Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen können absolut fies sein: Schmerzend oder drückend, es kann ein Ohr oder beide betroffen sein, manchmal auch nur beim Kauen auftreten. Um sie richtig behandeln zu können, sollten Sie die Ursache abklären lassen. Da aber die Hauptursache für Ohrenschmerzen meistens Erkältungskrankheiten sind, wird sich die eurapon-Apotheke der Hausmittel darauf konzentrieren. Vor allem bei Kindern passiert es sehr häufig, dass Bakterien aus dem Nasen-Rachen-Raum in das Ohr gelangen und eine Mittelohrentzündung verursachen.

Kurz erwähnt seien jedoch noch weitere mögliche Auslöser für Ohrenschmerzen:

  • Erkrankungen oder Verletzungen von Ohrmuschel, Gehörgang, Trommelfell, Mittel- oder Innenohr
  • Pfropfen aus verhärtetem Ohrenschmalz
  • Erkrankungen der Zähne oder des Kiefergelenks
  • Entzündete Ohrspeicheldrüse
  • Halswirbelsäulenprobleme
  • Extreme Veränderungen des Luftdrucks (Tauchen, Knalltrauma…)

Wenn Sie eine dieser Ursache hinter Ihren Ohrenschmerzen vermuten, bzw. die erkältungsbedingten Schmerzen mehrere Tage anhalten, raten wir Ihnen unbedingt zu einem Termin beim Hausarzt oder HNO-Spezialisten.

Zwiebel hilft bei Ohrenschmerzen

Solange die Ohrenschmerzen noch nicht stark ausgeprägt sind und kein Fieber hinzugekommen ist, gibt es eine Reihe wirksamer und sanfter Hausmittel, die Sie probieren können. Beispielsweise wirken Senföle lindernd bei Entzündungen. Und jede Menge Senföle enthält – die Zwiebel. Schneiden Sie eine Zwiebel in kleine Stückchen und erhitzen Sie diese. Schlagen Sie die Stückchen in ein Baumwolltuch und legen Sie diesen Wickel auf das schmerzende Ohr. Aber Vorsicht: nicht zu heiß auflegen! Am besten hilft eine Mütze gegen das Verrutschen. Nach einer halben Stunde können Sie den Wickel entfernen.

Sie können sogar Ohrentropfen aus einer Zwiebel herstellen: Dazu pressen Sie rohe Zwiebelstücke z.B. durch eine Knoblauchpresse und füllen den Saft in ein Fläschchen mit Pipette. Anschließend einige Tropfen in das schmerzende Ohr geben, und mit einem Wattebausch „abdichten“.

Alternativen zur Zwiebel

Ein weiterer Helfer aus der Küche ist die Petersilie. Hacken Sie einen Bund davon klein, wickeln Sie die Petersilie in ein Stück Baumwolltuch oder Verbandsmull und legen Sie den Umschlag für eine halbe Stunde auf das betroffene Ohr.

Überhaupt wirkt Wärme wohltuend und lindernd bei Ohrenschmerzen, Sie können also auch eine Rotlichtlampe oder ein Wärme-Gelkissen verwenden. Achten Sie jedoch stets darauf, dass die Haut nicht zu heiß wird. Es soll sich angenehm wärmend anfühlen.

Wenn Sie Umschläge als angenehm empfinden, empfiehlt es sich, einen Waschlappen mit warmen Kamillentee oder erwärmtem Olivenöl zu tränken. Haben Sie öfters unter Ohrenschmerzen zu leiden, können Sie auch Königskerzenöl selbst herstellen. Dazu füllen Sie 2/3 einer Flasche mit frischen Blüten einer Königskerze und füllen den Rest mit Olivenöl auf. Stellen Sie die Flasche 4 Wochen an einen warmen, lichtgeschützen Ort und schütteln Sie sie täglich. Danach können sie das Öl abseihen und verwenden.

Empfinden Sie hingegen Wärme als unangenehm, versuchen Sie einen Wickel mit Heilerde, welche mit kaltem Wasser angerührt wird. Der Brei wird auf ein Baumwolltuch gestrichen und auf das Ohr gelegt.

Wirksame Kräutertees bei Ohrenschmerzen

Bei Erkältungskrankheiten mit begleitenden Ohrenschmerzen wird oftmals auf eine Teemischung aus Lindenblüten, Angelikawurzel, Attichwurzel und Holunderblüten zurückgegriffen. Der Tee ist schweißtreibend, anschließend sollte Bettruhe eingehalten werden. Auch Kamille und Pfefferminze haben sich aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle bewährt.

Vorsicht bei der Verwendung von Ohrenkerzen

Sogenannte Ohrenkerzen aus Bienenwachs etc. werden in den Gehörgang gesteckt und abgebrannt. Sie sind rund 20 bis 30 cm lang und innen hohl. Ebenso sollten sie unbedingt am unteren Ende einen Filter oder ein Stück Aluminiumfolie etc. haben, damit keine Wachsreste in den Gehörgang fließen können. Sie dienen der Entfernung von Ohrenschmalz, sollen aber auch entspannend und durchblutungsfördernd sein und für Druckregulation in den Nasennebenhöhlen sorgen.

Die Behandlung sollte jedoch nur von Personen, die im Umgang mit Ohrenkerzen vertraut sind, durchgeführt werden, und die verwendeten Kerzen auch unbedingt den Sicherheitsbestimmungen entsprechen. Keinesfalls ist eine Therapie mit Ohrenkerzen ein Hausmittel für akute Ohrenschmerzen, Verletzungen des Trommelfells oder entzündliche Erkrankungen!

Zum Thema Ohrenschmerzen finden Sie anbei noch weitere nützliche Links:

https://www.naturheilkunde.co/selbstbehandlung/ohrenschmerzen/

https://www.gesundheit.de/krankheiten/hals-nasen-ohren/ohrenentzuendung/ohrenschmerzen-behandeln

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