Säure-Basen-Haushalt

Säure-Basen-Haushalt ausgleichen und gesund bleiben

Übersäuerung ist beim Thema Gesundheit ein häufig genannter Punkt. Die Rede ist vom Säure-Basen-Haushalt, der – einmal aus dem Gleichgewicht – Grund für verschiedene gesundheitliche Störungen sein kann. Aber was bedeutet das und wie können Sie eine solche Entwicklung positiv beeinflussen?

Was ist der Säure-Basen-Haushalt?

Die Stoffwechselprozesse im Körper können nur regelrecht ablaufen, wenn der Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht ist. Aus dem körpereigenen Säure-Basen-Haushalt resultiert der PH-Wert. Im Blut beträgt der Wert etwa 7,4. Auf Abweichungen von der Norm reagiert der Organismus empfindlich, es kann zu lebensgefährlichen Folgen kommen. Von einer Übersäuerung ist bereits die Rede, wenn der PH-Wert im arteriellen Blut unter 7,36 sinkt.

Wie kommt es zu einer Übersäuerung?

Natürlich ist der Körper in der Lage, Schwankungen des Säure-Basen-Haushaltes bis zu einem gewissen Grad auszugleichen. Dazu produziert er sich basische Stoffe, wie Natriumbicarbonat, welches die Nieren bei Bedarf ausscheiden. Schwankungen beim Säure-Basen-Haushalt sind vor diesem Hintergrund immer ein gesundheitliches Problem. Das zeigt auch, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung ist, damit der Organismus den Ausgleich überhaupt schaffen kann. Säuren und Basen, die den PH-Wert schwanken lassen, werden über die Nahrung aufgenommen und im Körper selbst gebildet. Die säurelastige Ernährung ist daher ein gesundheitliches Risiko. Aber auch eine rein basische Ernährung ist nicht anzuraten.

Säure-Basen-Haushalt ausgleichen

Bei der ausgewogenen Ernährung für einen ausgeglichenen Säure-Basenhaushalt drohen Missverständnisse. Zu den basischen Lebensmitteln gehören auch:

Auf der anderen Seite können Säurebringer auch Lebensmittel sein, die im Grundsatz gar nicht ungesund sind. Dazu zählen:

  • Fleisch
  • Käse
  • Quark
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse (Mit Ausnahme von Walnüssen)
  • Vollkornprodukte

Darüber hinaus beeinflusst die Lebensweise den Säure-Basenhaushalt. Sport wirkt dem entgegen. Rauchen hingegen verstärkt die Übersäuerung, wie auch übermäßiger Alkoholgenuss und Stress.

Symptome bei einer Säure-Basen-Verschiebung

Eine Übersäuerung löst keine Erkrankung aus, wohl aber eine Reihe von Symptomen. Dazu gehören:

  • Erschöpfung
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Müdigkeit, Unkonzentriertheit
  • Reizbarkeit
  • Hautveränderung (Schuppenbildung, Falten)
  • Haarausfall

Was können Sie tun, um den Haushalt auszugleichen?

Wenn Sie krank sind oder unter den o.g. Symptomen leiden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihr Säure-Basen-Haushalt ständig um Ausgleich bemüht ist. Sorgen Sie mit angepasster Ernährung dafür, dass Ihr Stoffwechsel entlastet wird. Trinken Sie ausreichend Wasser, essen Sie viel Gemüse, verzichten Sie wenigstens vorübergehend auf Fleisch und Genussgifte. Unternehmen Sie ausgedehnte Spaziergänge oder lassen Sie sich in die Technik von Yoga oder eine anderen Atem-Bewegungs-Lehre einweisen.

Sind Medikamente nötig?

Eine echte Entgleisung des Säure-Basen-Haushaltes muss ärztlich behandelt werden. Leichte Verschiebungen sind unangenehm und ungesund. Medikamente sind aber nicht nötig. Dennoch ergeben manche Nahrungsergänzungsmittel Sinn, wenn Sie die Folgen spüren. Bei den Mitteln handelt es sich zumeist um basische Pulver, die sich gut mit Wasser oder verschiedenen Nahrungsmitteln kombinieren lassen. Sie helfen auch beim Ausgleich, wenn die Belastung für Körper und Geist aktuell besonders hoch ist. Das können Stressfaktoren im Beruf oder Privatleben sein, aber auch zu hohe sportliche Anforderungen.