seinem Arzt, welche Sportart für ihn oder sie am besten geeignet ist und in welchem Ausmaß sie ausgeübt werden darf.

Für viele Asthmapatienten stellt ihre Erkrankung eine große emotionale Belastung dar. Hier ist es ratsam, psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um zu lernen, mit dem Asthma zu leben. Auch Entspannungstechniken wie Meditation, dem autogenen Training oder der progressiven Muskelentspannung kommt in diesem Zusammenhang eine große Bedeutung zu.

Asthma mit Hausmitteln und Heilpflanzen lindern

Viele Hausmittel und Heilpflanzen können den Krankheitsverlauf bei Asthma positiv beeinflussen. Sie sollten jedoch nur begleitend sowie nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingesetzt werden.
Bewährt hat sich beispielsweise Kurkuma, das für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt ist. Kurkuma kann in Form von Kapseln, als Tee, Tropfen und natürlich als Gewürz zum Einsatz kommen. Auch die Einnahme von Ingwer, das vor Entzündungen schützt und zugleich die Abwehrkräfte stärkt, ist als therapiebegleitende Maßnahme geeignet. Empfehlenswerte Heilkräuter sind zudem Fenchel, Isländisch Moos und Spitzwegerich: Sie wirken schleimlösend und erleichtern das Atmen. In Stresssituationen helfen Kaffee und Cola, denn Koffein erweitert die Bronchien; schließlich ist es auch ein Mehylxanthin. Da ein Mangel an Vitamin D das Asthmarisiko erhöht, sollten Sie sich ganzjährig viel an der frischen Luft aufhalten, denn Tageslicht regt den Körper zu Vitamin-D-Produktion an. Alternativ können Sie auch zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen.
Ätherische Öle wie Menthol, Eukalyptus oder Pfefferminze gelten zwar als Hausmittel bei Atemwegsinfekten - für Asthmapatienten sind sie jedoch tabu. Die in ihnen enthaltenen Wirkstoffe reizen die Schleimhaut und können zur Atemnot führen.

Lässt sich Asthma durch die Ernährung beeinflussen?

Bei einer chronischen Erkrankung wie Asthma ist es grundsätzlich ratsam, einen gesunden Lebensstil zu pflegen und auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung zu achten.

Obst und Gemüse sollten daher täglich auf dem Speiseplan stehen, denn die in ihnen enthaltenen Nährstoffe stärken das Immunsystem und können somit den Verlauf des Asthmas positiv beeinflussen.
Die komplexen Zusammenhänge zwischen der Ernährung und Asthma sind wissenschaftlich noch nicht vollkommen geklärt. Bestimmte Lebensmittel stehen jedoch in Verdacht, Asthmaanfälle auslösen zu können. Dies gilt unter anderem für Kuhmilch, Soja, Erdnüsse, Weizen und Hühnereier. Auch eine Unterversorgung mit Selen, Magnesium, Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren wirkt sich in der Regel negativ auf das Asthma aus.
Nahrungsmittelzusätze, die vor allem in Fertiggerichten und Fast Food enthalten sind, sollten von Asthmatikern ebenfalls gemieden werden. Dies gilt unter anderem für Glutamat, Sulfite und Tartrazin. Lebensmittel, die lange gelagert wurden, weisen einen hohen Gehalt an Histamin auf, das bei Asthmatikern ebenfalls zu Husten und Atemnot führen kann. Besonders histaminreich sind Käsesorten mit einer langen Reifungszeit wie etwa Emmentaler und Camembert, lange gereifter Wein, Sauerkraut sowie zahlreiche Fleischerzeugnisse wie zum Beispiel Salami.

Für Asthmapatienten ist es auch ausgesprochen wichtig, viel zu trinken. Denn nur dann, wenn der Körper mit ausreichend Flüssigkeit versorgt ist, wird das Abhusten von Schleim erleichtert. Ein Flüssigkeitsmangel kann die Entstehung von Asthmaanfällen hingegen fördern, was vor allem auf die ausgetrockneten Schleimhäute zurückzuführen ist.
Übergewicht spielt bei der Entstehung von Asthma ebenfalls eine große Rolle. Schätzungen zufolge würden 15 bis 40 Prozent der Asthmaerkrankungen gar nicht erst entstehen, wenn die Betroffenen ihr Idealgewicht halten würden. Im Umkehrschluss kann die Reduktion von Übergewicht zu einer Verbesserung der Lungenfunktion beitragen.

Kann eine Kur Asthma lindern?

Eine Kur wirkt sich in den meisten Fällen sehr positiv auf den Verlauf von Asthma aus. Das liegt vor allem am Klimawechsel: Gewisse Höhenlagen, andere Windverhältnisse, die veränderte Luftzusammensetzung und nicht zuletzt auch die Entspannung lindern die Symptome und helfen den Betroffenen, endlich wieder frei durchzuatmen. Wer zusätzlich zum Asthma unter einer Pollenallergie leidet, sollte den Kurort jedoch sorgfältig auswählen und Regionen bevorzugen, in denen die jeweilige Pollenart noch nicht oder nicht mehr fliegt.

Was sollten Asthmatiker auf Reisen beachten?

Wer unter Asthma leidet, muss seine Urlaubsreisen besonders sorgfältig planen. Bereits die Wahl des Urlaubsortes ist für Asthmatiker eine Herausforderung, denn nicht jedes Klima ist geeignet. Ideal sind natürlich Hochgebirge oder auch Küsten, denn hier ist die Luft besonders staubarm und pollenfrei. Die salzhaltige Meeresluft wirkt sich zudem entspannend auf die Atemwege und die Schleimhäute aus. In den Bergen ist die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig, was von den meisten Asthmapatienten ebenfalls als sehr wohltuend empfunden wird. Viele Hotels haben sich sogar auf die Bedürfnisse von Asthmatikern spezialisiert - mit allergikerfreundlichen Zimmern und besonderen Wellness-Angeboten.

Mit Asthma fliegen - geht das?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, mit Asthma in den Flieger zu steigen. Wenn Sie beim zügigen Treppensteigen in Atemnot beraten, sollten Sie auf Flugreisen jedoch lieber verzichten. Auch für alle anderen ist ein medizinischer Check-up vor Reisebeginn ratsam, denn: Im Flugzeug entsprechen die Luftverhältnisse denen im Gebirge, das heißt Luftdruck und Sauerstoffgehalt sind relativ niedrig. Für gesunde Menschen ist dies in der Regel kein Problem, Asthmatiker könnten jedoch Atemnot bekommen. Als Faustregel gilt: Liegt der Luftausstoß unter 50 Prozent des Sollwerts, sind Flugreisen nicht empfehlenswert.

Mit Medikamenten bevorraten

Stellen Sie vor Reisebeginn sicher, dass Sie ausreichend Medikamente auf Vorrat haben. Belassen Sie sämtliche Arzneimittel in der Originalverpackung, damit auch Außenstehende den Inhalt identifizieren können. Zusätzlich können Sie sich von Ihrem Arzt Notfallmedikamente verschreiben lassen, was vor allem bei einer Allergie gegen Insektenstiche sinnvoll ist. Führen Sie Ihre Medikamente auf Flugreisen stets im Handgepäck mit und achten Sie darauf, dass sie keiner großen Hitze ausgesetzt sind - das Asthmaspray könnte sonst seine Wirkung verlieren. Bei Fernreisen ist es zudem ratsam, eine englischsprachige Krankheitsbescheinigung des Arztes mit sich zu führen. Diese ist nicht nur bei Zollkontrollen wichtig, sie erfüllt ihren Zweck auch bei möglichen Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten. Außerdem gilt: Halten Sie den Rhythmus Ihrer Medikamenteneinnahme auch beim Passieren mehrerer Zeitzonen unbedingt ein, damit Ihr Organismus nicht durcheinander kommt.