Nordic Walking: Perfekt für Einsteiger

Nordic Walking gilt als eine der gesundesten Sportarten überhaupt und erfreut sich besonders bei den Deutschen großer Beliebtheit. Doch was macht das schnelle Gehen eigentlich so gesund? Was sollten gerade Einsteiger beachten, wenn sie mit dem Walken anfangen wollen? Und wie sieht das geeignete Equipment aus? Wir haben das wichtigste für Sie zusammengefasst.

Was macht die Sportart Nordic Walking eigentlich so gesund?

Durch das schwungvolle Gehen wird der Stoffwechsel angeregt. Die Walking-Stöcke sorgen zudem dafür, dass auch die Arme mitbewegt werden, was bei einem „normalen Spaziergang“ nicht der Fall ist. So werden die Muskeln in den Armen, im Rücken und in den Schultern gestärkt. Die Bewegung an der frischen Luft kann außerdem den Kreislauf in Schwung bringen. Wer regelmäßig walkt und sich gesund ernährt, kann sogar das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes oder altersbedingte Rückenschmerzen deutlich senken.

Der Kalorienverbrauch beim Walken

Wer sich beim Walken nicht nur auf Straßen und Wege beschränkt, sondern auch bergauf und bergab geht, trainiert den Körper noch intensiver und verbrennt noch mehr Kalorien. Beim Nordic Walking werden bei einer Geschwindigkeit von 6 km/h durchschnittlich etwa 400 Kalorien pro Stunde verbrannt. Wer schneller geht und trainiert ist, bei dem können es sogar bis zu 600 Kalorien pro Stunde sein. Der individuelle Kalorienverbrauch hängt dabei immer von den eigenen körperlichen Voraussetzungen und dem Gehtempo ab. In jedem Fall kann das Walken aber hervorragend beim Abnehmen helfen – und ist im Gegensatz zum Joggen deutlich schonender für die Knie.

Perfekt geeignet für Einsteiger: Doch was sollte man beim Nordic Walking beachten?

Der Outdoor-Sport birgt ein relativ geringes Verletzungsrisiko, was ihn gerade für Einsteiger besonders attraktiv macht. Dennoch kann es helfen, als Einsteiger einen Nordic-Walking-Kurs zu belegen, in dem die Basics von einem Trainer erklärt werden. Wichtig ist es beispielsweise, die Stöcke richtig abzusetzen, sich nicht darauf abzustützen oder beim Gehen die Fersen nicht zu sehr zu belasten. Auch bei der Schrittlänge sollte man stets darauf achten, keine zu großen Schritte zu machen, um Knie und Hüfte zu entlasten. Wenn die Technik sitzt, kann man dann auch ohne Trainer loslegen.

Wie sieht das geeignete Equipment aus?

Die wichtigste Voraussetzung fürs Nordic Walking sind geeignete Schuhe und die richtigen Nordic-Walking Stöcke. Diese findet man beispielsweise im Sportfachhandel. Die Schuhe sollten atmungsaktiv sein und eine gute Dämpfung haben. Bei den Stöcken sollte man auf ein geringes Gewicht achten. Auch verstellbare Handschlaufen sollten nicht fehlen – da sie dank der individuellen Anpassung für den nötigen Halt sorgen – sowie eine Gummikappe am Ende des Stocks, da diese dafür sorgt, dass der Stock nicht nach hinten wegrutscht. Die Länge der Nordic Walking Stöcke (in cm) kann man mit folgender Formel ungefähr berechnen:  Körpergröße (in cm) x 0,68. Wenn man den Stock senkrecht auf den Boden stellt und am Griff festhält, sollte der Winkel im Ellenbogen bei 90 Grad liegen. Funktionale Sportbekleidung, die die Körperfeuchtigkeit und –wärme regulieren, runden das Walking-Equipment ab.