Erste Hilfe bei Hundebissen

Erste Hilfe bei Hundebissen

Obwohl kaum ein Hundebesitzer es sich bei seinem eigenen Hund je vorstellen kann, passiert es immer wieder – der Vierbeiner beißt zu. Erfahren Sie bei eurapon, was zu tun ist, wenn es zu einem Hundebiss gekommen ist.

Die DO’s zur Soforthilfe bei einem Hundebiss – was sollte man tun?

  • Eine korrekte Wundversorgung ist enorm wichtig, da Hundebisse grundsätzlich immer eine Infektionsgefahr darstellen.
  • Reinigen Sie die Wunde unter fließendem Wasser gründlich und desinfizieren Sie sie anschließend.
  • Verbinden Sie die Bisswunde mit einer sterilen Mullbinde.
  • Bei einer starken Blutung muss ein Druckverband angelegt werden.
  • Wickeln Sie abgebissene Körperteile (z.B. Finger) in ein sauberes Tuch und anschließend in einen Gefrierbeutel. Geben Sie diesen unbedingt dem Krankentransport mit, bzw. nehmen ihn selbst mit ins Krankenhaus.
  • Suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt zur professionellen Wundreinigung und -versorgung auf und nehmen Sie Ihren Impfpass mit.

Die DONT’s zur Soforthilfe bei einem Hundebiss – was man nicht machen sollte

  • Den Hundebiss bagatellisieren – auch wenn der Biss anfangs nicht dramatisch aussieht, kann es trotzdem zu einer Wundinfektion kommen.
  • Ihren Impfstatus ignorieren. Prüfen Sie ihren Impfstatus und verzichten Sie nicht auf notwendige Schutzimpfungen wie Tetanus (Wundstarrkrampf) oder Tollwut, wenn Ihnen dazu geraten wird.

Ist ein Hundebiss ein Fall für den Arzt?

Im Grunde genommen sollte jeder Hundebiss, der eine blutende Wunde verursacht, ärztlich gecheckt und der Impfstatus überprüft werden. Bei fünf bis fünfundzwanzig Prozent der Hundebissverletzungen kommt es zu einer Infektion der Wunde, vor allem wenn sie tiefer liegend und/oder stark verschmutzt war, dies stellt einen Notfall dar. Abwehrgeschwächte Menschen, Kinder und ältere Personen haben zudem ein höheres Infektionsrisiko.

Unbehandelt können Infektionen bis zur Blutvergiftung führen. Anzeichen einer Wundinfektion treten meistens rasch und innerhalb von 24 Stunden nach der Bissverletzung auf.

Zu den Symptomen gehören:

  • Gerötete, abnormal warme Haut
  • Die Bissstelle „pocht“ und ist angeschwollen
  • Es bildet sich eitriges Sekret auf der Wunde
  • Die Bissstelle fühlt sich taub an, die Empfindung ist gestört

Wenn Sie eine Wundinfektion vermuten, suchen Sie umgehend einen Arzt, bzw. die Notfallambulanz auf.

Was bedeutet ein Hundebiss?

Ein Hundebiss verursacht meistens mehr oder weniger ausgedehnte Verletzungen der Weichteile. Der Kiefer des Hundes quetscht das Gewebe und es kommt zu Rissquetsch- oder Schürfwunden. Bei Erwachsenen betrifft es oft die Arme oder Beine, bei Kindern unter fünf Jahren häufig den Gesichts- oder Nackenbereich.

Ein Hundebiss sorgt für starke Schmerzen, außerdem blutet die Wunde oft stark. Das ist grundsätzlich nicht verkehrt, denn so werden gefährliche Keime mit ausgeschwemmt. Bei schweren Hundebissen kann es durch die Zugkraft des Kiefers zu Verletzungen von Knochen, Muskeln, Nerven oder Blutgefäßen kommen.

Komplikationen durch Hundebisse

Zu den Erregern, welche sich in tierischen Mundhöhlen aufhalten, gehören unter vielen anderen auch Bakterien namens „Clostridium tetani“, welche ein Nervengift bilden. Während sie im Hundemaul keine Probleme verursachen, können die Bakterien, wenn sie in eine Wunde gelangen, dort den sogenannten Wundstarrkrampf auslösen, wenn die Person nicht dagegen geimpft ist. Anzeichen einer Tetanuserkrankung sind Muskelkrämpfe, die bis zum Atemstillstand führen können.

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