Zuckersucht
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Zuckersucht – was steckt dahinter?

Wenn es schwerfällt, auf eine bestimmte Speise oder ein bestimmtes Verhalten zu verzichten, ist schnell von einer Sucht die Rede. Eine Sucht ist per Definition ein übersteigertes Verlangen. Dafür muss keine körperliche Abhängigkeit bestehen. Ob eine Zuckersucht mit anderen Süchten gleichzusetzen ist, wird aber kritisch diskutiert. Schließlich geht von Zucker keine solche Gefahr aus, wie von Alkohol oder Drogen, wenn die Betroffenen nicht gerade besessen von Zucker sind. Dennoch ist der übermäßige Verbrauch ungesund und schadet auf Dauer der Gesundheit.

Mögliche Folgeschäden sind:

Übermäßiger Zuckerkonsum hat negativen Einfluss auf den Stoffwechsel und beeinträchtigt die Verdauung. Deshalb ist es wichtig, sich mit den Ursachen zu befassen und Lösungsstrategien zu erarbeiten.

Warum schmeckt Zucker so gut?

Die Lust auf Zucker ist im Menschen fest verankert. Schon Muttermilch schmeckt sehr süß. Süß bedeutet, dass die Nahrung reich an Energie ist und Energie sichert das Überleben. Wenn Kinder aber nicht von klein auf lernen, dass süße Speisen die Ausnahme sind, werde sie fehlgeprägt und es fällt ihnen später schwer, sich selbst umzuerziehen.

Wenn Sie selbst kleine Kinder haben, vermeiden Sie es, mit Süßigkeiten zu trösten oder eine Freude zu bereiten. Schenken Sie lieber Zeit und Aufmerksamkeit. Reichen Sie Kindern keine süßen Getränke, um den Durst zu löschen. Nach der Muttermilch ist Wasser das richtige Getränk.

Ab wann ist es zu viel?

Wenn Sie täglich Süßigkeiten zu sich nehmen und selbst dann zu zuckerhaltigen Produkten greifen, wenn Sie eigentlich satt sind, ist es zu viel. Bedenken Sie, dass auch Kohlenhydrate Zucker enthalten. Untersuchungen haben gezeigt, dass vielen Menschen heutzutage das Wissen über die Zusammenhänge gesunder Ernährung fehlt.

Säfte und Limonaden, süße Brötchen und Fast Food haben gemüsereiche Gerichte abgelöst. Alles muss vor allem dem Gaumen schmeicheln. Das liegt auch daran, dass diese Lebensmittel sehr günstig sind und die Werbung vorgaukelt, dass selbst in Süßigkeiten noch gesunde Inhalte stecken. Um sich vor dieser Verbrauchertäuschung zu schützen, setzen Sie sich mit Ihrem Speiseplan kritisch auseinander.

Behandlungsbedürftig oder nicht?

Tatsächlich kann auch eine Zuckersucht behandlungsbedürftig werden. Das ist dann der Fall, wenn es Ihnen nicht gelingt, den Konsum deutlich zu reduzieren, weil Ihr Verlangen umso größer wird, je mehr Sie versuchen, darauf zu verzichten.

Machen Sie sich bewusst, dass hier die psychische Komponente eine entscheidende Rolle spielt. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Vorhaben und machen Sie sich selbst keine Vorwürfe. Betrachten Sie sich von außen. Was würden Sie einem Menschen in einer solchen Situation raten, der Ihnen am Herzen liegt?

Die Ursache liegt oft im Darm

Ein übermäßiges Verlangen nach Zucker kann die Folge einer Pilzinfektion sein. Pilzsporen im Darm sind zwar nicht ungewöhnlich, allerdings kann der Pilz bei Erkrankungen oder Ernährungsfehlern überhandnehmen und breitet sich in der Folge massiv aus. Eine Begleiterscheinung ist übermäßiger Hunger auf Süßes. Weitere Anzeichen sind:

Der Nachweis ist über eine Stuhlprobe oder über das Blut möglich. Die Behandlung erfolgt schulmedizinisch. Es ist auch nicht möglich, denn Pilz auszuhungern. Mit einer Behandlung muss zwar eine strenge Diät gehalten werden, allerdings lässt der Zuckerhunger während der Therapie sehr schnell nach. Auch das allgemeine Wohlbefinden bessert sich innerhalb kurzer Zeit.

Lieber Zucker vollständig meiden?

Zucker vollständig zu meiden, wird Ihnen nicht gelingen, wenn Sie nicht wirklich alles selbst zubereiten. Es ist aber auch nicht nötig, denn natürlich dürfen Sie zwischendurch auch Kuchen essen oder sich einen Schokoriegel gönnen. Wenn Sie auch Ihren mäßigen Zuckerkonsum reduzieren wollen, fragen Sie sich bei Zuckerhunger:

  • Will ich mich belohnen?
  • Will ich mich ablenken?
  • Habe ich wirklich Hunger?
  • Bin ich gestresst?

Der Griff zu Süßigkeiten ist oft ein Ausweichverhalten. Analysieren Sie das und finden Sie eine gesunde Alternative.

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