Gedaechtnistraining im Alter

Gedächtnistraining im Alter

Jeder von uns hat ihn, den älteren Verwandten, Bekannten oder Nachbarn, der ein wenig vergesslich, besonders mitteilsam oder anderweitig ein wenig anstrengend erscheint. In unserem hektischen Leben bleibt es oft auf der Strecke, dass man sich mit älteren Menschen gebührend auseinandersetzt. Die Folge ist, dass ihnen Antrieb und Lebenslust abhandenkommen. Sie fühlen sich als Belastung, und das Nachlassen des Gedächtnisses schreitet rascher fort, weil es nicht mehr gefordert wird. Wenn sie bemerken, dass ihr Gedächtnis schlechter wird, plagen auch viele Senioren die Sorge, ob sie denn nun an Demenz/Alzheimer erkrankt sind. Bei uns erfahren Sie heute, wie Sie das Gedächtnis auch im Alter fit halten, ab wann Vergesslichkeit krankhaft ist, und noch einige Infos mehr.

Die geistige Leistung im Alter

Dass ein geistiger Abbau, bzw. eine Verlangsamung der Gehirnfunktionen bei zunehmendem Alter stattfindet, gehört zum menschlichen Leben dazu und kann auch nicht gänzlich verhindert werden. Bei der Fülle an abgespeicherten Informationen im Laufe eines Lebens darf man sich auch nicht wundern, wenn wir mal auf der Suche nach dem „Dingsda“ sind.

Sehr wohl können Sie jedoch beeinflussen, welches Ausmaß die Defizite einnehmen. „Wer rastet, der rostet“ ist nicht nur ein dahingesagtes Sprichwort, und es gilt für unseren Körper ebenso wie für unseren Geist.

Wichtig für ein funktionierendes Gedächtnis ist auch die körperliche Verfassung, besonders bei Senioren wirkt sich zum Beispiel Flüssigkeitsmangel eklatant und unmittelbar auf die Denkleistung aus. Des Weiteren braucht das Gehirn ausreichend Nährstoffe und Sauerstoff. Zum Thema Nahrung fürs Gehirn kommen wir noch, zum Sauerstoff sei noch gesagt, hier spielt nicht nur regelmäßiger Aufenthalt an der frischen Luft eine Rolle. Um Durchblutungsstörungen infolge von Arterienverkalkung vorzubeugen, sollten Sie bereits in jungen Jahren ein Auge auf die Optimierung Ihrer Cholesterinwerte, den Blutdruck und Ihres Gewichts haben. Auch ein frühzeitiger Rauchstopp wirkt sich positiv auf die Gedächtnisleistung im Alter aus.

Die nachlassende Gedächtnisleistung im Alter macht sich meistens beim Kurzzeitgedächtnis bemerkbar. Neues wird schlecht bis gar nicht mehr im Gedächtnis verankert, bestimmte Inhalte können nur zeitverzögert oder gar nicht abgerufen werden.

Krankhafte Ursachen von Gedächtnisproblemen

Hier hilft nur, das Übel an der Wurzel anzupacken und die Grunderkrankungen für Gedächtnisprobleme zu behandeln. Diese sind beispielsweise:

  • Schlecht eingestellter Diabetes,
  • Schilddrüsenprobleme,
  • Vitamin B12-Mangel,
  • Medikamentennebenwirkungen bei Mitteln gegen Bluthochdruck, Schlafmittel, Antidepressiva, Entwässerungstabletten, starke Schmerz- und Beruhigungsmittel,
  • Altersdepression, Angsterkrankungen etc.
Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen. Deshalb haben wir hier im Blog einen Gesundheits-Ratgeber vorbereitet: Dort finden Sie Tipps und Hintergrundinformationen aus den Bereichen Allergie, Familie und Wellness, damit Sie und Ihre Liebsten das ganze Jahr über fit bleiben. Viel Spaß beim Lesen – und sollten Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne.

Schreckensgespenst Demenz

Hier zeichnen sich nicht nur Störungen der Merkfähigkeit und Denkleistung ab, sondern es gehen auch erlernte Fähigkeiten und Techniken verloren. Auch die Persönlichkeit kann sich unter dem Einfluss des Gedächtnisschwundes verändern. Wenn Sie selbst oder Ihre Angehörigen solche Symptome an sich bemerken, sollten Sie umgehend den Hausarzt aufsuchen. Wahrscheinlich erfolgt eine Überweisung an einen Neurologen, bzw. eine Gedächtnisambulanz, wo die weitere Therapie und Behandlung stattfinden wird.

Besseres Gedächtnis durch richtige Ernährung

Wenn Senioren aufgrund von Appetitlosigkeit sich mangelnd oder einseitig ernähren, leidet auch das Gedächtnis darunter. Spätestens im Alter wird es Zeit, auf die Qualität der Nahrung besonders zu achten:

  • Reduzieren Sie Fette und geben Sie Distel-, Raps-, Oliven- oder Kürbiskernöl den Vorzug.
  • Meiden Sie tierische Fette, die den Cholesterinspiegel erhöhen.
  • Achten Sie darauf, rund 30 g Ballaststoffe täglich zu konsumieren, um Verstopfung zu vermeiden.
  • Lassen Sie beim Hausarzt einen Vitaminstatus erstellen, und gleichen Sie Mangelerscheinungen mit den entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln aus.
  • Folgendes Brainfood sollte regelmäßig am Speisenplan stehen: Bananen, Brokkoli, Vitamin C-haltiges Obst, Meeresfische, Walnüsse, Paprika, grüner Salat, Avocado, Kohlgemüse.

Weitere Möglichkeiten für das Gedächtnistraining:

Soziale Kontakte und der Austausch mit anderen Menschen regt das Gedächtnis an und hilft gegen Einsamkeit und Isolation. Mit einem kurzen Besuch oder Telefonanruf bei einem älteren Angehörigen haben Sie schon einiges zu dessen Anregung des Gedächtnisses beigetragen.

Trainieren Sie die grauen Zellen mit speziellem Gedächtnistraining, das effektiver als die üblichen Kreuzworträtsel und Sudokus ist oder spielen Sie mit den Enkeln… Schreiben Sie sich eine Einkaufsliste, aber versuchen Sie möglichst nicht darauf zu schauen. Bleiben Sie am Zeitgeschehen interessiert, lesen Sie Zeitungen und schauen Sie sich Nachrichtensendungen an. So ergibt sich auch Gesprächsstoff, wenn Sie sich mit Bekannten unterhalten.

Hier finden Sie einige gesammelte Links für unterhaltsames Gehirntraining:

https://www.senioren-ratgeber.de/Gehirnjogging

Unter diesem Link finden Sie Übungsblätter zum Downloaden und Ausdrucken für all jene, die sich mit dem Computer nicht (mehr) auseinandersetzen möchten:

http://www.volkshilfe-bgld.at/Gedaechtnisuebungen.