Mythos oder Wahrheit Sonnebrand durch die Autoscheibe

Mythos oder Wahrheit – Durch die Autoscheibe bekomme ich Sonnenbrand

Lange Autofahrten im Sommer, ganz besonders zur Urlaubszeit, sind für viele Menschen selbstverständlich. Aber was ist mit den UV-Strahlen, die durch die Scheiben auf die Haut treffen? Kann das Glas die schädlichen Strahlen herausfiltern oder sind andere Schutzmaßnahmen notwendig?

Wie viel UV-Strahlen durchdringen die Autoscheiben?

Jeder, der regelmäßig mit dem Auto unterwegs ist, kennt das Problem, wenn die Sonnenstrahlen durch die Scheiben auf die Haut treffen. Bei langen Fahrten droht sogar der Sonnenbrand (siehe hierzu auch „Die Haut vor Sonne schützen„). Darüber hinaus erhöhen UVA- und UVB-Strahlen die Gefahr von Hautkrebs. Die Frontscheibe lässt diese Strahlen zwar kaum durch, bei allen anderen Scheiben ist das jedoch nicht der Fall. Das bedeutet, dass nur Fahrer und Beifahrer vor der Strahlung geschützt sind, die von vorn kommt.

Schutz vor der Sonne im Auto

Im Handel sind Folien für Autoscheiben erhältlich, die die UV-Strahlen nicht hindurchlassen. Es gibt sie in verschiedenen Farbabstufungen und sie sollten möglichst von einer Fachwerkstatt angebracht werden. Der Vorteil der Folien ist aber auch, dass sich das Auto weniger aufheizt. Die Klimaanlage kann niedriger eingestellt werden, was dem Spritverbrauch zugute kommt. Außerdem verhindern hochwertige Folien bei Unfällen, dass die Insassen durch Splitter verletzt werden. Die Verwendung der Folien ist gesetzlich geregelt. Tönungsfolien dürfen nur im hinteren Bereich des Fahrzeugs angebracht werden. Der Fahrer muss erkennbar sein. Theoretisch kann die Zulassungsstelle eine Ausnahmegenehmigung für Folien auf den vorderen Seitenfenstern erteilen. Dazu muss der TÜV die Veränderung abnehmen. Da solche Fälle sehr selten sind, ist damit zu rechnen, dass der TÜV die Abnahme verweigert. Problematisch ist das für Autofahrer, die bereits an Hautkrebs erkrankt sind, viel mit dem Auto unterwegs sind und sich schützen wollen. Es gibt inzwischen einzelne Hersteller, die Folien anbieten, die über die vorgeschriebene Lichtdurchlässigkeit verfügen und trotzdem UV-Strahlen abhalten. Standard sind solche Angebote noch nicht. Auch ist es immer sinnvoll, solche „Umbauten“ vorab mit dem TÜV zu klären, da sie sehr teuer sein können.

Augen auf beim Autokauf

Familien mit kleinen Kindern, Vielfahrer, Personen mit Hautkrebs und solche, die unter Hautauffälligkeiten leiden, brauchen beim Autofahren besonderen Schutz. Im asiatischen Raum sind inzwischen auch Autos mit Spezialglas erhältlich. Dieses Glas lässt nur etwa 10 % der UV-Strahlung durch. In Europa ist dieses Glas bislang nicht erhältlich, weil das Interesse nicht vorhanden ist. Durch die steigenden Zahlen von Patienten mit Hautkrebs könnte sich das in Zukunft ändern. Kleine Scheiben helfen ebenfalls beim Schutz gegen Sonnenstrahlen. Außerdem heizt sich das Fahrzeuginnere weniger auf.

Gehen Sie nach dem Essen auch nicht schwimmen, und hüten Sie sich vor Nasensprays, weil Sie süchtig machen? Im medizinischen Bereich gibt es eine ganze Reihe an Behauptungen – aber stimmen sie eigentlich wirklich? In unserem Blog stellen wir einige dieser Gesundheitsmythen auf den Prüfstand.

Das ist beim Autofahren zu beachten

Sobald die Temperaturen steigen, sollte die Sonnencreme bei jeder Fahrt im Handgepäck sein. Vor allem bei Fahrten auf der Autobahn können zäh fließender Verkehr und Staus für ein deutlich höheres Sonnenbrandrisiko sorgen. Kurzfristig können Sie im hinteren Bereich Tücher in die Fenster geklemmt. Dauerhaft eignen sich auch dunkle Netze, die mit Saugnäpfen an den Scheiben befestigt werden. Autofahrer können ihre Hände außerdem mit Handschuhen schützen. Was sich zu Beginn noch ungewohnt anfühlt, bringt deutliche Linderung, ganz besonders für Vielfahrer. Neben Handschuhen für Autofahrer haben sich vor allem Handschuhe für den Reitsport, wie sie auch im Versandhandel erhältlich sind, bewährt. Sie sind aus sehr weichem Leder oder aus atmungsaktivem Stoff gefertigt, stören die Bewegung der Hände nicht und bieten doch Schutz.

Pausen nicht vergessen

Bei langen Etappen, Staus und hohen Temperaturen, sind Pausen während der Autofahrt ohne Klimaanlage besonders wichtig. Die Gefahr eines Sonnenbrandes lässt sich so auch reduzieren („Sommer, Sonne, Sonnenbrand? Unsere Tipps zum Sonnenschutz„). Wer weite Strecken plant, sollte das berücksichtigen. Empfindliche Personen, besonders Familien mit Kindern sollten die Etappen so planen, dass sie nicht ausgerechnet in der Mittagshitze unterwegs sind. Besser geeignet sind die frühen Morgenstunden. Nachtfahrten haben zwar Vorteile, können aber den Schlafrhythmus empfindlich stören und eignen sich nur für Menschen, die damit zurechtkommen.