Entspannungsübungen und aktiv Stress reduzieren

Entspannungsübungen und aktiv Stress reduzieren

Wenn Stress länger anhält, sind die Folgen weitreichend. Entspannungsübungen helfen, sich aus dem negativen Gefühl zu befreien. Das dient nicht nur der Gesunderhaltung, sondern auch der Leistungsfähigkeit.

Was ist Stress?

Stress ist Anspannung, die den gesamten Körper betrifft. Das muss nicht grundsätzlich negativ sein. Wer ein lang ersehntes Geschenk überreicht bekommt oder einen Preis, steht in diesem Moment auch unter Stress. Stress ist aber auch das schwierige Gespräch mit dem Chef oder eine Auseinandersetzung mit einem guten Freund. Die erstgenannte Form von Stress wird auch als Eustress bezeichnet. Sie geht mit dem Ausstoß von Endorphinen einher und fühlt sich körperlich und geistig gut an. Eustress ist auch das, was den Sportler antreibt. Die zweitgenannte Stressform ist der Distress. Der Körper realisiert eine Bedrohung. Distress über einen kurzen Zeitraum ist ungefährlich. Hält er aber an, wird es ungesund, denn die anhaltende Spannung überfordern in jeder Hinsicht. Das sind die Folgen:

  • Verdauungsstörungen
  • Rückenbeschwerden
  • Aggression
  • Herzerkrankungen
  • Depressionen
  • Konzentrationsstörungen
  • Muskelschmerzen
  • Schlafstörungen

Außerdem können sich chronische Erkrankungen, wie auch Allergien verstärken. Wer häufig gestresst wird, kann in einen Teufelskreis geraten. Wenn das auf Sie zutrifft, machen Sie sich bewusst: Sie können vermutlich den Auslöser nicht ausschalten, aber Sie können den Zustand beenden.

Wie Sie sich von Stress befreien

Auch wenn Sie eines Tages routiniert in der Stressbewältigung sind, es gibt keinen Schalter, den Sie umlegen können und schon ist die Welt wieder in Ordnung. Mit der Zeit wird es Ihnen aber leichter fallen, sich wieder zu entspannen. Sie werden außerdem drohende Stressszenarien schneller erkennen und unterbrechen können.

So finden Sie zur Ruhe

Finden Sie Ihren Weg! Manchen Menschen helfen kombinierte Atem-Bewegungsübungen, wie Yoga. Andere kommen besser zur Ruhe, wenn Sie sich auf den Rücken legen und sich nur auf die Atmung konzentrieren. Wieder andere müssen sich aktiv mit etwas beschäftigen. Für alle Typen gilt aber: Achten Sie auf tiefe und gleichmäßige Atmung, denn ohne tiefes Atmen lockert sich die Anspannung Ihrer Muskeln nicht. Das sind Beispiele für die Stressbewältigung:

Stressbewältigung durch Bewegung

Powern Sie sich nicht aus. Erschöpfung ist keine Erholung. Das Ziel ist, dass Sie sich anschließend erholt und zufrieden fühlen und Sie innere Ruhe spüren. Das kann Ihnen helfen:

  • Ruhiges Schwimmen
  • Ein flotter Spaziergang in der freien Landschaft
  • Yoga
  • Ein längerer Dauerlauf
  • Radtour, möglichst durch Wald und Flur
  • Jonglieren mit drei Bällen

Stressbewältigung durch Ruhe

Dämpfen Sie das Licht und legen Sie sich auf das Bett. Liegen Sie bequem. Legen Sie eine Hand auf den Bauch und atmen Sie in Richtung Bauch. Fühlen Sie, wie sich die Hand hebt und senkt. Stellen Sie sich dann vor, dass sich in Ihren Armen und Beine Röhren befinden, durch die Sie atmen. Fühlen Sie die Luft, wie Sie bis zu den Fingern und den Zehen vordringt. Überlegen Sie, ob sich die Luft kühl oder warm anfühlen soll. Sie können den Röhren Farben geben und so die Vorstellung verbessern. Seien Sie Ihr Therapeut.

Stressbewältigung durch Kreativität

Schieben Sie eine kreative Pause ein. Malen Sie, basteln Sie oder betätigen Sie sich gärtnerisch. Wenn Sie sich mit diesem Gedanken noch nie befasst haben, schauen Sie sich in einem größeren Bastelladen oder einer Kreativmesse um. Ihre Begabung spielt dabei keine Rolle. Die bildende Kunst senkt nachgewiesen das Stresslevel. Auch das hilft:

  • Fotografieren
  • Singen (auch im Chor)
  • Modellieren
  • Tanzen
  • Schreiben

Der Vorteil der kreativen Stressbewältigung ist, dass sich dadurch auch viele psychische Begleiterscheinungen therapieren lassen, wie Angst und Traurigkeit.

Ein Tipp zum Schluss

Methoden zur Stressbewältigung sollen Ihnen gut tun. Deshalb müssen Sie sich damit wohlfühlen. Kurse bei der Volkshochschule, in Fitnessstudios oder Sportvereinen liefern dabei wertvolle Unterstützung. Präventionskurse werden oft auch von den Krankenkassen bezuschusst oder komplett übernommen.

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