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Aktinische Keratose - Warnsignal der geschädigten Haut

Viele Menschen freuen sich über jede sonnenverwöhnte Stunde im Freien. Dafür gibt es durchaus gute Gründe, denn das Sonnenlicht ist für physische Vorgänge im Körper ebenso wichtig wie für das psychische Wohlbefinden. Leider kann eine übermäßige Dosis der Sonnenstrahlung aber auch das Gegenteil bewirken und die Haut schädigen. Aktinische Keratose gehört zu diesen bedenklichen Konsequenzen, die sich auf der Haut von zahlreichen Deutschen abzeichnet. Allerdings ist nicht allen Betroffenen bewusst, dass es sich dabei um die Vorstufe von hellem Hautkrebs handeln kann. Werden die Hautveränderungen frühzeitig behandelt, lässt sich diese gefährliche Entwicklung in den meisten Fällen wahrscheinlich vermeiden.

Unterschätzte Hautschädigungen mit unscheinbarer Ästhetik

Die aktinische Keratose ist recht unscheinbar und wird von den Betroffenen in der Regel erst spät oder gar nicht bemerkt.

Zunächst handelt es sich um eine kleine Verletzung der Haut, eine sogenannte Läsion, durch die die oberste Hautschicht dünner erscheint als in ihrer Umgebung. Deshalb kann es sein, dass sich Blutgefäße an der betroffenen Stelle deutlicher hervorheben als gewöhnlich. Aus diesem rötlichen oder gelb-braunen Fleck entwickelt sich im weiteren Verlauf ein kleiner Knoten, der flach wirkt und sich ähnlich wie Hornhaut anfühlt. Alternativ kann die Hautschädigung in dieser Phase schuppig und krustig sein.

Genau genommen müsste in den meisten Fällen die Mehrzahl verwendet werden, da die Hautveränderung selten singulär auftritt. Typisch ist eher ein Ensemble von aktinischen Keratosen, das sich vorwiegend auf den sogenannten Lichtterrassen herausbildet. So werden die Stellen des Körpers bezeichnet, die verhältnismäßig häufig der Sonnenstrahlung ausgesetzt sind. Beispiele sind die Hände, das Gesicht, das Dekolleté oder die Kopfhaut bei einer Glatze. Die Hautveränderungen entstehen meist sehr langsam und schleichen sich deshalb bei vielen Patienten unbemerkt ein. Außerdem hält sich die Größe der einzelnen Hautveränderung in der Regel mit einem Millimeter bis maximal zwanzig Millimetern in Grenzen. Erschwerend kommt hinzu, dass die aktinische Keratose optisch einem Altersfleck ähneln kann.

Beschwerden löst die aktinische Keratose in ihrer originären Form meist nicht aus. Darüber hinaus wird sie wegen ihrer dezenten Charakteristik von den Betroffenen mit dem Auge kaum bis gar nicht wahrgenommen. Meist fühlt sich die Haut an dieser Stelle anders an, die Schädigung könnte somit ertastet werden.

Verbreitete Schädigung der Haut mit recht eindeutigen Ursachen

Aufgrund der Unscheinbarkeit wendet sich nur ein Teil der Betroffenen an einen Arzt, um das veränderte Erscheinungsbild der Haut untersuchen zu lassen. Deshalb beruhen die meisten Zahlen zu dem Verbreitungsgrad auf Schätzungen, die jedoch aus seriösen Studien hervorgehen. Demnach sind mindestens vier Millionen Deutsche von einer aktinischen Keratose betroffen, wobei die Fälle tendenziell steigen. Da Sonneneinstrahlung  die Hauptursache für die Hautschädigung ist, wird für die zunehmenden Fallzahlen unter anderem das veränderte Freizeitverhalten verantwortlich gemacht.

Immer mehr Urlaube werden in warmen Gefilden verbracht und den Aktivitäten im Freien gewidmet. Außerdem spielt die höhere Lebenserwartung der Menschen eine Rolle. Da laut dem derzeitigen Kenntnisstand etwa die Hälfte der Europäer beim 60. Geburtstag aktinische Keratosen hat, zeichnet sich ein Zusammenhang mit dem Lebensalter ab. Diese Tatsache sollte jedoch jüngere Personen nicht dazu verleiten, die Gefahr zu unterschätzen denn ein Blick auf sonnenverwöhnte Länder zeigt, dass Sie in jeder Lebensphase betroffen sein können.

Sonneneinstrahlung ist das zentrale Element bei der zunächst harmlos anmutenden Hautveränderung. Deshalb scheint es nur logisch, dass helle Hauttypen oder wahrhaftige Sonnenanbeter gefährdet sind. Selbstverständlich ist dabei bis zu einem gewissen Grad relevant, ob ein Sonnenschutz verwendet wird oder nicht. Zu den Risikogruppen, die von einer aktinischen Keratose betroffen sind, gehören bestimmte Berufszweige, die bei der Arbeit über längere Phasen der Sonne ausgesetzt sind. Vergleichsweise hoch ist das Risiko bei Personen, die aus medizinischen Gründen Immunsuppressiva einnehmen müssen.

 

Ernstzunehmender Vorbote vom hellen Hautkrebs

Einige Erwachsene fürchten sich vor einem malignen Melanom, das auch als schwarzer Hautkrebs bezeichnet wird und legen im Sommer viel Wert auf einen ausreichenden Sonnenschutz. Dieses Verhalten ist absolut begrüßenswert, verdeutlicht aber auch die verschobene Wahrnehmung der Risiken.

Die verzeichneten Erkrankungen von der gefürchteten Hautkrebs-Variante liegen in Deutschland bei weniger als 15.000 pro Jahr. Dem entgegen sind jährlich über 300.000 Deutsche von hellem Hautkrebs betroffen. Es handelt sich also um eine sehr verbreitete Krankheit und grundsätzlich um die Krebserkrankung mit bösartigen Tumoren, die am häufigsten auftritt.

In der Dermatologie werden diverse Arten von weißem Hautkrebs unterschieden. Zu den wichtigsten Varianten gehört das Basalzellkarzinom, das besonders oft an sonnenverwöhnten Hautpartien und in der späteren Lebensphase aufkommt. Da pro Jahr rund 150.000 deutsche Patienten registriert werden, ist diese Tumorerkrankung von großer Bedeutung. Bezeichnet wird das Karzinom auch als Basaliom. Zu den verbreiteten Varianten beim hellen Hautkrebs gehört außerdem das Plattenepithelkarzinom. Vorwiegend erkranken wiederum die exponierten Hautstellen, die üblicherweise viel Sonnenstrahlung abbekommen. Bezeichnet wird die Hauterkrankung auch als Spinaliom oder Stachelzellenkrebs. Mitunter neigt das Plattenepithelkarzinom zu Metastasen, wodurch es mehr Gesundheitsrisiken birgt als beispielsweise ein Basaliom. Dabei kommt es vereinzelt auch zu tödlichen Krankheitsverläufen.

Tückischer Zusammenhang zwischen hellem Hautkrebs und aktinischer Keratose

Das Leben lehrt uns in vielen Situationen, dass der erste Eindruck trügerisch sein kann. Diese Weisheit lässt sich auf die aktinische Keratose übertragen.

Langfristige Studien weisen darauf hin, dass sich die unbehandelte Hautschädigung in rund zehn Prozent der Fälle in ein Spinaliom verwandelt. Bei einzelnen Risikogruppen fällt die Quote sogar deutlich höher aus. Zum Beispiel erfolgt diese Entwicklung bei rund dreißig Prozent der Betroffenen, die zugleich Immunsuppressiva einnehmen.

Wenn der Zusammenhang von der Seite der Patienten betrachtet wird, bei denen ein Plattenepithelkarzinom vorliegt, wird die Gefahr noch deutlicher: Auffallend häufig wird dieser helle Hautkrebs bei Personen diagnostiziert, die zuvor auf die Behandlung einer aktinischen Keratose verzichtetet haben. Die Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu sechzig Prozent der Spinaliome direkt damit in Verbindung gebracht werden können.

Demnach werten einige Mediziner die aktinische Keratose zumindest als ein Warnsignal dafür, dass ein heller Hautkrebs im Anmarsch sein könnte. Viele Experten gehen mit ihren Formulierungen jedoch noch deutlich weiter und sprechen von einer Vorstufe oder einer frühen Form der bösartigen Tumorerkrankung. In diesem Moment fallen die vermeintlich unscheinbaren Hautveränderungen deutlich mehr ins Gewicht und haben sich die entsprechende Beachtung verdient.

Aktinische Keratosen erkennen

Einerseits hat heller Hautkrebs die Eigenschaft, dass er sich im Gegensatz zu anderen bösartigen Tumorerkrankungen äußerlich abzeichnet. Andererseits fühlen sich viele Laien damit überfordert, die wahrgenommene Ästhetik einer Hautveränderung dem typischen Charakter eines Krankheitsbildes zuzuordnen. Diese Unsicherheiten beziehen sich bereits auf deutlich extremer anmutende Ausschläge und spielen bei der aktinischen Keratose eine noch größere Rolle.

Grundsätzlich sollten Sie stutzig werden, wenn die Größe oder der Grad der Verhärtung bei einer Hautveränderung zunimmt. Ein relevantes Anzeichen ist außerdem, wenn sich an der Stelle eine Blutung, ein schmerzhaftes Gefühl oder ein Juckreiz ergeben. Diese Beobachtungen müssen nicht unbedingt auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten. Allerdings kann eine Abklärung nicht schaden, selbst wenn der Arzt nichts feststellen konnte.

Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung

Bei hellem Hautkrebs profitieren wir von der modernen Medizin, die viele Behandlungsmethoden kennt und damit sehr gute Erfolge erzielen kann. Bei einem erkannten und behandelten Basaliom werden mindestens 95 Prozent der Patienten geheilt. Ähnlich hoch sind die Heilungschancen bei einem Plattenepithelkarzinom, sofern die Tumorerkrankung rechtzeitig und vor der Bildung von Metastasen festgestellt und therapiert wird.

Diese Behandlungserfolge haben inzwischen auch die gesetzlichen Krankenkassen überzeugt, denen die Verbreitung von weißem Hautkrebs selbstverständlich bewusst ist. Deshalb können Sie ab dem 35. Lebensjahr grundsätzlich eine Vorsorgeuntersuchung wahrnehmen. Darüber hinaus ist eine Kostenübernahme bei jüngeren Personen möglich, wenn die Notwendigkeit im Vorfeld entsprechend begründet wird. Üblich ist bei der Maßnahme zur Früherkennung derzeit, jedes zweite Jahr eine Untersuchung durchführen zulassen.

Im Patientengespräch klärt der Arzt einige Fragen ab, bei denen es um die generelle Gesundheit, den Lebensstil, relevante Vorerkrankungen oder chronische Krankheiten geht. Anschließend wird ein sogenanntes Hautkrebs-Screening vorgenommen. Hierfür ist das vollständige Ablegen der Kleidung notwendig, denn der Spezialist darf für einen sorgfältigen Befund keine Körperstellen außen vor lassen. Auf manche Patienten wirkt der Vorgang recht unspektakulär, da die rund zwei Quadratmeter große Hautfläche recht zügig analysiert wird. Außerdem verlässt sich der Arzt dabei vorwiegend auf sein geschultes Auge und bringt meist maximal ein Auflichtmikroskop ins Spiel.

Allerdings ist der geübte Blick des Mediziners nicht mit der Wahrnehmung eines Laien zu vergleichen. Deshalb richtet sich das Interesse umgehend auf die Hautveränderungen, die relevant sein könnten. Sollten näher begutachtete Stellen tatsächlich Auffälligkeiten aufweisen, wird der Arzt Sie darüber informieren. Eventuell ist es sinnvoll, eine Gewebeprobe für die labortechnische Untersuchung zu entnehmen. Durchgeführt wird das Screening entweder von einem Dermatologen oder von einem Hausarzt, der eine entsprechende Zusatzqualifikation vorweisen kann.

Differenzierte Diagnostik bei der aktinischen Keratose

Wenn der Facharzt bei den Untersuchungen eine aktinische Keratose feststellt, wird er die Diagnose und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

In begründeten Fällen kann es sein, dass zunächst eine engmaschige Beobachtung vorgeschlagen wird. Es gibt Erkenntnisse dazu, dass sich in einigen Fällen die aktinische Keratose selbst zurückbildet. Allerdings variieren die ermittelten Quoten der relevanten Studien teilweise deutlich. Außerdem wurde beobachtet, dass die Hautveränderung mitunter wiederkehrt. Auch diesbezüglich unterscheiden sich die Prognosen der bisherigen Forschungsergebnisse.

Fließender Übergang von einer Hautveränderung zum hellen Hautkrebs

Für das Verständnis an dieser Stelle ist wichtig, dass die Haut aus einer Oberhaut (Epidermis), einer Lederhaut (Dermis) und einer Unterhaut (Subcutis) besteht. Die aktinische Keratose bezieht sich nur auf die Oberhaut, bei der drei Ausprägungsgrade unterschieden werden. Bezogen auf die Hauttiefe erfasst die Hautschädigung am Anfang lediglich das obere Drittel der Epidermis. Bei einem mittleren Stadium reicht die Veränderung zu zwei Drittel in die Oberhaut hinein, während diese beim ausgeprägten Stadium komplett betroffen ist.

In diesem Moment befindet sich die aktinische Keratose an der Grenze zur Lederhaut und mitunter schon in der sogenannten Stachelzellschicht. Eben hier entwickelt sich das Plattenepithelkarzinom. So lässt sich leicht nachvollziehen, dass der Übergang von der originär gutartigen Hautveränderung zum bösartigen hellen Hautkrebs ab einem gewissen Stadium fließend ist. Außerdem ist es hilfreich zu wissen, dass die Dicke der Oberhaut durchschnittlich einen halben Millimeter beträgt.

Faktoren bei der Entscheidung für einen Behandlungsansatz

Der Arzt berücksichtigt bei der Empfehlung einer Behandlung nicht nur das vorliegende Stadium der Erkrankung. Relevant ist neben der Größe auch die Lage der aktinischen Keratose. Wenn sich daraus ein bösartiger Tumor entwickelt, benötigt das Gebilde zunehmend Platz und verdrängt das gesunde Gewebe. Deshalb kann bereits die Raumforderung an einigen Körperstellen bedenklich sein, ohne dass sich gefährliche Metastasen bilden. Kritisch kann beispielsweise die Nähe zu den Augen sein.

Von Bedeutung ist bei der Einordnung des individuellen Falls auch die Anzahl der diagnostizierten aktinischen Keratosen. Schließlich treten die Hautveränderungen vornehmlich in Gruppen auf. Darüber hinaus bezieht der Facharzt das Alter, vorliegende Erkrankungen und den generellen Gesundheitszustand des Patienten ein. Soweit nichts dagegen spricht, tendieren viele Dermatologen zu einer Therapie. Denn die verfügbaren Methoden und Eingriffe lassen sich meist ambulant in der Praxis durchführen. Teilweise geht es sogar nur um die Anwendung eines Präparats, die Patienten in Kombination mit Kontrollterminen selbst vornehmen. Demnach ist von recht überschaubaren Behandlungen die Rede, mit denen sich die Entstehung eines Karzinoms in der Regel vermeiden lässt.

Behandlungen bei aktinischer Keratose

Grundsätzlich greift der Hautarzt bei der Therapie auf den gleichen Fundus zurück, der bei hellem Hautkrebs ebenfalls zur Diskussion steht. Allerdings geraten bei der aktinischen Keratose vor allem die physikalischen Methoden und medikamentösen Verfahren ins Visier, die bei der Entfernung von Tumoren eher in Ausnahmefällen angewendet werden. Beispielsweise wird auf diese Alternativen zurückgegriffen, wenn sich aufgrund des generell schlechten Gesundheitszustands bei einem Hautkrebs-Patienten ein chirurgischer Eingriff nicht empfiehlt. Der Nachteil der physikalischen Therapie ist, dass eventuell nicht alle Tumoranteile in den tieferen Schichten erfasst werden. Bei den meisten Stadien einer aktinischen Keratose spielt dieser Aspekt noch keine Rolle.

Kryotherapie

Häufig entscheiden sich Fachärzte im Dialog mit den Betroffenen für die sogenannte Kryotherapie. Dazu trägt nicht nur bei, dass sich die Behandlung recht einfach durchführen lässt. Patienten fühlen sich davon angesprochen, dass maximal zwei Anwendungen mit sehr kurzer Dauer in den meisten Fällen genügen. Außerdem können Laien den Effekt leicht nachvollziehen, was die Akzeptanz des Behandlungsansatzes begünstigt. Teilweise ist das Verfahren sogar bekannt, da es auch für die Entfernung von Altersflecken eingesetzt werden kann.

Mit der Kryotherapie ist eine Kältebehandlung gemeint, für die flüssiger Stickstoff eingesetzt wird. Damit wird die betroffene Stelle auf der Haut vereist. Angesichts der enormen Kälteentwicklung von beinahe minus 200 Grad stirbt das kranke Gewebe ab. Es verbleibt eine Wunde, die im Nachgang verheilt. Unter anderem kann eine sensible Haut dazu führen, dass sich durch die Kältebehandlung zum Beispiel eine schmerzliche Schwellung oder Blase entwickelt. Generell werden mit der Methode meist gute Erfolge erzielt. Aber es gibt Erkenntnisse dazu, dass die aktinische Keratose in einigen Fällen wiederkehren kann.

Chirurgische Verfahren

Zu den klassischen Behandlungsansätzen gehört die operative Entfernung des veränderten Hautareals. Dabei geht es meist nicht um eine größere OP, sondern um einen kleinen Eingriff mit örtlicher Betäubung. Deshalb wird die Ausführung in der Regel vom Dermatologen in der Praxis vorgenommen. Favorisiert wird diese Variante vor allem bei der Therapie von Karzinomen. Allerdings kann die Methode auch bei einer fortgeschrittenen aktinischen Keratose interessant sein, die sich bereits auf der Grenze zum hellen Hautkrebs befindet. Der bedeutende Vorteil ist, dass das entfernte Gewebe im Labor untersucht werden kann. Falls es sich doch um das Anfangsstadium einer Krebserkrankung handelte, kann durch den histologischen Befund die vollständige Tumorentfernung belegt oder bei Bedarf umgehend ein weiterer Eingriff geplant werden.

Den chirurgischen Verfahren wird auch die Lasertherapie zugeordnet, die bisweilen bei der aktinischen Keratose eingesetzt wird. Die Behandlungserfolge sind bei der Methode sehr gut. Im Gegensatz zur klassischen Entfernung, ist eine histologische Analyse des abgetragenen Gewebes nicht möglich. Darüber hinaus gibt es weitere Therapieansätze wie die Kürettage und die Strahlentherapie bei hellem Hautkrebs, die bei der aktinischen Keratose jedoch unüblich sind.

Medikamentöse Therapien für die äußere Anwendung

Zu den innovativeren Ansätzen gehört die Behandlung der betroffenen Hautstelle mit der Substanz Imiquimod , die sich auf jüngere Forschungsergebnisse stützt. Normalerweise verfügen der Körper und somit auch die Haut über ein Schutzsystem, um anormalen Zellveränderungen entgegenzuwirken. Eben diese körpereigenen Kräfte spricht der eingesetzte Wirkstoff an. Aus Sicht des Laien kommt es dabei zunächst zu einer Verschlechterung des Hautbilds, da durch die natürliche Abwehrreaktion Entzündungen auftreten können. Eben dieser Effekt ist jedoch erwünscht und bestätigt dem behandelnden Arzt, dass die Methode fruchtet und die veränderten Hautzellen vom Immunsystem eliminiert werden. Nach einem Anwendungszeitraum von meist vier Wochen bis zu drei Monaten bildet sich bei dem Großteil der Patienten die aktinische Keratose ohne ästhetische Begleiterscheinungen zurück. Außerdem zeigen die bisherigen Studien, dass die Rückfallquote bei dem Verfahren vergleichsweise gering ist.

Recht ähnlich wird bei einer äußerlichen Behandlung mit einem speziellen Gel vorgegangen, dass Dermatologen bereits länger einsetzen. Das Schlüsselelement ist hierbei der Wirkstoff Diclofenac, der auch bei anderen Krankheitsbildern wie entzündlichen Abszessen oder schmerzhaftem Rheuma eingesetzt werden kann. Hinzu gesellt sich Hyaluronsäure, um die Wirkung des Arzneistoffs zu optimieren. Dank der täglichen Anwendung über circa drei Monate heilt bei rund achtzig Prozent der Patienten die aktinische Keratose ab. Bevorzugt wird die Methode beispielsweise, wenn die Hautveränderungen aufgrund einer Vielzahl von kleinen Schädigungen flächig anmuten.

Vergleichbare Therapieverfahren sind mit dem sogenannten Wirkstoff 5-FU oder mit Salicylsäure möglich. Allerdings setzen Dermatologen diese medikamentösen Methoden aus diversen Gründen seltener und nur in ausgewählten Fällen ein. Unter anderem sind hierfür Forschungsergebnisse zu der Behandlung mit 5-FU verantwortlich, die für eine hohe Rückfallquote sprechen.

Photodynamische Therapie

Ähnlich etabliert wie die Kältebehandlung ist die photodynamische Therapie, die kurz als PDT bezeichnet wird. Diese Methode kommt in einer abgewandelten Form auch bei ausgeprägten Formen der sogenannten Sonnenallergien zum Einsatz. Das Verfahren wird als schonend eingestuft und bringt den Vorteil mit, dass meist keine Narben oder Farbveränderungen der Haut zurückbleiben. Einige Patienten berichten jedoch von nennenswerten Schmerzen im Anwendungsbereich.

Im ersten Schritt wird das Areal mit einer Substanz versehen, durch die sich die Lichtempfindlichkeit erhöht. Verwendet wird ein Wirkstoff, auf den vornehmlich die veränderten Hautzellen ansprechen und gesunde Bereiche kaum reagieren sollen. Nach der Vorbehandlung wird die Hautstelle bestrahlt, wofür beispielsweise Rotlicht infrage kommt. Die auftreffenden Strahlen bewirken, dass die unerwünschten Zellen absterben. Obwohl die PDT seit über zehn Jahren erfolgreich für die Therapie von aktinischen Keratosen eingesetzt wird und respektable Erfolge verbucht, wird sie in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen unterstützt.

Ärztliche Begleitung und Nachsorge

Vor allem bei den medikamentösen Präparaten für die äußerliche Anwendung wird der Facharzt die Therapie begleiten. Schließlich zieht sich die Behandlung teilweise über mehrere Wochen, in denen sich Nebenwirkungen wie Hautirritationen ergeben können. Außerdem möchte sich der Dermatologe vergewissern, dass die eingeleitete Therapie anschlägt. Auch bei den physikalischen Verfahren sind mitunter mehrere Sitzungen notwendig. Deshalb müssen Sie damit rechnen, dass im Behandlungszeitraum einige Arzttermine in den Alltag integriert werden müssen.

Es besteht stets ein gewisses Risiko, dass es erneut zu den Hautveränderungen kommt. Einerseits werden bei allen Methoden überschaubare Rückfallquoten verzeichnet. Andererseits kann die Diagnose bedeuten, dass Sie aus verschiedensten Gründen zu aktinischen Keratosen neigen. Somit ist nach der erfolgreichen Therapie eine regelmäßige Nachsorge  wichtig.

 

Die Reaktionen der Haut auf die Sonne

Zu den wesentlichen Faktoren bei der Entstehung von aktinischer Keratose gehört der schädliche Einfluss von Sonnenstrahlen. Diese Gefahr wird häufig unterschätzt, da Sonnenlicht zugleich für die körperliche und seelische Gesundheit ausgesprochen wichtig ist. Deshalb ist es hilfreich, den differenzierten Charakter der Strahlung und die davon verursachten Prozesse in der Haut etwas näher zu beleuchten.

Zunächst freuen Sie sich über die positive Wirkung der Sonne. Wenige Momente später bemerken Sie vielleicht schon den Sonnenbrand. An derartigen Erfahrungen lässt sich ablesen, dass der Übergang vom wohltuenden Effekt zu einer unvorteilhaften Dosis fließend ist. Beim Sonnenbrand  handelt es sich um eine Entzündung, die langfristig die Hautgesundheit beeinträchtigen kann. Diese Konsequenz zeigt sich allerdings erst einige Jahre später. Bedenklich ist vor allem, wenn die Haut regelmäßig mit zu viel Sonneneinstrahlung belastet wird. Dadurch wird das natürliche Schutzsystem der Haut zunehmend geschwächt und kann schädliche Einflüsse nicht mehr im benötigten Maße abwehren.

UV-Licht mit schädlicher Wirkung

Oft wird die schädliche Wirkung von natürlichem oder künstlichem UV-Licht generalisiert. Deshalb ist Ihnen vielleicht nicht bewusst, dass sich die Sonnenstrahlen aus verschiedenen Komponenten zusammensetzen. Dank der Distanz zwischen der Sonne und der Erde erreichen uns nur zwei der entsandten Varianten: die UV-A-Strahlen und die UV-B-Strahlen. Letztere dringen nur in die Oberhaut und somit nicht besonders tief ein, lösen aber diverse Prozesse aus. Hierzu gehört die Bräunung der Haut, nach der sich viele Sonnenanbeter sehnen. Genau genommen handelt es sich dabei um eine schützende Maßnahme der Haut.

Das auftreffende UV-B-Licht regt die sogenannten Melanozyten dazu an, Melanin zu produzieren und dadurch dunkle Pigmente zur Verfügung zu stellen. So kommt es zu einer Hauttönung, die bis zu einem gewissen Grad einen Schutz vor den schädlichen Eigenschaften der UV-Strahlen bietet. Damit lässt sich partiell begründen, warum dunklere Hauttypen meist unempfindlicher auf spontane Sonnenbäder reagieren als helle Hauttypen. Allerdings ist auch bei diesen Personen irgendwann eine Dosis erreicht, die von dem natürlichen Schutzsystem nicht mehr abgefedert werden kann und zum Sonnenbrand führt.

Die UV-A-Strahlen kennen Sie vielleicht aus der Kosmetikwerbung. Denn dieser Umwelteinfluss begünstigt diverse Altersanzeichen wie die Faltenbildung. UV-A-Licht kann deutlich weiter in die Haut eindringen und erreicht sogar tiefere Regionen der Haut. Die zweite Hautschicht wird auch als Lederhaut bezeichnet und ist unter anderem für die Elastizität verantwortlich, die zu einem jugendlichen und gesunden Teint beiträgt. Wenngleich das UV-Licht stets bei den warnenden Hinweisen rund um intensive Sonnenbäder im Rampenlicht steht, beanspruchen die UV-A-Strahlen und UV-B-Strahlen gemeinsam nur wenige Prozent für sich. Unter anderem ist die sogenannte IR-A-Strahlung enthalten, die Sie bei Aktivitäten im Freien gar nicht spüren. Denn dieser Anteil des Sonnenlichts hat keine wärmende Wirkung. Er dringt jedoch ausgesprochen weit vor und kann die Subcutis erreichen. So lautet der dermatologische Fachbegriff für die Unterhaut.

Das Immunsystem der Haut setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen und wird durch diverse Faktoren beeinträchtigt. Generell geht es bei den abwehrenden Reaktionen darum, die einzelnen Zellen zu schützen und dadurch die generelle Gesundheit der Haut zu bewahren. UV-B-Strahlen sind maßgeblich daran beteiligt, dass ein Sonnenbrand entsteht. Bei dieser Entzündung kann beispielsweise die essentielle Erbsubstanz geschädigt werden. Da die Hautzellen einem gewissen Kreislauf unterlegen sind, kommt es regelmäßig zu einer kontrollierten Produktion neuer Zellen. Die Erbsubstanz ist dafür verantwortlich, dass es sich dabei um gesunde Zellen handelt. Etwaige Schäden sorgen aber dafür, dass entartete Zellene entstehen, die bei einem geschwächten Schutzsystem weder erkannt noch eliminiert werden. Eine der gefürchteten Konsequenzen ist hierbei heller Hautkrebs.

Auch die UV-A-Strahlen sorgen dafür, dass sich das Risiko bei einigen Krebsvarianten erhöht. Die negative Eigenschaft der IR-A-Strahlen ist, dass sie die Bildung freier Radikale begünstigen. Da auch diese Molekülfragmente zur Zellschädigung beitragen können, beanspruchen sie das Schutzsystem der Haut. Wenn Sie nun alle Aspekte zusammenführen, lässt sich die natürliche Widerstandskraft mit einem Bankkonto vergleichen. Bei jedem schädlichen Einfluss wird etwas von dem Guthaben abgebucht. Je knapper das Budget ist, umso schlechter steht es um das Schutzsystem der Haut. Die vergleichsweise milden Folgen sind beispielsweise Altersflecken oder eine schlaffe Hauttextur. Bedenklicher sind mögliche Auswirkungen wie eine aktinische Keratose.

Bewusst die Sonne genießen

Keinesfalls sollten Sie sich von den Erläuterungen davon abhalten lassen, an Sonnentagen vergnügliche Aktivitäten im Freien zu planen.

Die Bewegung fördert Ihre Gesundheit ebenso wie die frische Luft und das Sonnenlicht. Für diesen positiven Effekt ist es jedoch nicht notwendig, dass die UV-Strahlen ungebremst auf die Haut einwirken und Sie sich unentwegt in der prallen Sonne aufhalten. Auch wenn der Himmel bewölkt ist oder Sie sich im Schatten aufhalten, dringt Sonnenstrahlung zu Ihnen vor. Einerseits spricht diese Tatsache dafür, beispielsweise die sommerliche Mittagshitze zu meiden, andererseits ergibt sich daraus, dass Sie auch im Schatten einen Sonnenschutz benötigen. Das gilt insbesondere für den Urlaub in heißen Gefilden.

Durch die Verwendung von Sonnenschutzcremes können Sie die Haut bei ihren schützenden Maßnahmen unterstützen. Bei der Wahl der Spezialpflege sollten Sie darauf achten, dass es sich um eine hochwertige Rezeptur und den geeigneten Lichtschutzfaktor für Ihren Hauttyp handelt. 

Vor allem bei längeren Aktivitäten im Freien spielt die geeignete Kleidung eine Rolle. Sie sollten zum Beispiel an eine Kopfbedeckung denken, wenn das Haar bereits etwas schütter geworden ist. Vor allem bei der sensiblen Haut von Kindern ist es wichtig, dass die leichte Sommerkleidung einen Schutz vor UV-Licht gewährleistet. Zertifizierte Kollektionen werden häufig mit einem Prüfsiegel gekennzeichnet Nicht zuletzt ist es empfehlenswert, dass Sie dem eigenen Körper etwas Aufmerksamkeit schenken. Begutachten Sie in ruhigen Momenten die Sonnenterrassen, die am meisten von der Strahlung betroffen sind. So fallen Hautveränderungen schneller auf und können zeitnah abgeklärt werden. Auf diesem Wege könnten Sie auch in dem Fall, dass Hautkrebs diagnostiziert wurde, für einen glimpflichen Verlauf sorgen. Schließlich stehen die Heilungschancen bei den meisten Varianten inzwischen außerordentlich gut, diese betragen fast 100 Prozent .