Frühlingszwiebel als Rohkost
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Die Frühlingszwiebel aus der Küchenapotheke

Die Zwiebel ist der natürliche Geschmacksverstärker in unserer Küche. Je nach Art gibt sie den Speisen eine süßliche, würzige, scharfe oder auch leicht bittere Note. Die Frühlingszwiebel gehört zur großen Familie der Zwiebeln, die nicht nur die Geschmacksvielfalt bereichert, sondern auch gesund ist.

Was ist die Frühlingszwiebel?

Frühlingszwiebeln werden oft auch als Lauchzwiebeln bezeichnet. Das ist verständlich, schließlich sieht die Frühlingszwiebel aus wie die schlanke Variante des Lauchs (Porree). Als Unterscheidungsmerkmal dienen die Blätter. Das Blatt des Lauchs ist flach, das der Frühlingszwiebel röhrenartig.

Tatsächlich gehört die Frühlingszwiebel aber zu den Speisezwiebeln. Die Knolle sollte übrigens möglichst lila gefärbt sein. Ist das nicht der Fall, wurde das Gemüse unreif geerntet. In der freien Natur und bei warmen Temperaturen erreicht diese Zwiebel eine Wuchshöhe von 30 bis 100 cm.

Geschmacklich ist die Frühlingszwiebel fein würzig. Sie ist ganzjährig erhältlich und wird zumeist importiert. Ihren Ursprung hat dieses gesunde Gemüse im orientalischen Raum und wurde schon 2000 v. Chr. angebaut. Als wildes Gemüse kommt es aber auch in Sibirien vor. Erst seit dem 17. Jahrhundert ist die Frühlingszwiebel in Europa bekannt. Seit dem 18. Jahrhundert wird sie auch im mitteleuropäischen Raum angebaut.

Regional ist sie im Bund vor allem im Frühjahr erhältlich, gilt aber als klassisches Wintergemüse. Die Lagerfähigkeit der herkömmlichen Gemüsezwiebel erreicht sie nicht. Nach einer Woche im Kühlschrank sollten Sie die Frühlingszwiebel spätestens verbraucht haben.

Was ist essbar?

Spülen Sie die Frühlingszwiebel gründlich ab und entfernen Sie Pflanzenteile die braun oder zerdrückt sind. Sie können die grünen Blätter ebenso verwenden wie die Knolle. Schneiden Sie lediglich das letzte Stück der Knolle mit den Wurzeln ab. Schälen müssen Sie nichts. Erhitzen Sie die Frühlingszwiebel nicht zu sehr, sie verliert sonst Ihr Aroma.

Wie gesund ist die Frühlingszwiebel?

Die Frühlingszwiebel enthält wie die klassische Speisezwiebel Senföle und Allicin. Allicin ist ein sekundärer Pflanzenstoff und wirkt entzündungshemmend. Er hat die Fähigkeit, Keime abzutöten. Das Gemüse regt außerdem die Verdauung an und fördert den Appetit. Es ist in der Lage, den Cholesterinspiegel zu senken und den Magen zu stärken.

Seit einigen Jahren wird die Frühlingszwiebel auch als unterstützendes Nahrungsmittel bei der Vorbeugung gegen Krebs erwähnt. Ein Grund für die Wirkung kann sein, dass die Inhaltsstoffe das Immunsystem stärken und somit die Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen senken. Die Frühlingszwiebel wurde in früheren Zeiten auch therapeutisch eingesetzt. Mit der Rückbesinnung auf die Heilkräfte der Natur wird die Frühlingszwiebel heute wieder zur begleitenden Behandlung bei:

  • Kopfschmerzen
  • Insektenstichen (äußerliche Behandlung)
  • Halsschmerzen
  • Erkältungen
  • Heiserkeit

Empfohlen; ernstzunehmende Wirksamkeitsnachweise dazu sind allerdings häufig nicht vorhanden.

Tricks für die gesunde Küche mit Frühlingszwiebeln

Nicht jeder mag Zwiebeln. Dabei lässt sich gerade mit der Frühlingszwiebel so manch schmackhafte und frische Speise zubereiten. Ein Beispiel dafür sind Dips mit Frühlingszwiebeln, die sich gut mit geröstetem Brot kombinieren lassen. Für einen solchen Dip für zwei Personen brauchen Sie:

  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 250 g Frischkäse
  • Pfeffer
  • Salz
  • Zitronensaft

Hacken Sie das Gemüse (roh) klein und vermischen Sie die Zutaten. Würzen Sie nach persönlicher Vorliebe mit Salz und Pfeffer. Pfiffig wird ein solcher Dip mit zusätzlich einer Knoblauchzehe und  50 g zerkleinerten Cherry-Tomaten. Verwenden Sie außerdem geräuchertes Paprikapulver und geben Sie einen Esslöffel Olivenöl hinzu.

Was passiert mit der abgeschnittenen Wurzel?

Werfen Sie die abgeschnittene Wurzel nicht auf den Kompost. Lassen Sie beim Abschneiden mehrere Zentimeter der Zwiebel stehen und stellen Sie die Knolle in ein Glas mit etwas Wasser. Sie schlägt schnell Wurzeln und treibt neu aus. Sie können Sie so in der Küche verwenden oder auch einpflanzen. Wenn Sie die Zwiebel im Garten in einen Kübel oder ein Hochbeet setzen, kommt sie im nächsten Jahr wieder. Sie ist übrigens sehr gut zwischen Erdbeerpflanzen aufgehoben. Erdbeeren und Zwiebeln sind sogenannte „gute Nachbarn“.

 

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