Tipps bei Blasenentzuendung

Tipps gegen Blasenentzündung

Eine Blasenentzündung ist eine Erkrankung der Harnblase. Zumeist sind Frauen betroffen, da ihre Harnröhre deutlich kürzer ist als die von Männern. Entsprechend können Keime leichter eindringen und die Infektion auslösen. Dennoch erkranken auch Männer an einer Blasenentzündung.

Eine leichte Blasenentzündung kann unbemerkt verlaufen. Erst im fortgeschrittenen Stadium leiden die Betroffenen unter Jucken, Brennen, häufigem Harndrang, bei dem zumeist nur wenig Harn abgeht. Das Wasserlassen kann schmerzhaft sein. Möglich sind auch Beimischungen von Blut im Harn. Im fortgeschrittenen Stadium können Komplikationen auftreten, die auch die Nieren betreffen. Es kommt zu Fieber, starken Schmerzen in der Nierengegend, Erbrechen und einem starken Krankheitsgefühl. Eine solche Verschlimmerung lässt sich aber in vielen Fällen durch rechtzeitige Behandlung vermeiden. Vorbeugende Maßnahmen tragen außerdem dazu bei, dass es nicht zu einer erneuten Erkrankung kommt.

Was hilft bei einer Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung nimmt zumeist einen harmlosen Verlauf, auch wenn sie ausgesprochen unangenehm ist. Antibiotika helfen, die Erkrankung schnell in den Griff zu bekommen. Die Einnahme der Medikamente sollte möglichst früh erfolgen, damit Komplikationen oder schwere Verläufe gar nicht erst entstehen.

Aber auch Hausmittel können begleitend helfen, die Heilung zu beschleunigen und die Symptome zu lindern. Besonders wichtig ist Wärme. Die Wärmflasche mit warmem Wasser gefüllt oder das aufgewärmte Kirschkernkissen auf dem Bauch, lindern vor allem die Schmerzen. Blasen-Nieren-Tees haben sich ebenfalls bei der Behandlung der Blasenentzündung bewährt. Auch wenn es unangenehm ist, ist es wichtig, während einer Blasenentzündung mindestens zwei Liter Wasser täglich zu trinken. Harnblase und Harnröhre müssen gespült werden, damit die Entzündung abklingen kann.

Bei wiederholten Infektionen mit leichtem Verlauf ist zu überlegen, ob eine rein pflanzliche Behandlung eher zu einem dauerhaften Erfolg führt. Hier eignen sich Extrakte aus der Goldrute, Ackerschachtelhalm, Brennnessel, Tausendgüldenkraut, Liebstöckel oder Birke aus der Phytotherapie.

Blasenentzündung vorbeugen – was hilft wirklich?

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die die Entstehung einer Blasenentzündung begünstigen. Dazu zählt alles, was Keime in die Nähe der Harnröhre transportieren kann, wie häufiger Geschlechtsverkehr, bestimmte Verhütungsmethoden, wie das Diaphragma und Blasenkatheter. Aber auch schwangere Frauen sind besonders gefährdet, da die Hormonlage eine Erweiterung der Harnröhre verursacht. So können Keime leichter eindringen.

Gefährdet sind außerdem ältere Frauen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind und die Analregion nach dem Stuhlgang nach vorn, in Richtung Harnröhre reinigen. Aus diesem Grund ist die Hygiene der wichtigste Schutz vor einer Infektion. Frauen sollten aber auch darauf achten, ausreichend zu trinken und die Blase häufig zu leeren.  Auch der regelmäßige Konsum von Cranberrysaft kann helfen, einer Blasenentzündung vorzubeugen.

Was hat es mit diesen Tipps und Warnhinweisen auf sich?

Eine Reihe von Ratschlägen und Tipps wird immer wieder strittig diskutiert. Frauen kennen diese Ratschläge besonders gut. Schon als kleine Mädchen hören sie, dass kalte Füße, nasse Badeanzüge und das Sitzen auf kalten Steinen Blasenentzündungen auslösen. Tatsächlich sind es aber Bakterien oder in seltenen Fällen auch Viren, die für die Infektion verantwortlich sind. Kälte und Nässe genügen dafür nicht. Allerdings belastet das Auskühlen das Immunsystem. Die Durchblutung wird in den kalten Körperzonen reduziert, weil sich die Gefäße zusammenziehen. Für den Körper bedeutet das zusätzliche Anstrengung, schließlich muss er die Temperatur konstant halten. Gerade schlecht durchblutete Schleimhäute sind dann ein Einfallstor für Krankheitserreger. Sind nun bereits Keime in der Harnröhre, können sie bei Kälte leichter eindringen.

Ähnlich verhält es sich  mit kalten Füßen, die ein Stressfaktor für den Organismus sind. Jede Zusatzbelastung kann bei schlechter Immunlage den Ausschlag geben. Das bedeutet aber auch, dass Frauen und Mädchen, die bei jedem Auskühlen mit einer Blasenentzündung rechnen müssen, über ein schwaches Immunsystem verfügen. Sie sollten sich ausreichend bewegen und auf eine ausgewogene Ernährung achten.

Darüber hinaus ist es wichtig, jede Blasenentzündung bis zur Ausheilung zu behandeln und Antibiotika nicht abzusetzen, sobald die Symptome nachlassen, sondern die Einnahme entsprechend der ärztlichen Anweisung fortzusetzen.

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