Was sind Babytees

Tees für Babys

Babytees füllen die Regale in Drogerien und Supermärkten. Sie sollen helfen, Erkältungen zu lindern, Babys zum Trinken animieren, das Einschlafen erleichtern oder auch das Zahnen verbessern. Aber sind Tees wirklich für Babys geeignet?

Der Flüssigkeitsbedarf von Säuglingen

Voll gestillte Säuglinge brauchen im Normalfall keine zusätzliche Flüssigkeit. Die Muttermilch hat exakt die richtige Zusammensetzung an Flüssigkeit und Nährstoffen, die das Kind braucht. Babys, die gestillt werden, reagieren auf Sauger von Babyflaschen zumeist auch mit Ablehnung. Das kann häufiger bei Säuglingen auftreten, die sich leicht ablenken oder irritieren lassen, was dann für Probleme sorgt.

Ein weiteres Risiko ist, dass der Tee den Magen füllt. Das Baby ist satt und nimmt nicht mehr ausreichend Muttermilch oder Ersatznahrung zu sich. Auch vor diesem Hintergrund sollten Säuglinge in den ersten sechs Monaten keinen Tee bekommen. Sobald die Kleinen Beikost erhalten, brauchen sie auch zusätzlich Flüssigkeit. Hier ist Wasser das richtige Getränk, und zwar solches Wasser, das für die Zubereitung von Säuglingsnahrung zugelassen ist, also z.B. Leitungswasser. Es ist wichtig, dass der Geschmackssinn von Babys bei Getränken nicht abgelenkt wird. Die Folge kann sein, dass die Kleinen Wasser ablehnen und nur das trinken, was einen gewissen Geschmack hat. Das führt im Laufe des Lebens nahezu immer zu Problemen und erhöht das Risiko für Übergewicht.

Sollte das Baby Wasser verweigern, ist verdünnter Babytee allerdings eine sinnvolle Alternative. Keinesfalls darf das Kind zum Trinken gezwungen werden. Verweigert es krankheitsbedingt die Aufnahme von Flüssigkeit, liegt ein medizinischer Notfall vor.

Was sind Babytees?

Tees für Erwachsene, wie sie als Fertigprodukt verkauft werden, sind für Babys nicht geeignet. Sie enthalten u.a. Aromastoffe, die für die Kleinen ungesund sind. Kinder vertragen Babytees gut, die auch dementsprechend deklariert sind. Es stellt sich aber die Frage, ob sie sinnvoll sind. Tees für Babys gibt es in unzähligen Geschmacksrichtungen, obwohl Babys eigentlich aber keine Abwechslung bei Getränken brauchen.

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Medizinische wirksame Tees

Bei Unwohlsein können Tees für Erleichterung sorgen. Das gilt auch für Babys, die nicht mehr gestillt werden bzw. keine alleinige Ersatznahrung mehr bekommen. Auch für sie sind nur Tees geeignet, die erkennbar für Babys zugelassen sind. Natürlich ersetzt der Tee keinen Arztbesuch. Er kann aber als begleitende Arznei sinnvoll sein. Dabei sollten Eltern unbedingt auf die Mengenangaben achten, wie auch auf die Hinweise zur Zubereitung. Hochwertige Tees gibt es in Apotheken und Drogerien. Preiswerte Tees aus Supermärkten enthalten oft nicht die erforderlichen Mengen der pflanzlichen Wirkstoffe. Achten Sie dazu unbedingt auf die Hinweise auf der Verpackung. Manche Tees sind erst ab einem bestimmten Alter zugelassen.

Diese Tees gibt es auch für Babys

Die Verfassung so kleiner Kinder kann sich innerhalb kurzer Zeit verschlechtern, was einen Arztbesuch erfordert. Bei leichten Störungen und Unwohlsein oder auch begleitend zur medizinischen Betreuung sind Tees eine sinnvolle Ergänzung. Kamille- und Fencheltee eignen sich bei Magen-Darmbeschwerden. Bei Erkältungen eignen sich Tees mit Thymian, der auch in pflanzlichen Hustenlösern enthalten ist. In Apotheken erhalten Sie auch Teemischungen für jedes Kinderalter.

Bedenken Sie aber, dass Babys auf Tees auch empfindlich reagieren können. Nicht jedes Kraut wird vertragen. Süßen Sie den Tee nicht, um das Kind zum Trinken zu animieren. Wenn es den Tee ablehnt, sollten Sie das akzeptieren. Sie können den Tee aber weiter verdünnen, damit sich der Geschmack etwas neutralisiert. Achten Sie auf die Temperatur. Der Tee sollte warm sein und nicht länger als 5 Minuten ziehen.

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