Zuckerfreie Ernährung

Gesünder in die Zukunft ohne Zucker

Zucker schmeckt so gut, dass es den meisten Menschen sehr schwerfällt, darauf zu verzichten. Dieser Verzicht wird umso komplizierter, je mehr versteckte Zucker sich in der Nahrung befinden. Wer dem Zucker in der Nahrung ausweicht, hilft der Gesundheit.

Komplett zuckerfrei – geht das?

Ganz zuckerfrei zu leben, ist kaum möglich. Schließlich enthalten auch unveränderte Nahrungsmittel, wie Obst und Gemüse, Zucker. Allerdings geht es bei der Idee vom zuckerfreien Leben gar nicht um diesen Zucker, sondern um Industriezucker, der der Nahrung zusätzlich beigefügt wird. Wer sich darauf einlässt, sollte trotzdem daran denken, dass zum Beispiel Honig und Bananen zwar Naturprodukte, aber trotzdem sehr süß sind. Der Konsum von süßen Gerichten beeinflusst den Geschmackssinn, denn Zucker bedeutet Energie und Energie ist das, was der Körper will. Schuld ist der uralte Teil des menschlichen Bewusstseins, der davon ausgeht, dass Nahrungsressourcen begrenzt sind. Hier erzieherisch einzuwirken und dem Organismus den Zuckerhahn zuzudrehen, ist sinnvoll, ganz besonders wenn folgende Signale vorliegen:

  • Verdauungsstörungen
  • Heißhungerattacken
  • Leistungseinbrüche nach Mahlzeiten
  • Übergewicht

Die gute Nachricht ist: Ein zuckerarmes Leben ist nicht nur möglich, sondern auch gesund. Das gilt nicht nur für die Zahngesundheit. Der gesamte Organismus profitiert davon. Die Umstellung ist aber nicht ganz einfach.

Was passiert bei zuckerarmer Ernährung?

Zunächst ist es wichtig, sich eigene Essensgewohnheiten genauer anzusehen. Wenn Sie gerne süß essen, merken Sie oft gar nicht mehr, wie viel Zucker Sie sich nebenbei zuführen. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass der Griff zur Schokolade erst dann ins Bewusstsein gelangt, wenn die Süßigkeit schon im Mund ist. Mit der Zeit nimmt die Achtsamkeit zu und der Automatismus lässt nach. In der ersten Zeit kann der Zuckerhunger sich verstärkt melden und fast einen Suchtcharakter entwickeln. Das lässt aber nach einigen Tagen von allein nach.

So verändert sich die Gesundheit

Auch wenn der Zuckerhunger zunächst bleibt: Wer sich für eine zuckerarme Ernährung entschieden hat, wird folgende Verbesserungen wahrnehmen:

  • Das Sättigungsgefühl setzt früher ein
  • Die Pfunde purzeln
  • Müdigkeitsanfälle lassen nach
  • Der Schlaf verbessert sich
  • Der Geschmacksinn wird besser
  • Das Hautbild wird feiner
  • Die Verdauung normalisiert sich

Die Gesundheit verbessert sich aber auch dort, wo es nicht sichtbar ist. Vor allem die Blutgefäße und das Herz profitieren vom Verzicht auf Süßigkeiten.

Wie gelingt die Umstellung?

Die Umstellung beginnt mit der Entscheidung, auf Süßigkeiten zu verzichten und beim Einkaufen genau darauf zu achten, ob in vorbereiteten Nahrungsmitteln Zucker enthalten ist. Das fordert mehr Zeit fürs Einkaufen und Durchhaltevermögen. In der Umstellungsphase sind Hungerattacken auf Zucker normal. In dieser Zeit ist es auch in Ordnung, wenn Sie sich einen Löffel echten Honigs gönnen. Der schlimmste Zuckerhunger sollte damit nachlassen. Es darf experimentiert werden. Manchen hilft eine Tasse Kaffee, andere profitieren von einer Handvoll Nüsse. Es lohnt sich, stark zu bleiben. Außerdem ist es wichtig, die Mahlzeiten umzustellen. Hunger auf Zucker zwischen den Mahlzeiten kann auch ein Hinweis sein, dass das Essen nicht ausreichend war. Das sollte sich ändern. Die feste Mahlzeit sollte für mindestens vier Stunden vorhalten.

Das Frühstück

Porridge ist wieder in Mode gekommen. Mit Pflanzenmilch ist der gesunde Brei leicht süß und enorm sättigend. Aber auch Spiegeleier oder ein Omelett sind eine gute Entscheidung.

Das Mittagessen

Hier ist Vorsicht geboten, wenn Sie unterwegs essen. Wer die Möglichkeit hat, sollte vorkochen und die Mahlzeit mit viel Gemüse am Arbeitsplatz aufwärmen. Alternativ eignen sich selbstgemachte Smoothies, die mit Samen (Chia, Leinsamen) angereichert werden. Ein solcher Smoothie sättigt für lange Zeit. Nudeln und Pizza sind tabu.

Das Abendessen

Für das Abendessen eignet sich ein Stück Fleisch, Quark, aber auch ein Gemüseteller. Brot hingegen enthält viele Kohlenhydrate und damit auch viel Zucker. Rohkost ist für den Abend eher nicht geeignet.

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