Bartpflege

Gesunde Bartpflege

Vollbart, Dreitagesbart, Moustache: Der Trend zum Bart scheint gekommen, um zu bleiben, denn auch 2018 ist die männliche Gesichtsbehaarung absolut angesagt. Ein Bart wirkt maskulin, selbstbewusst, imposant und signalisiert Tugenden wie zupacken können und Kraft. Fragt man, wie die Frauen dazu stehen, so ist der eindeutige Favorit der Dreitagebart. Ausgefallene Bartkreationen, wie geflochtene oder gezwirbelte Bärte, kaiserliche Backenbärte oder auch Schnurrbärte stehen einer Umfrage von Men’s Health zufolge ziemlich weit hinten auf der weiblichen Hitliste.

Egal, für welche Bartform Sie sich letztlich entscheiden – wichtig ist auf jeden Fall, dass der Bart gepflegt und top gestylt ist. Wie Sie das am besten angehen, und was es sonst noch Wissenswertes zum Thema sprießende Gesichtsbehaarung gibt, erfahren Sie hier…

Sind Bärte wirklich unhygienisch?

Glaubt man manchen Artikeln im Netz, überkommt einem der kalte Schauer: In Bärten sollen ähnlich viele Keime zu finden sein wie in Toiletten. Auf manchen Seiten wird vor dem Küssen mit einem Bartträger gewarnt. Bedeutet das das Aus für den trendy Hipsterbart? Mitnichten, denn würden Sie sich aus Angst vor Bakterien auch die Kopfhaare abscheren? Wohl eher würden Sie zu einem Shampoo greifen und die Haare waschen. Und genau das kann und soll man natürlich auch mit einem Bart machen!

Übrigens: Bei glatt rasierten Männern landen die Keime, die in den Studien in den Bärten gefunden wurden, eben auf der Gesichtshaut. Das Problem ist in den meisten Fällen nämlich mangelnde Hygiene beim Hände waschen. Die genannten E.coli-Bakterien finden sich auf vielen Gegenständen im Alltag: Auf Handys, Türklinken, Geldscheinen… Die größte Vielfalt an Bakterien findet sich beim Menschen übrigens weder auf dem Kopf, noch im Gesicht, sondern an den Unterarmen.

Fazit: Wer regelmäßig Hände wäscht und den Bart shampooniert, braucht sich keine Sorgen über etwaige vorkommende Viren und Bakterien zu machen. Und ein kleiner Trost am Rande: Durch die Mini-Schnittverletzungen beim Nassrasieren bietet man der Haut ebenfalls einen guten Nährboden für die Ansiedlung von verschiedensten Bakterien.

Wie wird der Bart gepflegt?

Das regelmäßige Waschen mit einem milden Shampoo ist somit ein Muss. Als Neu-Bartträger wird man in den ersten Wochen ohnehin öfters ein Jucken verspüren, welches von abgestorbenen Hautzellen herrührt und normal ist. Anschließend wird der Bart trockengetupft, nicht gerubbelt! Damit ein Vollbart richtig stattlich wirkt, dauert es zirka einen Monat, hier ist also Geduld angesagt. Auch kann es sein, dass der Bart anfangs kahle Stellen aufweist, die erst im Laufe der nächsten Wochen zuwachsen. Übrigens: Faktoren wie Ernährung, Stress, aber auch Krafttraining beeinflussen das Wachstum der Barthaare. Häufiges Rasieren sorgt hingegen leider nicht für ein schnelleres dickeres Nachwachsen.

Um die Barthaare weich und geschmeidig zu pflegen und die Haut vor Irritationen zu schützen, verwenden Sie am besten Bartöl. Bartpflegeprodukte gibt es inzwischen in jeder Drogerie, bzw. im Friseurshop, Bartöl kann aber auch einfach und auf den Hauttyp abgestimmt selbst hergestellt werden. Sie benötigen lediglich ein Trägeröl als Basis und ein ätherisches Öl als Duftzusatz. Folgende Trägeröle eignen sich besonders gut:

  • Traubenkernöl: Gegen Hautalterung, enthält viele Antioxidantien
  • Mandelöl: Für trockene Haut
  • Jojobaöl: Bei unreiner Haut und Mischhaut

Bei den Düften sind Zedernholz, Orange oder Minze beliebt, einfach einige Tropfen (5-10) in das Trägeröl träufeln und ausprobieren.

Hat der Bart bereits eine Länge erreicht, sodass er zusätzlichen Halt benötigt, bleibt er mit Bartpomade in Form.

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Richtiges Bartstutzen

Damit der Bart gepflegt wirkt, ist es wichtig, die Konturen an Hals und Wangen zu rasieren. Achten Sie dabei immer auf die Symmetrie auf beiden Seiten! Bei einem Mehrtagesbart stellt der Kehlkopf die untere Grenze dar. Für den Arbeitsalltag ist das Rasieren etwa alle 3 bis 4 Tage üblich, ansonsten reicht auch ein Mal wöchentlich. Ist Ihr Vollbart länger als 5 cm, brauchen Sie sich um den Hals nicht mehr zu kümmern, sondern nur mehr darum, den Bart in Form zu bringen.

Dies gelingt durch Trimmen mit einem Kamm und dem Rasierer, einfach den Kamm anlegen, und die überstehenden Härchen abrasieren. Diesen Vorgang sollten Sie nur mit trockenen Barthaaren durchführen!