Reisetipps für Raucher

Tipps für Raucher auf Reisen

Für einen Nichtraucher ist es absolut unvorstellbar, wie es sich für einen Raucher anfühlt, auf einem Langstreckenflug mindestens 10 Stunden lang auf seine Zigaretten zu verzichten. Man beobachtet amüsiert, wie die Menschen in einem aquariumartigen Glaskasten am Flughafen Zigaretten auf Vorrat rauchen. Aber was tun, wenn Sie selbst zu diesen Menschen gehören? Wir beschäftigen uns heute nicht mit der Frage, ob und wie Rauchen der Gesundheit schadet, und wiederholen auch nicht mantraartig, dass Sie aufhören müssen. Diese Verantwortung und Entscheidung liegt alleine in Ihrer Hand. Bei uns erfahren Sie, wie Sie als Raucher längere „Durststrecken“ am besten überbrücken.

Raucher willkommen?

Informieren Sie sich über die Gepflogenheiten beim Rauchen in Ihrem Urlaubsland. Darf am Flughafen geraucht werden? Mancher Raucher hoffte bereits darauf, die Abstinenz mit einer Zwischenlandung erträglicher zu machen. Wenn man Pech hat, muss man allerdings Stunden in einem extra Wartebereich für Transitgäste aufhalten, in dem nicht geraucht werden darf. Dies hat zur Folge, dass die Qual erheblich verlängert wird.

Mit den feindseligsten Bedingungen haben Raucher definitiv in Kanada und Australien zu rechnen, diese Länder setzen alles daran, das Laster aus der Welt zu schaffen. In England und USA schaut es jedoch auch nicht viel besser aus.

Angenehmer wird es für Raucher in Skandinavien, die haben zwar auch das Rauchen aus geschlossenen Räumen verbannt und die Tabaksteuer ist horrend. In den Außenbereichen ist das Rauchen allerdings meistens gestattet, auch auf den Flughäfen darf auf den Terrassen geraucht werden.

Ansonsten sind es eher die südlichen Länder, die mit gut ausgestatteten Raucherzonen punkten. Da fällt auch der Aufenthalt unter freiem Himmel leichter, da es naturgemäß wärmer ist.

Kaugummi als Glimmstängel-Ersatz

Besorgen Sie sich vor dem geplanten Langstreckenflug Nikotinkaugummi. Dieser „Ersatz“ ist in den Geschmacksrichtungen neutral, fruit und mint erhältlich, der Geschmack ist teilweise etwas gewöhnungsbedürftig. Nikotinkaugummis sind öfters hoch dosiert, dies sollten Sie beachten, wenn sie nicht viel oder keine starken Zigaretten rauchen. Es kann sonst zu Nebenwirkungen wie Schwindel oder Übelkeit kommen.

Achten Sie darauf, nicht mehr als 16 Kaugummis pro Tag zu kauen und nicht mehr als einen pro Stunde! Am besten halten Sie sich also genau an die Dosierungsanleitung im jeweiligen Beipackzettel.

Eine Alternative dazu sind Nikotinpflaster, welche das Nikotin über die Hautoberfläche in den Körper abgeben. Allerdings sind Pflaster nicht so leicht zu dosieren, unter anderem weil das Nikotin über die Haut langsamer aufgenommen wird als über die Mundschleimhaut.

Wenn Sie nicht gerade Kettenraucher sind, schaffen Sie es vielleicht mit Ihrer Willenskraft, den Flug ohne „Ersatzmittel“ zu überstehen. Manchmal reicht das Wissen, dass man etwas in der Tasche hätte, was das Verlangen stillen könnte… Süßigkeiten und Knabbergebäck helfen übrigens auch bei der Ablenkung.

Falls das alles nichts für Sie ist, sollten Sie über die Anschaffung einer e-Zigarette nachdenken. Über den Dampf wird auch Nikotin inhaliert, die e-Zigarette wird mittels Batterie betrieben. Es sind viele verschiedene Geschmacksrichtungen erhältlich, von Tabak über Minze bis Erdbeere. Üblicherweise ist der Einsatz im Flugzeug erlaubt, da keine Rauchentwicklung entsteht. Fragen Sie aber doch zur Sicherheit bei der Buchung nach, ob dies auf Ihre Airline zutrifft.

Buchen Sie einen Nachtflug

Auch wenn Sie vor dem Zubettgehen die letzte Zigarette rauchen und morgens nach dem Aufstehen die erste anzünden: Dazwischen sind mehrere Stunden, in denen Sie nicht rauchen. Wenn Sie es schaffen, diesen „Biorhythmus“ in Ihren Flug zu integrieren, haben Sie bereits wesentlich weniger Zeit zu überbrücken, als wenn der Flug am Vormittag startet.

Bei aller Verzweiflung: Rauchen Sie nicht auf der Bordtoilette! Auch wenn Sie es schaffen, den Rauchmelder nicht auszulösen, wird man den Rauchgeruch bemerken. Flugbegleiter reagieren naturgemäß sehr sensibel darauf. Und im schlimmsten Fall bedeutet das Vergehen eine saftige Geldstrafe für Sie!