Herzinfarkt - koronare Herzkrankheit

Die koronare Herzkrankheit

Unter der koronaren Herzkrankheit, auch KHK genannt, versteht man die Verengung, bzw. Verhärtung von Herzkranzgefäßen, die dazu führt, dass der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Dies geschieht meist durch die krankhafte Ablagerung von Fetten, der sogenannten Atherosklerose (eine Form der eher bekannten Arteriosklerose). Akuter Brustschmerz gehört oft zu den ersten Symptomen der KHK. Was müssen Sie tun, wenn solche Symptome auftreten, wie kann man die koronare Herzkrankheit therapieren, und kann man die KHK verhindern? Die wichtigsten Infos zum Thema finden Sie heute gesammelt hier am Gesundheitsblog von eurapon.

Wie entsteht die koronare Herzkrankheit?

Wenn die Herzkranzgefäße (Koronararterien) durch Fett- oder Kalkablagerungen verengt sind, wird das Herz nicht mehr ausreichend mit Blut, und somit auch nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Außerdem werden der Blutdruck und die Blutgerinnung negativ beeinflusst. Deshalb machen sich erste Beschwerden oft bei körperlicher Betätigung bemerkbar.

Wird die koronare Herzkrankheit nicht erkannt und behandelt, können sich schwerwiegende Erkrankungen bis hin zur Todesfolge daraus entwickeln, so beispielsweise:

  • Herzrhythmusstörungen,
  • Herzinfarkt,
  • Herzinsuffizienz (unzureichende Funktion des Herzens).

In Deutschland sind Folgeerkrankungen der Atherosklerose derzeit die häufigsten Todesursachen bei Männern um die 40, bei Frauen um die 50 Jahre. Die Überlebenschancen nach einem akuten Herzinfarkt haben sich zwar deutlich erhöht, aber die Sterblichkeit infolge von Durchblutungsstörungen des Herzens hat zugenommen.

Risikofaktoren für die Entstehung einer KHK:

  • Rauchen,
  • Bewegungsmangel,
  • Übergewicht und fettreiche Ernährung,
  • das Vorliegen von Diabetes mellitus,
  • erhöhte Blutfettwerte (hohes LDL, niedriges HDL),
  • hoher Blutdruck,
  • familiäre Veranlagung zu KHK und Herzinfarkten,
  • dauernder psychischer Stress.

Symptome der koronaren Herzerkrankung:

Oft verursacht die KHK im Anfangsstadium kaum Probleme. Auch haben Sie nicht ständig Beschwerden, wenn Sie an einer koronaren Herzkrankheit leiden. Sind die Gefäße bereits stärker verengt, ist vor allem bei Männern ein leitendes Symptom die sogenannte Angina pectoris. Darunter versteht man ein anfallsartiges Engegefühl im Brustbereich, begleitet von Schmerzen im Brustkorb, die in den Nacken, den Kiefer, die Schultern, die Arme oder auch den Oberbauch ausstrahlen können. Weitere Symptome bei Angina pectoris sind oftmals Luftnot, Schweißausbrüche, Übelkeit und ein lebensbedrohliches, bzw. panisches Gefühl. Die Beschwerden treten oft nach einer körperlichen, bzw. psychischen Belastungssituation auf, auch Kälte oder fettreiches Essen können das Auftreten einer Angina pectoris fördern. Wenn Sie oder eine Person in Ihrem Umfeld solche Symptome verspüren, rufen Sie bitte umgehend den Notarzt.

Bei Frauen ist das Vorliegen einer KHK oftmals schwieriger zu diagnostizieren, ebenfalls bei Patienten über 75, Patienten mit Diabetes und Herzoperierten. Hier können die Symptome manchmal sogar fehlen, man spricht dann von einer stummen Myokardischämie.

Diagnose der koronare Herzkrankheit

Neben einer ausführlichen Erhebung der Krankengeschichte durch den Arzt ist es wichtig, eine Laboruntersuchung durchzuführen. Neben Standardwerten wie Blutzucker, Cholesterin, Triglyceride, Kreatinin und Elektrolyte ist es wichtig, festzustellen, ob sich Troponin im Blut befindet. Dieses Enzym ist wichtig für die Sicherung der Diagnose und wird freigesetzt, wenn Durchblutungsstörungen die Herzmuskelzellen schädigen.

Ebenso wird man ein EKG in Ruhe und unter Belastung durchführen, und möglicherweise auch einen Ultraschall des Herzens (Echokardiographie). Auch eine MRT oder CT wird manchmal durchgeführt.

Unter Umständen machen die Untersuchungsergebnisse auch einen kleinen Eingriff notwendig, die Koronarangiographie. Hier wird über einen Katheter Kontrastmittel in die Herzkrankgefäße injiziert, um Verengungen und Verschlüsse festzustellen. Bei Bedarf kann auch während diesem Schritt eine Erweiterung oder Wiedereröffnung verschlossener, bzw. verengter Arterien erfolgen. Manchmal ist zur Stabilisierung auch der Einsatz eines Stents notwendig.

Behandlung der koronaren Herzkrankheit:

Die Therapie richtet sich danach, wie fortgeschritten die Erkrankung bereits ist, und welche Beschwerden bestehen.

Wenn über längere Zeit ein gleich bleibendes Erkrankungsbild vorliegt, können mit einer medikamentösen Therapie gute Erfolge erzielt werden. Dabei werden meist Mittel, die die Blutgerinnung beeinflussen (Thrombozytenaggregationshemmer), Statine (um erhöhtes Cholesterin zu senken) bzw. Beta-Blocker (gegen Bluthochdruck) verschrieben. Gegen Angina pectoris-Beschwerden können auch Nitrate, bzw. Kalzium-Kanal-Blocker gegeben werden.

Wenn die Beschwerden heftiger werden, bzw. sich häufen, wird auf die bereits erwähnte Koronarangiographie zurückgegriffen. Wenn diese Methode sich aufgrund des Befundes nicht eignet, ist auch die Bypasschirurgie eine Option. Das bedeutet, dass die Engstellen oder Verschlüsse mittels Einsatz körpereigener Gefäße (meistens Arterien aus der Brustwand und Beinvene) überbrückt werden.

Wie kann ich einer koronaren Herzerkrankung vorbeugen?

Indem Sie die Liste mit den Risikofaktoren studieren, wissen Sie bereits, was es eigentlich zu vermeiden gilt. Natürlich kann man das Alter, Vorerkrankungen oder erbliche Belastung nicht ändern, in diesem Fall sollten Sie allerdings regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Internisten wahrnehmen.