Unterschied Homöopathie und Schüssler Salze

Das unterscheidet die klassische Homöopathie von den Schüssler Salzen

Schüssler Salze und homöopathische Einzelmittel werden beide der homöopathischen Heilkunde zugeordnet. In der Philosophie der Diagnoseerstellung und der Anwendung gibt es aber deutliche Unterschiede. Dennoch bleiben einige Gemeinsamkeiten.

Grundsätzliches der Homöopathie und der Schüssler Salze

Die Grundlagen der homöopathischen Behandlung sind kompliziert. Klassisch-medizinisches Verständnis genügt nicht, denn die Homöopathie kennt keine klaren Dosis-Wirkungs-Beziehungen. Deshalb sind persönliche Empfehlungen nach guten Erfahrungen mit einem Mittel wenig hilfreich.

Zwar kann der Eigenerfolg auf andere übertragbar sein, es ist aber nicht zwingend so. Denn die Homöopathie behandelt nicht die Symptome und die daraus abzuleitende Erkrankung, sondern das ursächliche Ungleichgewicht. Das bedeutet, dass Kopfschmerzen durch geistige Anstrengung in der Homöopathie ganz anders behandelt werden, als z. B. erkältungsbedingte Kopfschmerzen entstehen.

In der Schulmedizin gibt es diese Unterscheidung nicht. Hier wird lediglich der Schmerz betäubt. Die Homöopathie liefert hingegen Impulse zur Selbstheilung. Die Mittel würden in ihrer ursprünglichen (unverdünnten) Form die Symptome auslösen, die Anzeichen der Erkrankung sind. Ein typisches Beispiel ist Apis, die Honigbiene, als Mittel gegen stechende Halsschmerzen.

Schüssler Salze zielen auf die feinstoffliche Behandlung ab. Das Ungleichgewicht innerhalb der einzelnen Zellen ist nach diesen Prinzipien Auslöser der Erkrankung. Die Wiederherstellung des Gleichgewichts soll die Erkrankung heilen. Ein Beispiel ist der Mangel an Calcium Fluoratum, der das Bindegewebe schwächt. Die Einnahme des Salzes verhilft dem Bindegewebe zu mehr Straffheit und Stabilität.

Unterschiede zwischen beiden Behandlungsformen

Die klassische Homöopathie setzt auf die Behandlung mit einem einzelnen Mittel, das zum Patienten und seiner akuten Situation passt. Im Rahmen von Erkrankungen führt das dazu, dass die nächste Phase der Krankheit ein neues Mittel erfordern kann. Bestenfalls genügt aber eine Einmalgabe, ggf. ist eine Wiederholung erforderlich.

Das ist vor allem dann der Fall, wenn der Patient unter einer chronischen Erkrankung leidet, die im Schwerpunkt symptomatisch behandelt wurde. Im Rahmen der Genesung nach einer homöopathischen Behandlung kann das zu führen, dass der Betroffene viele Symptome noch einmal erlebt, bis die Krankheit auszuheilen beginnt.

Ein Unterschied zwischen den beiden Therapieformen ist, dass die Basis der Schüssler Salze allesamt Stoffe sind, die so auch im Körper vorkommen. Das ist bei der Homöopathie nicht der Fall. Diese Mittel können mineralischen, pflanzlichen und auch tierischen Ursprungs sein. Vor diesem Hintergrund ist bei der Homöopathie auch von einer Reiztherapie die Rede. Dazu ist anzumerken, dass der Reiz nur dann zu einer Reaktion führen kann, wenn die Zelle über alle Stoffe für den Bau und die Funktion verfügt.

Der Vergleich zum Auto hilft, die Problemstellung zu verstehen. Es nützt nämlich nichts, das Gaspedal durchzutreten, wenn der Motor nicht anspringen kann, weil der Treibstoff fehlt. Das zeigt auch, dass Schüssler Salze und Homöopathie sich sehr gut ergänzen können. Die Schüssler Salze schaffen dann die Grundvoraussetzungen, damit die homöopathischen Mittel ihre Wirkung entfalten können.

Homöopathische Mittel sind darüber hinaus in sehr viel mehr Potenzen erhältlich, als es bei Schüssler Salzen der Fall ist.

Gemeinsamkeiten bei der Darreichungsform

Missverständnisse gibt es auch bei der Darreichungsform. Die „Kügelchen“ sind die sogenannten Globuli.

Die Wirkweise unterscheidet sich nicht zu der in Tablettenform. Lediglich, dass die Dosierung bei den Globuli einfacher ist, wenn nur geringe Mengen verabreicht werden sollen.

Salben hingegen sind für die äußerliche Anwendung gedacht. Die Globuli als solche sind also nicht das Medikament, sondern lediglich die Form. Entscheidend für die Behandlung ist, um welches Mittel/welchen Wirkstoff es sich handelt.

Gemeinsamkeiten bei der Auswahl der Mittel

Sowohl die klassische Homöopathie, als auch die Behandlung mit Schüssler Salzen setzt auf Einzelmittel. Das bedeutet aber auch, dass das Mittel zur Erkrankung und zur Person passen muss. Dabei wird der gesamte Mensch analysiert und nicht nur die Symptomatik. Bei beiden Behandlungsformen kann auch die Antlitzdiagnose eine Rolle spielen, die dem Behandler wichtige Hinweise auf die Konstitution und die Erkrankung liefern.

 

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