Ursachen für eine Salmonellenvergiftung liegt meistens in mangelnder Hygiene bei der Nahrungszubereitung oder nicht sachgemäßer Lagerung verderblicher Speisen.

Salmonellen – So beugen Sie einer Infektion vor

In den Sommermonaten hat sie Hochsaison: Die Salmonellen-Enteritis, eine infektiöse Durchfallerkrankung. Ausgelöst wird sie durch mit Salmonellosen infizierte Nahrungsmittel. Bei den Salmonellosen handelt es sich um stäbchenförmige Enterobakterien, welche sowohl bei Menschen, als auch bei Tieren Beschwerden (meistens Brechdurchfall) verursachen können. Die Ursachen für eine Salmonellenvergiftung liegt meistens in mangelnder Hygiene bei der Nahrungszubereitung oder nicht sachgemäßer Lagerung verderblicher Speisen.

Welche Symptome treten bei einer Salmonelleninfektion auf?

Der Zeitraum der Inkubation (von der Ansteckung bis zum Ausbruch) der Erkrankung ist meistens relativ kurz bemessen, und liegt zwischen 5 bis 72 Stunden. Der Zeitraum ist abhängig davon, wie viele Erreger in unseren Körper gelangt sind. Unsere Magensäure kann anfangs noch durch Verätzen der Krankheitserreger gegensteuern, doch irgendwann haben genügend Bakterien die Barriere überwunden, dringen in die Darmschleimhaut ein, und verursachen dort Entzündungen.

Plötzlich treten dann Beschwerden auf wie heftiges Unwohlsein, Erbrechen und Durchfall, auch Kopfschmerzen sind oft begleitend dabei. Der Betroffene leidet unter erhöhter Temperatur, bei jedem Zweiten steigt das Fieber auf bis zu 39 °C. Die Darmentleerung kann schmerzhaft sein, von Bauchkrämpfen begleitet, im Stuhl können Schleimbeimengungen und auch Blut zu finden sein.

Die Schwere der Symptome ist variabel, ebenso die Dauer. Von wenigen Stunden bis mehreren Tagen ist alles möglich. Manche Menschen bleiben sogar trotz Infektion symptomfrei.

Bei einem sehr geringen Prozentsatz (etwa 5) der betroffenen Patienten kommt es zu einem schwerwiegenden Verlauf der Salmonelleninfektion, und zwar, wenn die Bakterien in die Blutbahn übergehen. Dann können diese nämlich auch an anderen Organen Probleme verursachen, z.B. Lunge, Niere, Herz und Leber, aber auch Hirnhaut oder Harnwege können betroffen sein. Meistens betrifft diese Form (Salmonellen-Sepsis) sehr alte oder immungeschwächte Patienten. Auch für Säuglinge und Schwangere kann eine Salmonelleninfektion unter Umständen gefährlich sein.

Wodurch erkrankt man an einer Salmonellen-Infektion?

  • Mangelnde Küchenhygiene bei der Essenszubereitung (oft in Großküchen),
  • Kontakt mit Ausscheidungen von erkrankten, aber symptomfreien Patienten (betrifft vor allem Pflegepersonal) oder Tieren, auch Haustiere sind betroffen,
  • durch abgestandenes Wasser in Dusch- oder Badewannenschläuchen,
  • wenn die Kühlkette von Nahrungsmitteln unterbrochen wurde,
  • in den heißen Monaten unzureichend gekühlte Nahrungsmittel,
  • verdorbene Nahrungsmittel.

Welche Lebensmittel sind besonders oft betroffen?

  • Eier,
  • Geflügel,
  • rohes Fleisch, vor allem Hackfleisch,
  • Mayonnaise, Puddings, Kartoffelsalat,
  • schlecht gekühltes Eis.

Was kann ich bei einer Salmonellen-Erkrankung tun?

Im Vordergrund steht der Ausgleich des Verlustes an Flüssigkeit und Mineralstoffen mit Wasser, Tee oder Elektrolytlösungen. Bei schwerem und andauernden Erbrechen, bzw. Durchfällen ist manchmal auch eine intravenöse Gabe von Flüssigkeit und Elektrolyten nötig, dann sollte auch der Kreislauf überwacht werden. Meistens geschieht dies im Krankenhaus. Tropfen gegen Übelkeit und Erbrechen können verabreicht werden. Eventuell werden auch fiebersenkende Medikamente notwendig. Auf genügend Flüssigkeitszufuhr in Form von Tee und stillem Wasser sollte geachtet werden, auf Limonade und Kaffee sollte verzichtet werden. Solange die Beschwerden bestehen und einige Tage darüber hinaus sollte der Patient Schonkost zu sich nehmen (Zwieback, fettarme Suppen, Bananen, Kartoffeln) und anschließend wieder langsam an eine normale Kost anschließen.

Wie kann man einer Salmonellen-Infektion vorbeugen?

Räumen Sie sofort nach dem Einkauf Ihre Lebensmittel in den Kühlschrank, vor allem leicht verderbliche.

Bereiten Sie Hackfleisch möglichst noch am Einkaufstag zu

Bringen Sie Auftauflüssigkeit von tiefgefrorenem Fleisch oder Geflügel nicht in Kontakt mit anderen Lebensmitteln.

Achten Sie beim Einkauf auf das Haltbarkeitsdatum der Lebensmittel.

Geflügel- und Fleischgerichte sind gut durchzugaren, ab einer Temperatur von 70 °C werden Salmonellen abgetötet. Auch bei der Zubereitung in der Mikrowelle unbedingt darauf achten, dass die Speisen innen durchgegart wurden.

Vorsicht beim Verzehr von rohen Eiern in Tiramisu oder Mayonnaisen. In heißen Urlaubsländern verzichten Sie am besten ganz darauf.

Achten Sie auf hygienisches Arbeiten in der Küche. Händewaschen vor uns nach dem Umgang mit rohem Fleisch ist natürlich essentiell, ebenso wie die gründliche Reinigung von Messern, Schneidbrettern und Arbeitsflächen.