Neurodermitis im Winter

Was hilft bei Neurodermitis im Winter?

Bei der Neurodermitis handelt es sich um eine chronisch entzündliche, nicht infektiöse Hauterkrankung mit Ekzembildung, welche in Schüben auftritt. Typische Symptome sind Rötung und Schuppenbildung der Haut, trockene Haut und starker Juckreiz. Neurodermitis ist eine häufige, oft schon im Kindesalter auftretende Erkrankung, die oft in Kombination mit Heuschnupfen, diversen Unverträglichkeiten und/oder Asthma bronchiale einhergeht. Eine regelmäßige Hautpflege als Basistherapie ist wichtig. Während akuten Krankheitsschüben ist oftmals der Einsatz von Medikamenten erforderlich.

Warum verstärken sich die Symptome der Neurodermitis im Winter?

Bereits an den nassen und kalten Tagen im Herbst verspüren Betroffene oftmals eine Verschlimmerung der Symptome. Für die von Neurodermitis geplagte Haut bedeuten kalte Temperaturen draußen und warme Heizungsluft drinnen puren Stress. Bei eurapon erfahren Sie, woran genau es liegt:

Heizungsluft bedeutet neben Wärme auch eine niedrige relative Luftfeuchtigkeit. Außerdem steigt warme Luft nach oben, und wirbelt den im Raum befindlichen Staub mit auf.

Die Kälte von draußen führt dazu, dass die Talgdrüsen, die unsere Haut mit schützendem Fett versorgen, ihre Produktion deutlich verringern. Bei Patienten mit Neurodermitis ist durch die Erkrankung bereits eine Unterfunktion der Talg- und Schweißdrüsen vorhanden, welche sich im Winter noch intensiviert. Durch den fehlenden Schutzfilm auf der Haut kann die Hautfeuchtigkeit leichter verdampfen, sodass der Wassergehalt der Haut sinkt. Ihre Haut fühlt sich dadurch trocken an und spannt.

Ohne die richtige Pflege kann es zu schmerzhaften Rissen in der Haut kommen, welche wiederum zu Entzündungen führen können. Deshalb gilt es, die Schutzfunktion der Haut unbedingt aufrecht zu erhalten!

Richtige Behandlung der Neurodermitis im Winter

Eine regelmäßige Hautpflege, und zwar morgens und abends, ist das A und O, um Risse in der Haut zu verhindern und die Ausbreitung von Ekzemen einzudämmen. Wenn Sie an Neurodermitis leiden, sollten Sie die Pflege bereits intensivieren, wenn es draußen kälter wird, nicht erst, wenn die Haut bereits laut um Hilfe schreit (siehe hierzu auch „Hautpflege bei Neurodermitis“).

Auch wenn warme, lange Vollbäder im Winter verführerisch klingen, sollten sie dennoch nicht zu oft und nicht zu ausgiebig genommen werden. Darüberhinaus sollten Sie beim Waschen unbedingt auf rückfettende Substanzen zurückgreifen.

Wannenbädern geben Sie am besten einen Ölzusatz hinzu. Sie hinterlassen einen Ölfilm auf der Haut, welcher sie vor dem Austrocknen schützt. Außerdem sind Ölbäder empfehlenswert, um Salbenreste zu entfernen oder wenn große Hautflächen von Ekzemen betroffen sind. Auf entfettende und parfümhaltige Produkte sollten Sie auf jeden Fall verzichten! Rubbeln Sie nach dem Duschen bzw. Baden die Haut auch nicht trocken, sondern tupfen Sie sie lediglich leicht ab. Um die Haut zu pflegen, sollten Sie sich anschließend mit einem rückfettenden Pflegeprodukt, bzw. Substanzen wie Harnstoff oder Dexpanthenol eincremen. Ihr Arzt oder Apotheker wird Ihnen das geeignete Produkt in Creme-, Lotion- oder Salbenform empfehlen.

Daran sollten Sie denken

Denken Sie bei der Hautpflege auch an Gesicht und Hände, die oft ungeschützt der Kälte ausgesetzt sind. Tragen Sie stets Handschuhe und pflegen Sie die Hände fettreich, denn durch das Händewaschen wird ihnen noch zusätzlich Feuchtigkeit entzogen.

Achten Sie auf die Luftfeuchtigkeit im Raum. Bei einer Raumtemperatur von 20 bis 22 °C sollte der Raum 40 bis 60 % Feuchtigkeit haben. Das lässt sich am genauesten mit einem Hygrometer überprüfen. Ist die Raumfeuchtigkeit zu gering, stellen Sie eine Schüssel Wasser auf den Heizkörper oder legen Sie ein feuchtes Handtuch darüber.

Auch von innen können Sie Ihrem Körper Gutes tun: Vitamin A, B-Vitamine und Biotin unterstützen die Haut, ihre Feuchtigkeit zu halten, und sollten bei Neurodermitis stets ausreichend zugeführt werden.