Wirkung von Kurkuma

Kurkuma – das goldene Gewürz mit Heilkräften

Kurkuma ist ein Gewürz aus Südostasien. Vor allem in Indien ist das als Gelbwurz bekannte Gewürz aus dem Alltag kaum wegzudenken. Aber auch in Deutschland wird es längst nicht mehr nur bei exotischen Gerichten verwendet, denn Kurkuma kann viel mehr.

Was ist Kurkuma?

Kurkuma ist ein Ingwergewächs und kann bis zu einem Meter hoch werden. Die Ähnlichkeit zum Ingwer ist leicht erkennbar, denn die hellgrünen, schilfartigen Blätter sehen denen des Ingwers sehr ähnlich.

Indem Kurkuma unterirische Rhizome bildet, pflanzt sich die Pflanze fort. Dieser Wurzelstock ist auch der Teil der Pflanze, der weiterverarbeitet wird. Die Pflanzenteile werden meistens getrocknet und dann zu Pulver verarbeitet. Dass Kurkuma den Gewürzen Alpinia und Kardamom ähnelt, ist kein Zufall. Die Pflanzen sind miteinander verwandt. Kurkuma wächst mit etwas Geschick auch auf der heimischen Fensterbank. Dazu sind unbehandelte Teile der Wurzel nötig, die schließlich zu keimen beginnen und eingepflanzt werden. Die Wurzel braucht Platz und deshalb einen entsprechend großen Topf. Wie Ingwer benötigt Kurkuma viel Zeit, um zu wachsen. Erst etwa neun Monate, nachdem die ersten Pflanzenspitzen aus der Erde ragen, kann die Wurzel ausgegraben und verwendet werden.

Die Heilwirkung von Kurkuma

In der traditionell chinesischen Medizin ist Kurkuma schon lange bekannt. Auch Ayurveda kennt das Gewürz mit dem leicht scharfen Geruch und der intensiv-goldenen Farbe.

Kurkuma enthält den Wirkstoff Curcumin. Curcumin wird Lebensmitteln mitunter auch künstlich hinzugefügt. In der Zutatenliste wird dies mit der Bezeichnung E100 kenntlich gemacht. Eine medizinische Wirkung ergibt sich daraus aber nicht. Vielmehr wird der Zusatz verwendet, um eine intensive Färbung zu erreichen oder den Geschmack zu verbessern. Die Wirkung der Kurkuma auf die Gesundheit ist Gegenstand aktueller Forschung und heiß umstritten. Unter anderem geht man von folgenden möglichen Wirkungen aus:

  • Entzündungshemmend
  • Schmerzstillend
  • Ausleitend
  • Hemmend auf östrogenbedingten Knochenabbau
  • Senkt den Cholesterinspiegel

Kurkuma findet außerdem in der Krebsprophylaxe Erwähnung. Grund ist die antineoplastische Wirkung, die die Tumorentwicklung hemmen kann. Aber auch die Anteile von Kaffeesäure spielen hier eine Rolle, denn hier gilt die präventive Wirkung auf die Entstehung von Magenkrebs als sehr wahrscheinlich. Außerdem ist Kurkuma in der Lage, die Produktion von Nitrosaminen zu hemmen. Nitrosamine werden über die Ernährung aufgenommen, teilweise im Körper aber auch selbst gebildet und gelten als krebserregend.

Alzheimer und Kurkuma

Die Entstehung von Alzheimer ist noch nicht vollständig erforscht. Dennoch gibt es therapeutische Ansätze, die erfolgversprechend sind. Alzheimer ist bis heute nicht heilbar, der Verlauf lässt sich aber beeinflussen. Unter anderem vermutlich durch Kurkuma. Da die degenerative Erkrankung vor allem durch entzündliche Prozesse und Ablagerungen verursacht wird, greift hier die Wirkung der antioxidativen Fähigkeit von Kurkuma, die sich positiv auf die Erkrankung auswirkt. Studienergebnisse stehen zwar noch aus, dennoch gibt es positive Rückmeldungen von Wissenschaftlern, die Kurkuma in die Behandlung einbeziehen.

Wirkung auf das Immunsystem

Kurkuma hat eine antivirale und antibakterielle Wirkung. Sie wirkt aber nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich. Das ist gerade bei der schwierigen Behandlung von Viruserkrankungen wichtig, denn hier sind die therapeutischen Möglichkeiten begrenzt. Ein typisches Beispiel für die Wirkung ist die Linderung bei Lippenherpes. Hier kann eine Paste aus Kurkuma eine deutliche Verbesserung erwirken. Das gilt auch für andere Hautveränderungen. Die aus 20 g Kurkuma und etwas Wasser oder Honig hergestellte Paste sollte allerdings nach 30 Minuten wieder abgewaschen werden. Gegen Erkältungen und weitere Infekte wird oft Goldene Milch mit Kurkuma empfohlen.

Rezept goldene Milch

Ob zur schmerzlindernden und antientzündlichen Behandlung von Gelenkerkrankungen oder zur Vorbeugung, die Goldene Milch mit Kurkuma gilt als besonders gesunder Genuss. Dafür werden folgende Zutaten benötigt:


Zutaten für 2 Tassen Goldene Milch:

  • 500 ml Milch
  • 1 TL Honig
  • 1,5 TL Kurkuma
  • 1 TL Zimt

Das Rezept können Sie je nach Geschmack mit 1/2 TL Kardamom, 1 Prise Pfeffer und 1 Stück Ingwer ergänzen. Alternativ zur Kuhmilch können Sie natürlich auch Pflanzenmilch verwenden (z. B. Reis-, Soja-, Mandelmilch u.v.m.).

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