Rohkost Gurke

Vielseitiges Sommergemüse aus 95 % Wasser – die Gurke

Der Rohkost-Ratgeber von eurapon bietet uns eine tolle Übersicht quer durch das ganze Gemüsebeet und dient zur Info, welches Gemüse sich zum Rohverzehr eignet. Bei der Gurke sind wir uns wahrscheinlich alle einig – dieses Gemüse ist ganz definitiv als Rohkost geeignet! Nun ist es an der Zeit, dass wir uns mit dem Steckbrief der Gurke ein wenig genauer auseinandersetzen.

Die Gurke gehört zu den Kürbisgewächsen

Tatsächlich ist die ursprüngliche Heimat der Gurke nicht Deutschland oder Österreich, sondern sie stammt aus Indien. Da sie halbwegs kälteresistent ist, hat sie sich bis nach Nordeuropa verbreitet. In Indien wurde aus der verwilderten Gurke um rund 1500 v. Chr. eine Kulturpflanze gezüchtet. Auch im Irak, in Ägypten und bei den Römern war die Gurke schon sehr früh bekannt und beliebt.

Heutzutage haben bei uns vor allem zwei Sorten Bedeutung: Die Salatgurke, auch als Schlangengurke bekannt, und die Einlege-, bzw. Gewürzgurke. In der Gemüseabteilung des Supermarktes finden Sie die Gurke ganzjährig, da sie vor allem in Holland im großen Stil in Gewächshäusern angebaut wird. Gurken aus inländischem Anbau findet man von Mitte Mai bis Anfang Oktober. Eine ausgewachsene Gurke kann bis zu 60 cm lang und 500 g schwer werden. Einlegegurken werden überwiegend im Freiland angebaut.

Gurken: Durstlöscher und Schlankmacher

Gurken gehören zu den kalorienärmsten Lebensmitteln (100 g enthalten rund 12 Kalorien). Dies liegt vor allem am hohen Wassergehalt der Gurke, der bei 95 % liegt. Vor allem jene Personen, die dazu neigen, über den Tag verteilt zu wenig zu trinken, können mit ein paar Scheiben Gurke einiges ausgleichen. Verschiedene Hersteller bieten auch sogenanntes „belebtes Wasser“ mit Gurkenaroma an, wobei die Betonung auf „Aroma“ liegt, denn mit echter Gurke haben diese Getränke meistens nichts zu tun.

Aus diesem Grund raten wir, das Gurkenwasser auf jeden Fall selbst herzustellen: Sie benötigen stilles oder Mineralwasser, und am besten eine Bio-Gurke, da diese mit Schale ins Wasser kann (trotzdem bitte vorher waschen!). Schneiden Sie die Gurke in Scheiben und lassen Sie sie im Wasser eine gute Stunde lang ziehen, damit es den Geschmack annimmt. Wer möchte, kann auch noch Minze oder Zitrone für einen kräftigeren Geschmack hinzugeben.

Dem Gurkenwasser werden eine Menge gesundheitsfördernde Effekte nachgesagt, es hilft beim Entgiften nach einem Kater, schützt vor trockener Haut, unterstützt die Gewichtsabnahme, stärkt die Knochen und soll sogar das Risiko einer Herzerkrankung senken.

Welche Nährstoffe stecken in der Gurke?

Trotz ihres hohen Wassergehaltes hat die Gurke aber noch einiges an Nährstoffen zu bieten: Beispielsweise die Vitamine C und E, Magnesium, Kalzium, Zink, Phosphor und Eisen, sowie Kalium. Ein Großteil besagter Nährstoffe steckt in der Schale. Kaufen Sie deswegen vorzugsweise Biogemüse, damit Sie die Schale mitverzehren können. Ansonsten sind die Schalen von Gurken oftmals mit Pestiziden behandelt.

Außerdem helfen Gurken bei der Verdauung eiweißreicher Nahrung, und regen die Darmflora an. Gurken sind basenreich und helfen unserem Körper, Säuren abzubauen. Wenn wir nicht übersäuert sind, ist auch das Risiko der Erkrankung an Rheuma oder Gicht geringer.

Auch wenn die Gurke viel Wasser enthält, wirkt sie dennoch entwässernd, und sollte von Patienten konsumiert werden, die unter Wasseransammlungen in den Beinen (Ödemen) leiden. Für Diabetiker ist die Gurke ebenfalls bestens geeignet, da sie sogar dazu beitragen kann, den Blutzuckerspiegel zu senken.

Wozu kann ich die Gurke gebrauchen?

Klare Sache, den Gurkensalat kennt jeder. Auch der Einsatz als Tzatziki mit Joghurt und Knoblauch zu Fleischgerichten ist vielen bekannt. Empfehlenswert ist auf jeden Fall, eine Gurkensuppe zu probieren, welche kalt oder warm verzehrt werden kann. Wer es gern exotisch mag, sollte die Zubereitung von Currys oder Chutneys einmal mit Gurke probieren. Und auch wenn die Gurke eigentlich ein klassisches Rohkostgemüse ist, so schmeckt sie auch als Beilagengemüse in Scheiben geschnitten und in der Pfanne gebraten.