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Lactulose AL Sirup

Lactulose AL Sirup

Abb. ähnlich

PZN:
08423898
Anbieter:
ALIUD Pharma GmbH
Darreichungsform:
Sirup
Inhalt:
1000 ml
Grundpreis:
10,59 € 10,59 € 10,59 € 10,59 € *  pro  1 l
arzneimittel
Packungsgröße:
Rezeptart:
- 42 %
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Beschreibung

  • bei Verstopfung
  • bei Erkrankungen, die einen erleichterten Stuhlgang erfordern
  • zur Vorbeugung und Behandlung bei portokavaler Encephalopathie

Lactulose AL Sirup ist ein Abführmittel, Leber­- und Darmtherapeutikum.

Dosierung und Anwendungshinweise:
Bedenken Sie, dass es nach Einnahme der angegebenen Dosen von Lactulose AL Sirup einer geraumen, oft von Patient zu Patient unterschiedlichen Zeit bedarf, bis sich die erwünschte Wirkung zeigt. So kann die abführende Wirkung von Lactulose AL Sirup bereits nach 2 – 10 Stunden eintreten; es können aber auch 1 – 2 Tage bis zum ersten Stuhlgang vergehen, besonders bei noch ungenügender Dosierung.

  • Messen Sie bitte die für Sie erforderliche Dosis Lactulose AL Sirup mit dem Messbecher ab.
  • Anschließend wird diese Menge Lactulose AL Sirup mit Wasser oder mit warmen Getränken, z. B. Kaffee oder Tee, gemischt oder in Joghurt, Müsli oder Brei eingerührt und zusammen mit diesen Lebensmitteln eingenommen.
  • Um ein Verkleben des Dosierspenders zu vermeiden, sollte der Dosierspender nach jeder Entnahme verschlossen werden (siehe Abbildung auf dem Dosierspender).
  • Die Einnahme von Lactulose kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
  • Ist zur erfolgreichen Behandlung einer Verstopfung eine einmalige Dosis Lactulose AL Sirup ausreichend, so hat sich eine Einnahme morgens nach dem Frühstück als besonders verträglich erwiesen.

Lactulose AL Sirup muss je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich dosiert werden. Die hier angegebenen Dosierungen können nur der Orientierung dienen und müssen gegebenenfalls verändert werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Die Dosierung von Lactulose AL Sirup erfolgt mit einem Messbecher.

Bei Verstopfung:
Erwachsene: 1­- bis 2­-mal täglich 7,5 – 15 ml Lactulose AL Sirup (entspr. 1­- bis 2­-mal 5 – 10 g Lactulose/Tag).
Kinder: 1­- bis 2­-mal täglich 4,5 – 9 ml Lactulose AL Sirup (entspr. 1­- bis 2-­mal 3 – 6 g Lactulose/Tag).

Gerade zu Beginn der Behandlung einer Verstopfung sind häufig größere Dosen Lactulose AL Sirup erforderlich. Im Allgemeinen kann diese etwas höhere Anfangsdosis nach 3 – 4 Tagen vermindert werden.

Bei portokavaler Encephalopathie, Hirnfunktion im Rahmen einer Lebererkrankung:
Erwachsene: Zu Beginn der Behandlung einer portokavalen Encephalopathie sollten Erwachsene 3­- bis 4­-mal täglich 7,5 – 15 ml Lactulose AL Sirup (entspr. 3-­ bis 4­-mal 5 – 10 g Lactulose/Tag) einnehmen. Anschließend sollte die Dosis langsam und vorsichtig auf 3­- bis 4­-mal täglich 30 – 45 ml Lactulose AL Sirup (entspr. 3­- bis 4-­mal 20 – 30 g Lactulose/Tag) gesteigert werden. Das Ziel sollte dabei die Entleerung von 2 – 3 weichen Stühlen pro Tag sein.
Kinder: Für die Anwendung bei Kindern sind keine Angaben vorhanden.

Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Entwicklung des jeweiligen Krankheitsbildes.

Zusammensetzung:
100ml Sirup enthalten: 66,7 g Lactulose (4-O-β-D-Galactopyranosyl-D-Fructose).
Liste der sonstigen Bestandteile: Gereinigtes Wasser. Hinweis: Enthält herstellungsbedingt Fructose, Galactose und Lactose

Pflichttext:
Wirkstoff: Lactulose. Enthält Fructose, Galactose und Lactose. Der Gehalt an verdaulichen Kohlenhydraten beträgt in 100 ml Sirup max. 17 g (entspr. 1,4 BE).
Aliud Pharma® GmbH, Postfach 1380, 89146 Laichingen Stand: März 2014

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Weitere Informationen zu Lactulose AL Sirup

Anwendungsgebiete

Zusammensetzung

Lactulose: 3,335 g

Galactose
Fructose
Lactose
Wasser, gereinigtes

Darreichungsform

Dosierung

Die Dosierung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker über die für Sie passende Dosierung beraten. Weitere Informationen entnehmen Sie dem Beipackzettel

Dosierungsangaben

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein.
Oder: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und nehmen Sie es ein. Dazu geben Sie es in ein Glas Wasser oder Tee und rühren um.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Durchfall sowie zu Flüssigkeits- und Salzverlusten kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff wird von den natürlicherweise im Dickdarm vorkommenden Bakterien zerlegt und verändert dort den Säure-Basen-Haushalt, wodurch die Darmwand angeregt wird sich stärker zu bewegen. Somit wird der Darminhalt leichter abtransportiert. Die hohe Konzentration an den zerlegten Bestandteilen (Zuckern und Fettsäuren) zieht zudem Wasser in den Darm. Der Darminhalt wird aufgeweicht und nimmt an Volumen zu. Der vergrößerte Darminhalt bewirkt einen Dehnungsreiz auf die Darmwand und löst damit den Reflex zur Darmentleerung aus.
Der Wirkstoff senkt die Ammoniakkonzentration im Blut um ca. 25-50%, indem die Wiederaufnahme des Ammoniaks aus dem Darm in die Blutlaufbahn verhindert wird. Der Ammoniak kann nicht mehr ins Gehirn gelangen, wo er giftig wirkt.

Gegenanzeigen

Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Darmverschluss

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen, die akut sind
- Störungen des Flüssigkeit- und Salzhaushaltes
- Störung der Zuckeraufnahme

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Blähungen
- Störungen des Salzhaushaltes

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Wichtige Hinweise

Was sollten Sie beachten?
- Wenden Sie abführende Arzneimittel ohne ärztliche Empfehlung nur kurzzeitig an. Eine längerfristige Anwendung führt unter Umständen zu einer chronischen Verstopfung und/oder weiteren Problemen. Bleibt der Erfolg nach kurzzeitiger Anwendung aus, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Achtung: Abführmittel eignen sich nicht zur Gewichtabnahme.
- Vorsicht ist geboten bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Es können Magen-Darm-Beschwerden ausgelöst werden.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

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