rissige Knöchel Ursachen und Behandlung

Rissige Knöchel – Ursache und Behandlung

Die Haut auf den Fingerknöcheln wird schon allein durch die viele Bewegung besonders strapaziert. Aber auch klimatische Einflüsse wirken auf die dünne Haut ein, die sich direkt über den Knochen befindet und kaum vom Unterhautfettgewebe versorgt wird.

Wie entstehen rissige Knöchel?

Viele Menschen leiden in der kalten Jahreszeit unter trockener Haut auf den Fingerknöcheln. Früher oder später kommt es dann zu Rissen auf der Haut. Weitere Bewegung verstärkt den schmerzhaften Prozess und stört auch die Heilung. Ganz besonders, wenn die Ursache bestehen bleibt. Natürlich kann die Empfindlichkeit auch im Hauttyp begründet sein. Fettige Haut ist im Vorteil. Normale Haut kann rissig werden, wenn sie besonders großer Belastung ausgesetzt ist. Trockene Haut hingegen ist immer gefährdet, denn sie ist weniger elastisch. Entsprechend sollte die Pflege angepasst werden, damit es gar nicht erst zu größeren Hautschäden kommt.

Trockene Haut gründlich pflegen

Trockene Haut ist anfällig, da der Schutzmantel nicht vollständig aufgebaut werden kann. Entstehen nun Risse, können Keime leichter eindringen. Entzündungen sind die Folgen, die sich auch nicht immer vermeiden lassen. Betroffen sind davon vor allem:

  • Diabetiker
  • Allergiker
  • Einige Berufsgruppen
  • Frauen in den Wechseljahren

Bei Diabetikern ist die Durchblutung kleiner Gefäße oft gestört. Sie können deshalb umso schlechter auf Hautreizungen reagieren. Für sie und für Allergiker ist es wichtig, die Haut vor reizenden Substanzen zu schützen. Das gilt auch für berufsbedingte Hautbelastungen. Sie treffen vor allem die Menschen, die häufig Kontakt zu hautaggressiven Substanzen haben. Darüber hinaus können Hautprobleme auch die Folge von Vitaminmangel und Hormonschwankungen sein.

Rissige Knöchel verhindern

Rissige Knöchel sind weit mehr als nur ein kosmetisches Problem. Wer zu rissiger Haut an stark beanspruchten Stellen neigt, sollte sie daher schützen. Bei Temperaturschwankungen und kaltem Wetter sind Handschuhe der beste Schutz. Das gilt auch bei Kontakt zu reizenden Stoffen. Häufiges Händewaschen ist in manchen Berufen vorgeschrieben. Dabei ist darauf zu achten, dass die Reinigungsmittel die Haut möglichst nicht angreifen. Völlig zu verhindern ist das nicht. Schließlich ist das Ziel, die Haut von schädlichen Stoffen zu befreien. Nach dem Waschen brauchen die Hände eine rückfettende Pflege, die sie aber auch nicht überversorgt. Hier eignen sich Cremes auf Gelbasis mit beruhigenden Pflegestoffen.

Die Behandlung rissiger Knöchel

Rissige Knöchel brauchen mehr als nur pflegende Cremes. Bei ausgeprägter Symptomatik kann der Arzt eine Kortisonsalbe verschreiben, wenn es keinen erkennbaren äußeren Auslöser gibt und von einer allergischen Reaktion ausgegangen werden muss. Cortison eignet sich aber nicht für die Dauerbehandlung, sondern nur, um starke Reaktionen der Haut zu unterbrechen. Wassermangel kann die Entstehung rissiger Haut begünstigen. Wer unter solchen Problemen leidet, sollte daher darauf achten, täglich 1,5 bis 2 Liter Wasser zu trinken. Das Wasser mit ungesüßtem Tee oder einem Schuss Saft geschmacklich zu verbessern, ist unbedenklich.

Hausmittel gegen rissige Hände

Es muss nicht immer eine Creme sein. Wer etwas Zeit hat, sollte den Händen eine Packung anfertigen. Gut geeignet ist Quark in Verbindung mit einem hochwertigen Öl. Aber auch Sheabutter hat sich bewährt. Die Hände werden dann in ein Leinentuch gewickelt, damit die Pflegestoffe einziehen können. Nach 30 Minuten wird die Paste mit klarem Wasser abgespült. Es ist besser, die Haut anschließend abzutupfen, anstatt sie trockenzureiben, um sie nicht zusätzlich zu reizen. Wer die Haut über die ganze Nacht pflegen will, kann pflegende Gele verwenden und Baumwollhandschuhe anziehen.

Ab wann ist ein Arztbesuch nötig?

Ein Arztbesuch empfiehlt sich, wenn:

  • Entzündungen entstehen
  • Die Ursache unklar ist
  • Die Hautrisse sich ausdehnen
  • Kinder betroffen sind
  • Die Reaktion auf eine chemische Substanz folgt

Rissige Haut ist schmerzhaft und sieht unschön aus. Eine Behandlung ist aber in den meisten Fällen gut möglich, kann allerdings eine längere Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb ist es wichtig, früh zu reagieren.