Ein starker Darm für das Wohlbefinden

Viele Menschen verbinden den Darm fast ausschließlich mit der Verdauung. Diese Sichtweise ist zwar nicht falsch, jedoch greift sie viel zu kurz. Die Verdauung ist nur eine von mehreren Funktionen dieses hochkomplexen Systems, welches für unsere Gesundheit eine immens wichtige Rolle spielt. Gerät etwa die Zusammensetzung der Darmflora aus dem Gleichgewicht, kann dies vor allem weitreichende Folgen für die Immunabwehr haben und Krankheiten begünstigen. Allerdings kann nicht nur die Ernährung dem Verdauungstrakt zusetzen, sondern zum Beispiel auch Stress, zu wenig Bewegung oder die Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika. Neben einer Ernährungsumstellung oder der Reduzierung von Stress können Präparate wie OMNi-BiOTiC® 6 und OMNi-LOGiC® IMMUN die Darmgesundheit fördern und das Immunsystem positiv beeinflussen.

Die beachtlichen Ausmaße des Darms

Bereits vor 4.000 Jahren vermuteten Heilkundler einen Zusammenhang zwischen einer Vielzahl von Erkrankungen und einer gestörten Verdauung. Bei näherer Betrachtung des Darmaufbaus und seiner Beschaffenheit lässt sich schnell erkennen, dass der Darm allein aufgrund seiner Größe viel Platz für Angriffe bietet und sich durch unterschiedliche Gründe Schwachstellen ergeben könnten.

Mit einer Gesamtlänge von rund acht Metern übersteigt der Darm die Körpergröße eines durchschnittlichen deutschen Bundesbürgers (Frauen: 166 cm; Männer: 180 cm) um mehr als das Vierfache. Noch imposanter als die Länge ist die Gesamtoberfläche: Würde man den Darm vollständig entfalten und auf dem Boden auslegen, könnte man die Hälfte eines Handballfeldes oder ein komplettes Basketballfeld mit ihm bedecken. Die Darmoberfläche beträgt etwa 400 Quadratmeter, auf der neben Viren und verschiedenen Pilzen auch Billionen von Bakterien aus mehreren Tausend Bakterienarten angesiedelt sind. Dieses Milieu wird auch als Darmflora bzw. Mikrobiom bezeichnet.

Der Darm lässt sich vereinfacht dargestellt in zwei Bereiche einteilen:

Dünndarm

Der vordere Bereich, der auf den Magen folgt, ist der Dünndarm und fünf bis sechs Meter lang. In diesem Abschnitt wird die vom Magen vorverdaute Nahrung in kleine Bestandteile zerlegt und vom Körper aufgenommen. Dieser Prozess ist auch unter dem Begriff „Resorption“ bekannt.

Dickdarm

Die restlichen zwei bis drei Meter zählen zum Dickdarm. Die dort angesiedelten Darmbakterien verarbeiten unter anderem unverdauliche Nahrungsreste.

Welche Funktion hat der Darm?

Wenn der Darm aus dem Gleichgewicht gerät, kann es passieren, dass er seinen Aufgaben nicht mehr in vollem Umfang gerecht wird.

Zu den Hauptaufgaben des Darms gehören:

  • Verdauung und Nährstoffaufnahme (Resorption)
  • Aufnahme und Abgabe von Flüssigkeit
  • Produktion von Hormonen und Botenstoffen
  • Bildung von Abwehrzellen

Die Darmbarriere ist wichtig für das Immunsystem und gegen Krankheitserreger

Als Schutz vor Krankheitserregern und fremden Mikroorganismen dient eine intakte Darmbarriere. Diese setzt sich aus der Darmflora, der Darmschleimhaut und dem darmassoziierten Immunsystem zusammen:

Darmflora

Die auch als Mikrobiom bekannte Darmflora besteht aus Billionen von nützlichen Mikroorganismen. Sie stellt unter anderem Substanzen für die Darmschleimhaut her und unterstützt die Abwehrkräfte.

Darmschleimhaut

Die Darmschleimhaut ist die Innenhaut des Darmes und besteht aus:

  • Drüsen, die Darmsaft für die Verdauung produzieren
  • Enzymen, die Nährstoffe spalten
  • Zellen, die gespaltene Nährstoffe ins Blut aufnehmen und Krankheitserreger abwehren

Darmassoziiertes Immunsystem

Rund 80 Prozent der Zellen des menschlichen Immunsystems, die Antikörper bilden, befinden sich im Darm. Das darmassoziierte Immunsystem, im Englischen GALT (gut associated lymphoid tissue), ist Teil des Lymphsystems und mitunter dafür zuständig, schädliche Mikroorganismen zu zerstören, wenn Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten trotz des sauren Magensaftes in den Darm gelangen. Die bei der Zerstörung der Fremdkörper gesammelten Informationen werden vom Darm über Lymphbahnen an andere Abwehrzentren im Körper übertragen.

Je vielfältiger die Darmbakterien, desto stärker die Darmbarriere

Eine besondere Rolle für die Darmgesundheit nimmt die Zusammensetzung und Beschaffenheit des Mikrobioms ein. Es kommt nicht nur auf die Gesamtzahl der Mikroorganismen an, sondern auch auf das Verhältnis der einzelnen Arten zueinander. Darmbakterien können nicht einfach willkürlich Aufgaben übernehmen und sich um jeden Nährstoff kümmern. Jeder Bakterienstamm hat eine bestimmte Funktion zu erfüllen. So sind bestimmte Darmbakterien auf die Verarbeitung von einfachem Zucker spezialisiert. Bei einer sehr zuckerhaltigen Ernährung profitieren insbesondere jene Bakterien davon und vermehren sich, die auf Zucker ausgerichtet sind, während anderen Darmbakterien die Grundlage fehlt und verdrängt werden. Es entsteht ein Ungleichgewicht, welches die Darmbarriere schwächt und sich somit negativ auf das Immunsystem auswirken kann. Schädlichen Bakterien, Viren, Keimen, Pilzen oder Parasiten fällt es dadurch leichter, über die Schleimhaut in den restlichen Körper einzudringen, was zu Entzündungen, Infektionen und Erkrankungen führt, die zum Teil chronisch verlaufen können.

Welche Risiken drohen bei einer gestörten Darmflora?

Ein Ungleichgewicht der Darmflora kann zum einen Krankheiten begünstigen, zum anderen können wiederum andere Erkrankungen oder deren Behandlung die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen. Eine Behandlung mit Antibiotika richtet sich zwar in erster Linie gegen schädliche Bakterien, allerdings kann das Medikament nicht zwischen nützlichen und schädlichen Bakterien unterscheiden und bekämpft demnach auch die nützlichen. Ebenso können die Ernährung, Lebensumstände, Umweltfaktoren, das Alter, genetische Voraussetzungen oder psychische Belastungen Einfluss auf den Darm und folglich auf das Immunsystem haben.

Folgende Erkrankungen werden von der Wissenschaft mit einer veränderten Mikrobiota (Darmflora) in Verbindung gebracht:

  • Reizdarmsyndrom
  • Blähungen und Verstopfungen
  • Darmkrebs
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • Divertikulose (Veränderungen des Dickdarms)
  • bakterielle, virale oder parasitäre Durchfälle
  • Glutenunverträglichkeit (Zöliakie/Sprue bzw. glutensensitive Enteropathie)
  • Lactose- oder Fruktoseintoleranz
  • Allergien
  • Adipositas
  • Diabetes
  • Multiple Sklerose
  • Herzerkrankungen
  • Asthma
  • rheumatoide Arthritis
  • atopische Dermatitis

Zudem vermuten Forscher, dass die Zusammensetzung der Darmflora Auswirkungen auf das Gehirn hat und Krankheiten wie Demenz, Depressionen, Migräne und Schizophrenie begünstigen kann.

Tipps für die Darmgesundheit

Ein intakter Darm lässt sich nicht mit der Umsetzung einer einzigen Maßnahme erreichen, sondern erfordert langfristig die Balance mehrerer Faktoren, die zum Teil in einer Art Wechselbeziehung zueinanderstehen. Wenngleich vielleicht die Umsetzung eines einzigen Faktors zu kurzfristigen Erfolgen führt, sind diese oftmals nicht nachhaltig.

Von folgenden Faktoren ist im Zusammenhang mit dem Darm häufig die Rede:

Umwelteinflüsse

Unser Alltag ist häufig von Stress und Verpflichtungen geprägt. Insbesondere im Arbeitsleben hetzen wir von Termin zu Termin und müssen oft auch nach Feierabend im Privaten funktionieren. Bereits mit klaren Strukturen und kleineren Dingen wie autogenem Training, Yoga oder entspannender Musik können wir dazu beitragen, dass unser Leben ein kleines Stück stressfreier verläuft und Körper und Geist sich regelmäßig erholen können.

Bewegung

Vielen Menschen fehlt es entweder an der Zeit oder sie sind zu erschöpft, um sich nach einem langen Tag noch aufzuraffen und Sport zu treiben. Doch gerade mit Bewegung kommt der Darm in Schwung und der Körper spült Giftstoffe aus.

Ausgewogene Ernährung

Vor allem in stressigen Phasen achten wir zu wenig auf unsere Ernährung und schlingen mehr, als dass wir genießen. Dabei ist eine ausgewogene Ernährung immens wichtig für einen aktiven und gesunden Darm. Mit der Zusammenstellung unseres Speiseplans wählen wir im übertragenen Sinne sogar aus, mit welchen Bakterien unsere Darmflora arbeitet. Doch nicht jeder Nahrungsbestandteil hilft, weshalb Sie auf Folgendes achten sollten:

  • Ballaststoffe regen die Darmaktivität an und fördern nützliche Darmbakterien. Davon sollten Sie täglich mindestens 30 Gramm zu sich nehmen. Sie finden Ballaststoffe vor allem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten wie Bohnen, Erbsen und Linsen sowie in Obst und Gemüse.
  • Ungesättigte Fettsäuren regen die Schleimproduktion im Darm an, unterstützen das Zellwachstum und stärken die Schutzfunktion. Sie sind insbesondere in Fisch (zum Beispiel Lachs, Sardinen, Makrelen, Hering), Nüssen und Kernen enthalten.
  • Fermentierte Lebensmittel wirken sich positiv auf den Darm aus und unterstützen das Mikrobiom.
  • Probiotika unterstützen das Wachstum und die Aktivität von Darmbakterien und stärken die natürlichen Abwehrkräfte. Sie enthalten hohe Mengen an lebenden Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien oder Hefen). Zu den bekanntesten zählen die Stämme der Bifidobakterien und Laktobazillen. Neben Milchprodukten wie Kefir, Buttermilch und Joghurt kommen Probiotika auch in Sauerkraut und sauren Gurken vor.
  • Auf einfachen beziehungsweise raffinierten Zucker sollten Sie weitestgehend verzichten, da die für einfachen Zucker zuständigen Darmbakterien diejenigen verdrängen, die komplexeren Zucker abbauen.
  • Stark verarbeitete Wurstwaren sowie gepökeltes oder geräuchertes Fleisch belasten den Darm. Generell sollte der Fleischkonsum bei einem Erwachsenen nicht mehr als 500 Gramm betragen.
  • Ohne geht es nicht, aber zu viele wirken sich auch eher negativ auf den Darm aus: Kohlenhydrate. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten Kohlenhydrate maximal die Hälfte eines Gerichts ausmachen.

Viele Wege für Ihre Darmgesundheit und Ihr Wohlbefinden

Jeder kann und sollte etwas für seine Darmgesundheit und folglich auch für sein Immunsystem tun. Sei es mit einer ausgewogenen Ernährung, Sport oder erholsamen Pausen. Insbesondere mit der Ernährung können Sie vieles erreichen und sich sozusagen Ihre Darmbewohner selbst aussuchen. Je vielfältiger Ihre Darmflora ist, desto breiter können Sie sich gegen Krankheitserreger aufstellen. Und Sie müssen auf nichts verzichten: Zwar sind fett- und zuckerreiche Lebensmittel eher kontraproduktiv, doch gelegentliche Ausnahmen sind erlaubt. Die Menge ist dabei entscheidend, denn auch die Psyche spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit. Und gerade Süßes wirkt belohnend und hebt die Stimmung.

Wenn Beschwerden sich nicht mit Sport, Entspannung oder einer ausgewogenen Ernährung beheben lassen, kann eine Darmaufbaukur bzw. Darmsanierung Erfolg versprechen. Präparate wie OMNi-LOGiC® IMMUN oder OMNi-BiOTiC® 6 wurden eben vor diesem Hintergrund entwickelt. OMNi-LOGiC® IMMUN enthält neben wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen auch Ballaststoffe, welche den wichtigen Darmbakterien Bifidobakterien und Laktobazillen als Nahrungsquelle dienen und das Immunsystems günstig beeinflussen. Wenn jedoch das Verhältnis der Bakterienstämme aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann OMNi-BiOTiC® 6 hilfreich sein. Es besiedelt den Darm mit sechs wichtigen und hochaktiven Leitkeimstämmen.

OMNi-BiOTiC® 6 OMNi-LOGiC® IMMUN

Weiterführende Links

Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. – Ein Überblick: unser Mikrobiom

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH (HZI) – Das Mikrobiom