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Akne

Akne - Nicht nur ein optischer Markel

Akne ist eine Hautkrankheit, von der über 80 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens betroffen sind. Das Hauptsymptom der Erkrankung sind entzündliche Pickel und Mitesser, die am gesamten Körper auftreten können. Akne ist jedoch nicht nur optisch ein Makel: In vielen Fällen leidet der Patient auch emotional unter der Hautkrankheit.

Risikogruppe und typische Symptome

Jungen und Männer leiden nicht nur öfter unter Akne,

Jugendliche in der Pubertät sind besonders gefährdet, eine Akne zu entwickeln, aber auch Erwachsene jenseits der 20 oder 30 sind häufig betroffen. Dabei gilt: Jungen  und Männer leiden nicht nur öfter unter Akne, die Krankheit ist bei ihnen auch stärker ausgeprägt. Das liegt in erster Linie an den männlichen Geschlechtshormonen, die die Entstehung der Hautkrankheit begünstigen.

Vor allem dort, wo sich viele Talgdrüsen befinden, entstehen bei der Akne Pickel und Mitesser, so etwa im Gesicht, im Nacken, auf dem Rücken  und auf der Brust. Tritt Akne unter den Achseln, in der Genitalregion oder in der Leistengegend auf, handelt es sich meist um eine Erkrankung der Haarbalgfollikel.

Akne ist nicht nur ein optischer Makel, sie kann sich auch in vielerlei Hinsicht auf die Psyche auswirken. Die Betroffenen leiden unter einem verminderten Selbstwertgefühl und kapseln sich oft von ihrer Umwelt ab - vor allem dann, wenn die Akne im Gesicht auftritt und somit deutlich sichtbar ist. Fatal ist, dass die Erkrankung sehr häufig bei Jugendlichen in der Pubertät auftritt. Dem eigenen Aussehen kommt in dieser Lebensphase eine besondere Bedeutung zu, und nicht selten geschieht es, dass der oder die Jugendliche zum Mobbingopfer wird. Eine gute Aufklärung über die Erkrankung in den Schulen ist daher ausgesprochen wichtig. Außerdem sollten Eltern offen mit ihren Kindern über die Akne sprechen und bei großer emotionaler Belastung professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Was sind die Ursachen von Akne?

Ursachen von Akne

Akne entsteht durch eine Überfunktion der Talgdrüsen, die mit einer Verhornungsstörung im Talgdrüsengang einhergeht. Bei Jugendlichen liegt die Ursache für die Überfunktion in einer erhöhten Produktion der männlichen Sexualhormone, der Androgene. Diese führt dazu, dass die Talgdrüsen mehr Talg abgeben. Da zugleich zu viel Hornmaterial gebildet wird, verstopfen die Gänge, über die der Talg normalerweise abtransportiert wird. Es entstehen offene oder geschlossene Mitesser, wobei die offenen Mitesser einen schwarzen Melaninpunkt  in der Mitte aufweisen. Bakterien finden im Ausgang der Talgdrüsen ideale Wachstumsbedingungen vor, siedeln sich an und führen zu einer Entzündungsreaktion.

Hormonelle Schwankungen betreffen jedoch nicht nur Jugendliche, sondern auch Frauen in der Schwangerschaft sowie in den Wechseljahren. Auch lang anhaltender Stress begünstigt die Entstehung von Akne. Darüber hinaus können äußere Faktoren zur Verstopfung der Ausführungsgänge der Talgdrüsen führen, so etwa zu enge Kleidung, Fette und Öle in Pflegeprodukten, bestimmte Medikamente oder ein heiß-feuchtes Klima.

Verschiedene Formen der Akne

Sommerakne

Der Überbegriff für die verschiedenen Ausprägungen der Akne lautet Acne vulgaris. Je nach Symptomen und Ausbreitungsort wird zwischen zahlreichen Formen unterschieden. Die Acne comedonica führt vor allem im Gesicht zu offenen und geschlossenen Mitessern, die jedoch gar nicht oder kaum entzündet sind. Bei der Acne papulo-pustulosa machen dem Patienten hingegen entzündliche, schmerzhafte Pusteln und Papeln zu schaffen, die bis zu fünf Millimeter groß werden können. Sie entstehen nicht nur im Gesicht, sondern auch auf der Brust, dem Rücken sowie auf den Oberarmen. Das Risiko der Narbenbildung ist bei dieser Form der Akne besonders groß. Gleiches gilt für die Acne conglobata - eine sehr schwere Form der Akne, die vor allem Männer betrifft. Es kommt zu ein bis zwei Zentimeter großen, entzündlichen und sehr schmerzhaften Knoten, die sich zu Abszessen ausbilden können. Die Acne medicamentosa entsteht durch Medikamente, wobei das Risiko bei der Einnahme von Kortison und Antidepressiva besonders groß ist.

Die Acne tarda tritt ab dem 25. Lebensjahr auf, und zwar mehrheitlich bei Frauen. Sie wird vor allem durch lang anhaltenden Stress ausgelöst. Ebenfalls weit verbreitet ist die Sommerakne, auch Mallorca-Akne genannt. Hierbei handelt es sich um eine Reaktion der Haut auf intensive UV-Strahlung, die durch einen guten Sonnenschutz jedoch effektiv vermieden werden kann.

Darüber hinaus unterscheiden Mediziner zwischen der physiologischen Akne und der klinischen Akne. Die physiologische Akne betrifft vor allem Jugendliche und klingt nach ein bis zwei Jahren von selbst wieder ab. Die klinische Form zeichnet sich hingegen durch eine stärkere Verlaufsform aus. Sie kann bis zu 20 Jahre anhalten und den Alltag der Betroffenen stark beeinträchtigen. Ein Arztbesuch ist unbedingt erforderlich, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Auch nach dem Abheilen der Akne dürfen die Medikamente nicht sofort abgesetzt werden. Stattdessen ist eine ein- bis zweijährige Erhaltungstherapie notwendig, um das Risiko für einen Rückfall zu minimieren.

Schweregrade und Begleiterscheinungen der Akne

Damit der Dermatologe eine geeignete Therapie einleiten kann, stellt er nicht nur fest, welche Form der Akne vorliegt, sondern er bestimmt auch den Schweregrad.

Akne im Gesicht

Bei einer leichten Akne sind hauptsächlich Mitesser, aber nur wenige Pickel sichtbar. Es entstehen keine tiefen Entzündungen und die Erkrankung verheilt in der Regel ohne Narbenbildung. Bei einer mittelschweren Akne entstehen mehr deutlich sichtbare Eiterpickel, die jedoch gut abheilen und ebenfalls keine Narben hinterlassen - solange nicht an ihnen herumgedrückt wird. Bei Vorliegen einer schweren Akne bilden sich tiefe Entzündungen im Gesicht, auf dem Rücken und der Brust. Diese sind deutlich gerötet  und sehr schmerzhaft. Zwischen den einzelnen Pusteln und Papeln entstehen Gänge, sogenannte Fisteln, die eine deutliche Narbenstruktur hinterlassen können.

Die Begleiterscheinungen der Akne sind vor allem psychischer Natur. Die Hauterkrankung ist eine starke Belastung für die Seele, vor allem dann, wenn sie im Gesicht auftritt. Nicht nur Jugendliche leiden unter dem optischen Makel, auch Erwachsene kapseln sich häufig von Ihrer Umwelt ab und meiden es, unter Menschen zu gehen. Die Auswirkungen der Akne auf die Psyche und auf das Selbstwertgefühl können so schlimm sein, dass eine Überweisung zum Therapeuten erforderlich ist.

Diagnose und Therapiemöglichkeiten

Diagnose beim Arzt

Um andere Hauterkrankungen auszuschließen (etwa eine Haarbalgentzündung sowie diverse Pilzerkrankungen), ist ein Arztbesuch grundsätzlich empfehlenswert. Der Dermatologe erkennt die Akne an ihrem typischen Erscheinungsbild. Um die Ursache ausfindig zu machen, stellt er dem Patienten einige Fragen zur Ernährung, zu eingenommenen Medikamenten sowie zum Auftreten der Erkrankung in der Familie. Ist die Akne stark ausgeprägt, entnimmt der Hautarzt eitriges Wundsekret oder Blut aus den Pusteln, um dieses näher zu untersuchen.

Bei leichter Akne genügt es in der Regel, die Hauptpflege zu optimieren, um das Hautbild zu verbessern. Zeigt dies keine Wirkung oder ist die Akne stark ausgeprägt, verordnet der Hautarzt Medikamente. Gibt es einen konkreten Auslöser für die Akne, beispielsweise ein Arzneimittel oder ein Lebensmittel, ist dieses fortan zu meiden.

Bei der äußerlichen Therapie der Akne kommen Cremes und Salben zum Einsatz, die die Entzündung stoppen und die weitere Ausbreitung der Hautkrankheit verhindern. Wirkstoffe, die sich bei der Behandlung bewährt haben, sind zum Beispiel Benzoylperoxid, das die Bakterien abtötet, sowie die antibakterielle und entzündungshemmende Azelainsäure. Viele Dermatologen verordnen auch Antibiotika in Salbenform, um die Entzündung in Schach zu halten. Antibiotika dürfen jedoch niemals länger als zwei drei Monate und nur unter ärztlicher Aufsicht angewandt werden. Ein weiterer Wirkstoff zur Aknebehandlung sind Retinoide. Hierbei handelt es sich um Präparate mit Vitamin-A-Säure, die der übermäßigen Verhornung entgegenwirken. Retinoide haben einige Nebenwirkungen und sind daher verschreibungspflichtig.

Zeigt die äußerliche Therapie nicht den gewünschten Erfolg, kann sie durch Medikamente in Tablettenform ergänzt werden. Verordnet werden unter anderem Hormonpräparate, so etwa die Antibabypille für Frauen. Diese zeigt ihre Wirkung allerdings frühestens nach sechs Monaten. Kommen systemische Antibiotika zum Einsatz, werden diese bei der Aknebehandlung stets mit äußerlichen Mitteln kombiniert. Des Weiteren ist es möglich, Retinoide innerlich anzuwenden. Dies kommt allerdings nicht für Schwangere infrage, und auch nach dem Absetzen des Medikaments sollten Frauen mindestens drei Monate lang nicht schwanger werden. Trotz der langen Liste an Nebenwirkungen haben sich Retinoide bei der Aknetherapie jedoch bewährt.

Salicylsäure und BPO: Vor- und Nachteile

Salicylsäure gilt als effektives Mittel gegen Akne und unreine Haut im Allgemeinen. Es handelt sich um eine Säure, die nur in sehr geringer Konzentration zur Anwendung kommen darf. Salicylsäure führt letztlich dazu, dass sich ein kleiner Teil des Bindegewebes in der Haut auflöst und die Haut von abgestorbenen Hautzellen befreit wird. Die Folge: Die Haut kann viel besser atmen. Darüber hinaus zeichnet sich Salicylsäure durch entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften aus. Sie wirkt gegen viele verschieden Pilz- und Bakterienarten, sodass Entzündungen gar nicht erst entstehen können.

Auch Benzoylperoxid (BPO) kommt bereits seit vielen Jahren bei der Bekämpfung von Akne zum Einsatz. Die Substanz setzt in der Haut atomaren Sauerstoff frei und wirkt auf diese Weise desinfizierend. Außerdem führt BPO zur Abschuppung der Haut, was insbesondere bei einer Verhornungsstörung ausgesprochen wichtig ist. Die Hautatmung wird insgesamt verbessert, was sich letztlich in einem verbesserten Hautbild bemerkbar macht. Die meisten Präparate enthalten BPO in einer Konzentration von drei bis zehn Prozent. Ist die Akne sehr stark ausgeprägt, ist es ratsam, zu Beginn zu einer fünfprozentigen Salbe zu greifen. Die Salbe wird ein- bis zweimal täglich auf die gereinigte Haut aufgetragen. Doch Vorsicht: Für den Mund, die Augen- und Nasenpartie sowie für die Augenbrauen ist Benzoylperoxid nicht geeignet. Auch mit den Kopfhaaren sollte es nicht in Berührung kommen, da es die Haare ausbleicht.

Können Hausmittel die Akne lindern?

Gesichtsmaske aus Heilerde

Hausmittel und bewährte Heilmittel aus der Natur können die Akne lindern. Ist die Erkrankung stark ausgeprägt, ist ein Besuch beim Dermatologen jedoch unumgänglich, damit dieser eine geeignete Therapie einleiten kann. Es spricht jedoch nichts gegen therapiebegleitende Maßnahmen, um das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen. Bei Akne im Gesicht hilft vielen Betroffenen ein wöchentliches Dampfbad. Dazu eine Schüssel mit heißem Wasser füllen, das Gesicht über das Wasser halten und den Kopf mit einem Handtuch abdecken. Den Dampf circa zehn Minuten wirken lassen und die Haut danach gut abtrocknen. Anschließend die Haut mit einer leichten Creme pflegen.

Auch Gesichtsmasken aus Heilerde haben sich bewährt. Die Erde entwickelt beim Trocknen eine hohe Sogwirkung, die die Poren von Schmutz und Talg befreit. Außerdem zeichnet sich Heilerde durch entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Eigenschaften aus. Sie ist als gebrauchsfertige Maske oder in Pulverform erhältlich und auch für empfindliche Haut geeignet.

Wenn es um die Behandlung von Akne mit Hausmitteln geht, kommt auch dem Teebaumöl eine große Bedeutung zu. Das Öl ist antibakteriell und hemmt Entzündungen. Es wird jedoch grundsätzlich verdünnt angewendet, und auch ein großflächiger Einsatz ist nicht empfehlenswert. Nicht jeder verträgt Teebaumöl, sodass es ratsam ist, den Wirkstoff zunächst an einer kleinen Hautstelle zu testen.

Während Teebaumöl, Heilerde und Co. äußerlich angewendet werden, entfaltet der Apfelessig seine Wirkung von innen heraus. Am besten einmal täglich einen Esslöffel hochwertigen Apfelessig in einem Glas Wasser verrühren und trinken. Alternativ können Sie den Apfelessig auch mit einem Wattepad auf unreine Stellen auftupfen, um Bakterien abzutöten.

Bei schwerer Akne bringen Hausmittel in der Regel nicht den gewünschten Erfolg. Im Gegenteil: Wer mit zu vielen verschiedenen Mitteln herumexperimentiert, riskiert, dass sich die Hautkrankheit weiter verschlechtert. Im Zweifel ist es also ratsam, auf Hausmittel zu verzichten und stattdessen die Schulmedizin in Anspruch zu nehmen. Das gilt vor allem dann, wenn die Akne mit schweren Entzündungen einhergeht, die zu Narben führen könnten.

Die richtige Hautpflege bei Akne

Bei der Aknetherapie kommt der Hautpflege besondere Bedeutung zu. So sollte die Haut maximal zweimal täglich mit einem pH-neutralen Waschgel oder einer Waschlotion von Schmutz, Talg und abgestorbenen Hautzellen befreit werden. Die Haut häufiger zu waschen ist hingegen kontraproduktiv, denn dabei wird der natürliche Säureschutzmantel der Haut nachhaltig zerstört, sodass sich die Akne weiter verschlimmert. Auf die Reinigung folgt die Pflege - am besten mit einer Feuchtigkeitscreme auf Wasserbasis. Auf keinen Fall sollten fettige oder ölige Cremes verwendet werden, denn diese führen zum Verstopfen der Poren. Auch Make-up und Sonnenschutzcremes sollten aus diesem Grund fettfrei sein.

 

Welchen Einfluss hat die Sonne auf Aknehaut?

Viele Menschen mit Akne haben den Eindruck, dass Sonne den Zustand der Haut verbessert. Dieser Eindruck täuscht jedoch. Stattdessen fällt Akne auf gebräunter Haut einfach nicht so sehr auf. Zu viel Sonne kann der Haut schaden und die Akne fördern - dies gilt vor allem für die UVA-Strahlung im Solarium. Bei einer Sonderform der Akne - der Sommerakne - ist die UV-Strahlung sogar ausschließlich für die Entstehung von Pusteln und Mitessern verantwortlich.

Die richtige Ernährung bei Akne

Obst und Gemüse

Personen, die unter Akne leiden, machen häufig die Erfahrung, dass sich bestimmte Lebensmittel negativ auf das Hautbild auswirken. Dies ist von Fall zu Fall verschieden. Grundsätzlich gilt daher: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Zucker, Fett oder andere Nahrungsbestandteile die Akne verschlimmern, sollten Sie Ihre Ernährung dementsprechend umstellen.

Vor allem hoher Zuckerkonsum kann Akne fördern, denn: hohe Blutzuckerschwankungen führen zur Ausschüttung großer Mengen Insulin. Insulin wiederum fördert die Produktion von Androgenen, die die Talgproduktion der Haut erhöhen. Darüber hinaus steht Insulin im Verdacht, chronische Entzündungsprozesse auszulösen, die bei Akne ebenfalls eine große Rolle spielen. Meiden Sie daher Süßigkeiten und greifen Sie stattdessen zu Obst und Gemüse , denn dieses enthält viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem stärken und auf diese Weise auch die Akne verbessern können. Vor allem Vitamin A wirkt sich zudem positiv auf die Verhornungsstörung der Haut aus.

Lebensmittel, die reich an Zink sind, sollten ebenfalls regelmäßig auf dem Speiseplan stehen, so etwa Weizenkleie und Haferflocken. Damit die Haut ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, benötigt der Körper außerdem viel Eisen, wie es unter anderem in Fenchel, Hirse und roten Früchten enthalten ist.

Milchprodukte können die Entstehung einer Akne begünstigen, was von vielen Betroffenen bestätigt wird. Bei Milch handelt es sich um die Nahrung für Kälber, die neben Hormonen auch zahlreiche Substanzen beinhaltet, die das Wachstum fördern. Beim Menschen führen diese Wachstumsfaktoren zu einer übermäßigen Talgproduktion sowie zur übermäßigen Zellteilung. Bei Frauen kommt es zudem zur vermehrten Bildung von Androgenen. Wenn Sie unter Akne leiden, kann es also nicht schaden, für mehrere Wochen oder gar Monate auf Milch zu verzichten. So können Sie herausfinden, ob Milchkonsum einen Einfluss auf den Zustand Ihrer Haut hat oder nicht.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Haut auf ein bestimmtes Lebensmittel mit Mitessern und Pickeln reagiert, könnte es sinnvoll sein, ein Ernährungstagebuch zu führen. Notieren Sie sich sämtliche eingenommene Mahlzeiten und lassen Sie auch kleine Snacks nicht aus. Auch der Zustand der Haut wird regelmäßig bewertet, um einen möglichen Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Entstehung von Akne sichtbar zu machen.

Kann Homöopathie gegen Akne helfen?

Laut der homöopathischen Lehre sind Globuli in der Lage, die Selbstheilung des Körpers anzuregen und Giftstoffe aus dem Körper zu leiten. Diese sammeln sich also nicht in den Hautporen, wo sie zu Entzündungen führen, sondern werden ganz einfach ausgeschieden. Viele homöopathische Wirkstoffe ergänzen den Mineralstoffhaushalt und stärken auf diese Weise die natürliche Hautbarriere. Auch die Widerstandskraft der Haut wird so verbessert. Globuli müssen jedoch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können. Zumeist werden drei bis vier verschiedene Mittel miteinander kombiniert, so etwa Sulfur jodatum, Juglans regia, Speia oder Hepar sulfuris. Für welche Wirkstoffe Sie sich auch entscheiden: Während einer homöopathische Therapie sollten Sie grundsätzlich auf Alkohol, starken Kaffee und Tee verzichten, damit die Wirkung nicht abgeschwächt wird. Üblich ist eine Dosierung von drei bis fünf Globuli, und das dreimal täglich.

Kann Sport die Akne verbessern?

Sport stellt in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für das Leben dar. Wer sich regelmäßig bewegt, fördert die Ausschüttung von Glückshormonen und fühlt sich ganz einfach fitter und gesünder. Auch das Selbstwertgefühl wird nachhaltig gestärkt. Darüber hinaus kurbelt Sport die Durchblutung an und hilft auf diese Weise indirekt gegen Akne. Welche Sportart betrieben wird, ist irrelevant. Wichtig ist nur, dass sie Ihnen Freude bereitet.

Das Leben genießen - trotz Akne


Wer unter Akne leidet, empfindet oftmals tiefe Scham und meidet den Kontakt zu anderen. Dies gilt vor allem dann, wenn die Pickel und Mitesser im Gesicht auftreten und somit für andere deutlich sichtbar sind. Aber auch Akne auf dem Rücken oder dem Oberkörper führt zu einem hohen Leidensdruck. Betroffene meiden das Schwimmband, den Strand und ziehen es auch im Sommer vor, hochgeschlossene Kleidung zu tragen. Nicht zuletzt ist das Sexualleben stark eingeschränkt oder es findet gar nicht mehr statt.

Der negative Einfluss auf das emotionale Gleichgewicht ist ein Grund mehr, Akne frühzeitig vom Arzt  behandeln zu lassen. Dieser hat auch ein offenes Ohr für die typischen Probleme Akne-Geplagter und überweist den Patienten gegebenenfalls an einen Therapeuten. Auch der Besuch von Selbsthilfegruppen ist eine gute Möglichkeit, das Leben mit der Erkrankung besser zu meistern. Nicht zuletzt können Betroffene hier Kontakte zu Leidensgenossen knüpfen und ihren Alltag fortan aktiver gestalten.

 

Akne-Narben vermeiden und behandeln

Pickel ausdrücken

Ist die Akne vollständig abgeheilt, haben viele Menschen mit den Folgen der Hautkrankheit zu kämpfen, denn: Vor allem im Gesicht bilden sich häufig unschöne Narben, die den Betroffenen ein Leben lang begleiten können. Dabei können Akne-Patienten einiges tun, damit Narben gar nicht erst entstehen. Besonders wichtig ist es, nicht an den Pickeln und Mitessern herumzudrücken, denn dabei gelangen Keime in die Wunde und das Hautbild verschlechtert sich zusätzlich. Außerdem sollten Sie nach Ausbruch der Akne nicht zu lange mit dem Arztbesuch warten. Je schneller eine geeignete Therapie eingeleitet wird, umso besser stehen die Chancen, dass die Akne vollständig und ohne Spuren zu hinterlassen abheilt.
Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu Narben, können Sie diese entweder mit Make-up kaschieren oder sie vom Arzt beseitigen lassen. So sind Hautärzte in der Lage, stark eingesunkene Narben operativ anzuheben, damit sie nicht mehr so stark auffallen. Auch Peelings mit speziellen Fruchtsäuren oder die Injektion von Kollagen werden von vielen Dermatologen angeboten. Sind die Narben nur leicht ausgeprägt, sind oftmals schon Massagen mit wirkstoffhaltigen Salben  ausreichend. Dicke Narbenwülste müssen hingegen chirurgisch entfernt werden. Sind größere Hautbereiche von Narbenbildung betroffen, ist die Behandlung ebenfalls aufwendiger. In diesem Fall kommen häufig spezielle Laser zum Einsatz.

Darf man Pickel ausdrücken ?

Grundsätzlich raten Dermatologen davon ab, Pickel selbstständig auszudrücken. Das Risiko, dass sich die Haut weiter entzündet, ist sehr groß, sodass Sie im Zweifel lieber zum Kosmetiker oder zur Kosmetikerin gehen sollten, um eine sogenannte Aknetoilette durchführen zu lassen.

Wenn Sie einen Pickel selbst ausdrücken möchten, tun Sie dies niemals am Hals, an der Nase, an den Augen oder den Ohren, denn hier ist das Infektionsrisiko besonders groß. Außerdem befinden sich oberhalb der Oberlippe zahlreiche Lymphbahnen, die von den Gesichtsnerven direkt ins Gehirn führen. Daher heißt es hier: Finger weg!

Auch Pickel an anderen Stellen sollten Sie erst dann ausdrücken, wenn sie reif sind. Wichtig: Die Hautstelle vorher gründlich reinigen oder desinfizieren. Auch die Hände müssen vorab sorgfältig gewaschen werden. Verwenden Sie zum Ausdrücken zusätzlich ein Wattepad, um das Risiko für Entzündungen so gering wie möglich zu halten. Nach dem Ausdrücken greifen Sie am besten zu einem Gesichtswasser.

Wie kann man Akne effektiv vorbeugen?

Spielen die Hormone verrückt (etwa in der Pubertät oder während der Wechseljahre), ist Akne oftmals unvermeidlich. Dennoch können Sie einiges tun, um den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen.

Achten Sie auf eine gesunde Ernährung und vermeiden Sie es, mit den Fingern ins Gesicht zu greifen. So verhindern sie, dass die Hautporen durch Schmutz und Bakterien verunreinigt werden. Auch dann, wenn Sie aktuell nicht unter Pickeln und Mitessern leiden, empfiehlt sich die regelmäßige Anwendung einer Gesichtsmaske . Bewährt haben sich beispielsweise Gurkenmasken, Kartoffelmasken oder Masken aus Joghurt, dem Sie einige Tropfen Zitronensaft hinzugefügt haben.
Sollte es Sie doch einmal erwischt haben und Sie möchten Ihre Pickel und Mitesser überschminken, greifen Sie unbedingt zu Make-up-Produkten, die mit den Hinweisen 'nicht-komedogen' und 'nicht aknegen' gekennzeichnet sind. So stellen Sie sicher, dass der Zustand Ihrer Haut durch das Make-up nicht weiter verschlechtert wird. Vor dem Zubettgehen sollten Sie Ihre Haut zudem immer gründlich abschminken, damit die Poren nicht verstopfen. Wechseln Sie außerdem regelmäßig Ihr Kopfkissen, denn hier sammeln sich neben Schmutz und Schweiß auch zahlreiche Bakterien, die bei Kontakt mit der Haut zu entzündlichen Pusteln führen können.

Kann der Darm Akne auslösen?

Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts beschäftigten sich Wissenschaftler mit der Frage, ob das Verdauungssystem Einfluss auf die Haut nehmen kann. Die Dermatologen Donald M. Pillsbury und John H. Strokes stellten die These auf, dass ungesunde Ernährung und seelischer Stress die Darmflora negativ beeinträchtigen. Die Darmschleimhaut wird durchlässiger für Giftstoffe, was letztlich chronische Entzündungen und eben auch Akne zur Folge haben kann. Fast 70 Jahre später wurden diese Annahmen bestätigt. Daraus folgt: Eine gesunde Darmflora wirkt sich positiv auf den Zustand der Haut aus und kann einer Akne wirkungsvoll vorbeugen.

Kann Stress die Entstehung von Akne fördern?

Entspannung

In stressigen Situationen schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus. Diese wiederum fördern die Talgproduktion der Haut. Lang anhaltender oder immer wiederkehrender Stress kann die Entstehung einer Akne also durchaus fördern. Dabei gilt: Ärger im Berufsalltag, Liebeskummer und Schlafmangel gelten ebenso als Stressfaktoren wie das Rauchen oder eine allgemein ungesunde Lebensweise.

Stress zu mindern und ein Leben in Balance zwischen Anspannung und Entspannung  zu führen, ist also ein effektiver Weg, um der Entstehung von Akne vorzubeugen. Gönnen Sie sich regelmäßig eine Auszeit vom Alltag und tun Sie in dieser Zeit ausschließlich Dinge, die Ihnen wichtig sind. Auch sportliche Aktivitäten und Hobbies können Stress abbauen und Ihnen zu einem gesunden Alltag verhelfen.

Immer dann, wenn Sie das Gefühl haben, der Stress wächst Ihnen über den Kopf, sind Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson empfehlenswert.