Tipps gegen Blasen in Sommerschuhen

Tipps gegen Blasen in Sommerschuhen

Endlich besinnt sich das Wetter auf die vorherrschende Jahreszeit, und das Thermometer klettert über die 20 Grad-Marke. Höchste Zeit also, dass Sie Ihre Sommerschuhe aus ihrem winterlichen Verlies befreien. Sandalen, Pumps und Ballerinas warten auf ihren Einsatz und machen richtig Lust auf den Sommer. Wenn da nicht jedes Jahr dasselbe Übel wäre: Kaum tauscht man Winterboots gegen Sommerschuhe, entwickeln sich oft schon in kurzer Zeit schmerzhafte Druckstellen mit Blasenbildung. Bei jedem Schritt reibt, drückt und brennt es – das kann Ihnen rasch die Freude an den schönsten Sommerschuhen verderben. Damit Ihre Sandalen trotzdem bald zum Einsatz kommen, und die Füße dabei auch noch heil bleiben, haben wir ein paar praktische Tipps für Sie gesammelt. Außerdem erfahren Sie, was Sie machen können, wenn das Malheur schon passiert ist, damit die Blase schnell abheilt.

Wie lassen sich Blasen in Sommerschuhen verhindern?

Bei warmen Sommertemperaturen tendieren unsere Füße dazu, ein wenig anzuschwellen. Dies sollte man beim Schuhkauf beachten. Wenn Sie im März Sandalen shoppen, und diese sind etwas knapp bemessen, ist davon auszugehen, dass die Schuhe in der Julihitze drücken und reiben werden. Zu groß sollten die Schuhe allerdings auch nicht ausfallen, denn wenn Sie z.B. ständig aus dem Fersenriemen herausrutschen, bilden sich ebenfalls rasch Blasen.

Unbedingt sollten Sie auch von einem längeren Fußmarsch in den neuen Schuhen absehen. Am besten laufen Sie die Neuerwerbungen zu Hause ein, wo Sie jederzeit die Möglichkeit haben, das Schuhwerk zu tauschen (dies gilt übrigens nicht nur für Sandalen, sondern auch für Sport- und Wanderschuhe).

Tragen Sie Ballerinas und Co. am besten nicht barfuß, sondern verwenden Sie Füßlinge aus Baumwolle. Hautfarbene Modelle fallen auch kaum auf, sollte einmal ein Stück hervorblitzen. Bei Sandalen ist dieser Trick nicht möglich, aber hier kann man zumindest mit speziellen Gel-Pads aus der Apotheke oder der Drogerie vorbeugen. Diese werden auf jene Stellen im Schuh geklebt, auf denen viel Druck lastet. Optional gibt es auch ein spezielles Gel, welches Druckstellen und somit Blasen vorbeugen soll.

Erste Hilfe bei Blasen an den Füßen

Trotz aller Vorsicht kann es natürlich dazu kommen, dass sich eine Blase bildet. Dies passiert, wenn sich aufgrund der Reibung die oberste Hautschicht von der Unterhaut löst. Der entstehende Hohlraum füllt sich mit Gewebeflüssigkeit. Wenn die Reibung über lange Zeit besteht, und mehrere Hautschichten abgetragen werden, kann sogar eine Blutblase entstehen.

Falls Sie die Blasenbildung im Anfangsstadium bemerken (gerötete, brennende Hautstelle), kleben Sie am besten ein spezielles Blasenpflaster mit einer Gelschicht auf die Stelle, welches vor weiterem Druck schützt.

Hat sich bereits eine Blase gebildet, kann das Pflaster immer noch verwendet werden. Aber Achtung, es handelt sich um ein spezielles Pflaster, welches für die feuchte Wundheilung geeignet ist. Die Hautstelle sollte frei von Fett- und Cremerückständen sein, dann wird es einfach über die Blase geklebt. Das Pflaster können Sie so lange tragen, bis es sich von selber zu lösen beginnt.

Wenn kein Blasenpflaster zur Hand ist, lassen Sie die Blase am besten in Ruhe. Innerhalb von ein paar Tagen heilt sie meistens von selbst ab. Absichtliches Aufstechen einer Blase sollte vermieden werden, denn sie heilt besser, wenn die Blase von der schützenden Haut bedeckt ist. Außerdem ist die Gefahr, dass Schmutz und Keime auf die offene Hautstelle geraten, so wesentlich geringer. Platzt die Blase von selbst, indem sie z.B. weiter aufgescheuert wurde, sollten Sie auf keinen Fall ein Blasenpflaster aufkleben, sondern ein normales Wundpflaster. Verzichten Sie auch auf Wundcremes etc., da sich Bakterien unter der Fettschicht rasch vermehren können, was schmerzhafte Entzündungen zur Folge hat.

Bei einer großflächigen Blase oder beim Auftreten einer Entzündung sollten Sie Ihren Hausarzt zur weiteren Behandlung aufsuchen.

Hausmittel bei Blasenbildung

Fußbäder mit Bittersalz helfen dabei, die Blase rasch auszutrocknen, und wirken abschwellend und schmerzlindernd. Dazu geben Sie 1 bis 2 EL Bittersalz ins warme Wasser und baden ca. 15 Minuten Ihre Füße darin. Bei offenen Blasen ist davon abzuraten, da Bittersalz auf der offenen Haut brennt.

Teebaumöl regt durch seine antibakterielle Wirkung den Heilungsprozess an, ebenso wie Aloe Vera. Anwendungstipp: Tragen Sie Teebaumöl 3:1 verdünnt auf einen Wattebausch auf und drücken Sie es an die Blase. Spühlen Sie nach 10 Minuten die Stelle mit Wasser ab. Aloe Vera-Gel können Sie direkt auf die betroffene Stelle geben.

Auch mit Apfelessig kann man eine solche Behandlung durchführen, er wirkt ebenso antibakteriell und entzündungshemmend.

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