Hausmittel gegen Schwangerschaftsstreifen

Hausmittel sind bewährte Mittel gegen Krankheiten und Symptome. Dass einige Hausmittel auch gegen Schwangerschaftsstreifen helfen können, ist vielen Betroffenen nicht bekannt.

Was sind Dehnungsstreifen?

Dehnungsstreifen sind insgesamt eine häufige Folge starker Gewichtszunahme, wenn die Kollagenverbindungen in der Unterhaut durch die Belastung reißen. Betroffen können auch Mädchen sein, deren Brust in der Pubertät zu schnell wächst. Aber auch der Bauch ist anfällig für Dehnungsstreifen. Hier sind vor allem Frauen in der fortgeschrittenen Schwangerschaft gefährdet.

Welche Körperregionen sind besonders gefährdet?

Dehnungsstreifen können an allen Körperregionen auftreten. Naturgemäß sind die Körperstellen, an denen es stärker zu Fettansammlung kommt, häufiger betroffen – darunter Gesäß, Hüfte und Oberarme. Die Brust ist auch bei erwachsenen Frauen besonders gefährdet. Frauen mit großer Brust sollten zu stützenden Büstenhaltern greifen, ganz besonders beim Sport. Dehnungsstreifen zeigen sich zuerst in feinen bläulichen Linien. Im Laufe der Zeit werden die Risse deutlich heller und bleiben als längliche Narben sichtbar. In Extremfällen können sie bis zu zwei Zentimeter breit werden. Auch Vertiefungen sind möglich. Meist sind Frauen betroffen, allerdings können auch Männer Dehnungsstreifen entwickeln. Dehnungsstreifen sind ein reiner Schönheitsfehler und kein Gesundheitsrisiko. Die Prävention verspricht mehr Erfolge als die Behandlung.

Hausmittel gegen Dehnungsstreifen

Schwangere sollten Hausmittel gegen Dehnungsstreifen nur in Absprache mit dem begleitenden Arzt anwenden. Das gilt auch für naturheilkundliche Präparate.

Diese Mittel und Maßnahmen haben sich bewährt

  • Cremes mit hohem Zinkanteil
  • Lebensmittel mit Zink und Vitamin E
  • Zupfmassagen mit Öl
  • Wechselduschen

Zink gegen Dehnungsstreifen

Zink hat sich für die äußere und innere Anwendung gegen Dehnungsstreifen bewährt. Für die äußere Anwendung helfen Cremes mit Zink aus der Apotheke. Bewährt haben sich auch Narbenpflegeöle, die ebenfalls Zink enthalten. Bestenfalls enthalten die Zinkpräparate auch Vitamin E. Die Kombination hat sich als wirkungsvoll gezeigt, um Dehnungsstreifen abzumildern. Schwangere sollten vor der Einnahme von Zinkpräparaten erst ihren Arzt befragen. Das gilt besonders für hoch dosierte Nahrungsergänzungsmittel. Für Schwangere hat sich die Zupfmassage mit Öl bewährt, die zudem risikolos ist.

Lebensmittel mit Zink und Vitamin E

Lebensmittel mit einem hohen Anteil von Zink und Vitamin E können der Entstehung von Dehnungsstreifen entgegenwirken. Zu empfehlen sind:

  • Haferflocken
  • Rind- und Kalbfleisch
  • Käse
  • Cashewkerne
  • Mandeln
  • Haselnüsse

Die Portionen sollten maßvoll berechnet werden. Eine Handvoll Nüsse und Mandeln am Tag genügen vollkommen. Das gilt generell für die meisten anderen reichhaltigen Lebensmittel. Mit 100 bis 150 g pro Tag ist der Sättigungsgrad der Inhaltsstoffe erreicht.

Zupfmassage mit Öl

Öl für die äußere Anwendung bedeutet für Schwangere jedoch kein Risiko. Es wird äußerlich angewendet und ist auch für alle anderen Betroffenen von Dehnungsstreifen geeignet. Für die Anwendung wird das Öl zweimal täglich in kleinere Menge auf die betroffene Haut aufgetragen. Anschließend empfiehlt sich die Zupfmassage. Dazu wird die Haut sanft zwischen Zeigefinger und Daumen angehoben, also gezupft. Alternativ zu Sesamöl eignet sich auch Mandelöl. Die verwendeten Öle sollten allerdings rein und frei von Zusätzen sein. Dehnungsstreifen lassen sich nicht immer vermeiden. Das Ausmaß lässt sich aber beeinflussen. Sport festigt das Bindegewebe und wirkt der Entstehung von Dehnungsstreifen in jedem Alter entgegen.

Wechselduschen

Für die Wechselduschen genügen zwei bis drei Minuten Aufwand täglich. Es empfiehlt sich, den Brausekopf abzuschrauben und für die Wechseldusche nur den weichen Strahl aus dem Schlauch zu verwenden. Das Wasser sollte zunächst warm sein, dann wird die Temperatur reduziert. Es ist auf die Reaktion des Körpers zu achten. Vor allem am Anfang sollte es nicht übertrieben werden. Betroffene einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sollten sich vorher mit einem Arzt absprechen.

Begonnen wird am rechten Fuß, also der Region, die am weitesten vom Herzen entfernt ist. Der Strahl wandert dann in kreisenden Bewegungen langsam außen am Bein zur Hüfte und über die Innenseite des Beins zum Fuß. Dann folgt das linke Bein. Auch die Arme und der Bauch lassen sich so abduschen. Auf die kalte Behandlung folgt das warme Wasser. Im Anschluss wird die Behandlung einmal wiederholt.