Glaukom Grüner Star
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Früherkennung eines Glaukoms (Grüner Star)

Unter Glaukom werden verschiedene Erkrankungen des Auges zusammengefasst, bei denen der Sehnerv zerstört wird. Die Ursachen können unterschiedlich sein. Je weiter die Erkrankung fortschreitet, desto schlechter wird das Sehvermögen bis es schließlich zur Erblindung kommen kann. Wird das Glaukom aber früh genug erkannt und behandelt, kann das Sehvermögen erhalten bleiben. Die bereits entstandenen Schäden lassen sich jedoch nicht mehr rückgängig machen. Auch vor diesem Hintergrund ist es wichtig, schon bei dem Verdacht auf ein Glaukom, den Augenarzt aufzusuchen.

Was passiert bei einem Glaukom?

Das Glaukom wird auch als Grüner Star bezeichnet. Der Grund dafür ist, dass sich bei fortschreitender Erkrankung ein grünlicher Schimmer auf dem Auge zeigt, auch wird der Blick bei einsetzender Erblindung starr. Heute ist vom Grünen Star nur noch umgangssprachlich die Rede.

Bei etwa 50 % der Fälle kommt es zu einer Druckerhöhung auf das Auge, weil das Kammerwasser nicht mehr abfließen kann. Das Auge verträgt allerdings nur sehr geringe Schwankungen. Kammerwasser  ist die klare Flüssigkeit, die von innen Druck auf das Auge ausübt und auch für die Form des Augapfels verantwortlich ist. Dieser Druck verhindert also, dass das Auge zusammenfällt. Die Flüssigkeit befindet sich in der hinteren und vorderen Augenkammer und ist ähnlich zusammengesetzt wie Blutplasma. Sie versorgt die Bereiche des Auges, die über keine eigene Blutversorgung verfügen, wie z. B. die Sehnerven. In Deutschland sind pro Jahr geschätzte eine Million Menschen davon betroffen. Experten vermuten außerdem, dass ebenso viele Menschen an einem Glaukom erkrankt sind, ohne es zu wissen.

Die Vorsorgeuntersuchung

Entdeckt der Augenarzt bei einer Vorsorgeuntersuchung Hinweise auf ein Glaukom, wird er weitere Untersuchungen anordnen. Dazu gehört neben der Suche nach dem Auslöser auch das Feststellen des Ausmaßes. Im Anschluss erhält der Patient Medikamente, die den Verlauf aufhalten. Folgende Untersuchungen werden unter anderem zur Abklärung durchgeführt:

Untersuchung des Kammerwinkels

Für die Untersuchung des Kammerwinkels wird die Hornhaut betäubt, damit der Augenarzt ein Untersuchungsgerät (Gonioskop) auf die Hornhaut aufsetzen kann. So kann er den Kammerwinkel untersuchen und Anomalien feststellen. Das können erworbene oder auch angeborene Faktoren sein, die ein Glaukom begünstigen.

Augenspiegelung

Mit einer Augenspiegelung ist die Spiegelung des Augenhintergrunds gemeint. Dabei untersucht der Augenarzt die Netzhaut, die Sehnerven und die Blutversorgung. Die Untersuchung ist schmerzlos, setzt aber eine erweiterte Pupille voraus. Dafür erhält der Patient zuvor Augentropfen. Die Spiegelung des Augenhintergrunds ist auch eine Regeluntersuchung bei Diabetes Mellitus und wichtiger Bestandteil der Prophylaxe.

Augeninnendruck

Die Bestimmung des Augeninnenrucks ist eine der wichtigsten Untersuchungen zu Früherkennung des Glaukoms. Sie wird auch zur Verlaufskontrolle eines bereits bestehenden Glaukoms eingesetzt. Hierfür stehen mehrere Methoden zur Verfügung.

 Die Durchblutung

Auch die Durchblutung der empfindlichen Bereiche des Auges, wie Sehnerv und Netzhaut lässt sich messen. Hierfür stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die der Arzt entsprechend der Symptome auswählt.

Die Vorsorgeuntersuchung wird Personen ab dem 40. Lebensjahr im Abstand von zwei Jahren empfohlen.

Welche Symptome liefern Hinweise

Ein Glaukom entwickelt sich langsam. Es beginnt mit einer Einschränkung des Gesichtsfeldes. Die Betroffenen übersehen Bewegungen oder Gegenstände, die sie vor einiger Zeit noch gut wahrnehmen konnten. Stolpern, Anrempeln oder Anstoßen sind typische Folgen, des Nichterkennens. Die Betroffenen können sich dann selbst nicht erklären, warum ihnen dieses „Missgeschick“ passiert ist. Diese Entwicklung schreitet voran, das Gesichtsfeld schränkt sich immer weiter ein, bis schließlich nur noch ein kleines sichtbares Feld bleibt.

Das sind die Risikofaktoren

Das Risiko für ein Glaukom kann sich unter bestimmten Bedingungen erhöhen. Menschen, bei denen diese Faktoren vorliegen, sollten daher bei den ersten Anzeichen besonders wachsam sein und möglichst an den Vorsorgeuntersuchungen des Augenarztes teilnehmen.

  • Ablagerungen verhindern das Ablaufen des Kammerwassers
  • Anatomische Besonderheit stört das Ablaufen des Wassers (familiäre Häufung)
  • Erhöhter Augeninnendruck
  • Höhere Kurzsichtigkeit ab minus 5 Dioptrien
  • Höheres Alter
  • Ethnische Zugehörigkeit
  • Hoher oder niedriger Blutdruck
  • Einflüsse von Drogen
  • Einflüsse von Medikamenten

Unterschieden wird damit das sekundäre vom primären und vom angeborenen Glaukom. Das primäre Glaukom tritt etwa ab dem 40. Lebensjahr auf, häufig ist eine genetische Veranlagung die Ursache. Es liegt eine Störung im Abfluss des Kammerwassers vor. Das primäre angeborene Glaukom tritt bei Neugeborenen und Kleinkindern auf. Es ist auf eine Fehlbildung des Kammerwinkels zurückzuführen. Das sekundäre Glaukom entsteht durch eine andere Augenkrankheit oder –verletzung.

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