Schlafen in der Schwangerschaft
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Schlafen in der Schwangerschaft – das wird Ihnen helfen

In der Schwangerschaft durchläuft der weibliche Körper viele Veränderungen. Der Einfluss der Hormone und natürlich des wachsenden Kindes beeinflussen den Alltag und auch die Schlafenszeit. Viele Schwangere sind mindestens über Phasen müde und schlafen viel. Was sich an Veränderungen in der Schwangerschaft auch immer ergibt, nahezu immer hat sich die Natur etwas dabei gedacht. Allerdings ist der Umgang mit der Veränderung für die Schwangeren nicht immer einfach. Dazu gehören auch die Probleme beim Schlafen.

Wie viel Schlaf braucht eine Schwangere?

Das Schlafbedürfnis kann in der Schwangerschaft erheblich ansteigen. Schlimmstenfalls ist Müdigkeit der Dauerbegleiter. Ganz besonders im ersten und letzten Schwangerschaftsdrittel kann die Müdigkeit stark ansteigen. Dahinter können sich Komplikationen verbergen, deshalb ist es wichtig, den begleitenden Gynäkologen darüber zu informieren. Mögliche Ursachen sind ein hoher Blutdruck, Diabetes oder andere Störungen. Das bedeutet nicht zwingend, dass das der Fall sein muss. Dennoch ist eine Abklärung wichtig.

Schlafposition – Veränderungen in der Schwangerschaftsdrittel

Empfehlungen über Schlafpositionen nützen der Schwangeren nichts, wenn sie sich in dieser Lage nicht wohlfühlt oder sogar Schmerzen hat. Je nach Lage des Kindes ist es durchaus möglich, dass bestimmte Schlafhaltungen vorübergehend gar nicht möglich sind. Im Nachteil sind natürlich Frauen, die gerne auf dem Bauch schlafen, denn das wird schon recht früh nicht mehr möglich sein. Auch das Schlafen in Rückenlage wird den meisten Frauen im zweiten Schwangerschaftsdrittel unmöglich, denn dann drückt das Kind auf die großen Blutgefäße, wie auch auf die inneren Organe. Ein echtes Risiko entsteht daraus für gewöhnlich nicht. Die Position wird schlichtweg unangenehm und schließlich so schmerzhaft, dass die Schwangere die Haltung verändert.

Welche Schlafposition eignet sich gut

Die beste Schlafposition ist liegend auf der linken Körperseite, denn so werden die meisten Organe und die untere Hohlvene entlastet. Ganz besonders Frauen, die gerne auf dem Rücken oder Bauch schlafen, sollten sich schon früh mit dieser Schlafposition vertraut machen. Das erleichtert später die Umgewöhnung. Kommen Rückenschmerzen hinzu, helfen Kissen bei der Entlastung.

Hilfsmittel für einen erholsamen Schlaf

Viele Schwangere ertragen die Seitenlage nicht, weil der Druck auf das Becken und den Bauch zu hoch wird. In der fortgeschrittenen Schwangerschaft kann die Seitenlage sogar schmerzhaft werden. Eine große Hilfe sind dann große Stillkissen, die anatomisch in einer leichten Biegung geformt sind. Sie werden dann zwischen die Beine geklemmt. Ebenso ruht der Kopf auf dem oberen Ende des Kissens und der oben liegende Arm findet außerdem Halt. Auf diese Weise schläft die Schwangere zwar auf der Seite, kippt aber weniger weit nach vorn, als das ohne Kissen der Fall wäre. Das alles entlastet den Bauch erheblich. Wer kein Stillkissen möchte, kann sich auch mit mehreren einfachen Kissen behelfen, die entsprechend positioniert werden.

Weitere Tipps für einen erholsamen Schlafbedürfnis

Schwangere, die die Möglichkeit dazu haben, sollten tagsüber eine Pause einlegen und versuchen, 20 Minuten zu schlafen. Das kann den Schlafmangel etwas ausgleichen. Am Abend ist leichte Kost wichtig, um die Organe nicht zu überlasten, was wiederum den Schlaf empfindlich stören kann. Ein warmes Bad am Abend oder andere entspannende Aktionen tragen dazu bei, dass die Frau zur Ruhe kommt und besser schlafen kann.

Alkohol in der Schwangerschaft ist tabu. Der mütterliche Organismus kann den Alkohol nicht vom Kind fernhalten. Auch Schlafmittel sind keine Lösung. Bei erheblichen Schlafproblemen eignen sich Tees, die eine beruhigende Wirkung entfalten, sofern sie für Schwangere zugelassen sind. Nehmen die Schlafstörungen noch weiter zu, kann der Arzt eine Krankschreibung erwägen, sofern die werdende Mutter berufstätig ist.

Weitere beruhigende und entlastende Maßnahmen sind Schwimmen in warmer Sole und ein Spaziergang an der frischen Luft. Schwangere, die aus früheren Schwangerschaften wissen, dass sie Probleme mit dem Schlafen bekommen, können sich mit autogenem Training oder Yoga befassen. Viele Yoga-Übungen entlasten den Körper und erleichtern so den Schlaf.

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