Milchzaehne

Das sollten Eltern über Milchzähne wissen

Die ersten Zähne sind die Milchzähne. Sie bleiben, bis sie im größer werdenden Kiefer durch die bleibenden Zähne ersetzt werden. In der Zeit vom Durchbruch des ersten Zahns bis zum Ausfallen der Milchzähne stellen sich Eltern viele Fragen.

Wann bekommen Kinder Zähne?

Das Kind kommt im ersten halben Jahr seines Lebens mit Muttermilch oder guter flüssiger Ersatznahrung gut aus. Erst ab etwa dem sechsten Lebensmonat brechen die ersten der insgesamt 20 Milchzähne durch. Mit dem Durchbrechen der Zähne nimmt das Interesse des Babys an fester Nahrung zu. Auch das ist ein natürliches Signal, dass es Zeit wird, den Speiseplan mit festerer Nahrung zu ergänzen.

Wann kommen welche Zähne?

  • Zwischen dem 6. und 12. Monat bricht der erste Schneidezahn durch. Bei den meisten Babys wird der erste Schneidezahn zuerst im Unterkiefer sichtbar.
  • Ab dem 7. bis 16. Monat folgt der zweite.
  • Mit dem ersten Backenzahn sollten Eltern ab dem 12. Monat rechnen.
  • Der zweite Backenzahn zeigt sich zwischen dem 20. und 33. Monat.
  • Der erste Eckzahn zeigt sich zwischen dem 16. und 23. Monat.

Die Reihenfolge des Durchbruchs ist bei den meisten Kindern gleich. Der Zeitpunkt lässt sich aber nicht sicher eingrenzen. So kann es auch vorkommen, dass die ersten Zähne schon bei der Geburt sichtbar sind. Ebenso ist es möglich, dass der erste Zahn auch mit Vollendung des ersten Lebensjahrs noch auf sich warten lässt.

Wann verlieren Kinder die Milchzähne?

Kommen keine Unfälle oder Zahnerkrankungen dazwischen, verliert das Kind die Zähne meist in der gleichen Reihenfolge, wie sie sichtbar geworden sind. Das bedeutet, dass zuerst die Schneidezähne ausfallen, und zwar zumeist zwischen dem 6. und 8. Lebensjahr. Die Backenzähne und die Eckzähne verliert das Kind etwa ab dem 9. Lebensjahr.

Können Milchzähne Schmerzen verursachen? 

Das Durchbrechen der Zähne aus dem Kiefer wird als Zahnen bezeichnet. Beim Zahnen ist das Zahnfleisch gerötet und kann sich entzünden. Als Begleiterscheinung sind leichtes Fieber und Durchfall möglich. Das Zahnen kann für das Baby schmerzhaft sein, ganz sicher ist es aber unangenehm. Erkennbar ist das einsetzende Zahnen mit einer verstärkten Speichelbildung. Auch beißt das Kind gern auf harte Gegenstände. Damit kann es den Schmerz, der durch den drückenden Zahn ausgelöst wird, etwas lindern. Natürlich darf das Baby dafür nur Dinge in die Hand bekommen, die es nicht verschlucken kann oder die anderweitig Schäden anrichten könnten. Sehr gut geeignet sind Beißringe aus der Apotheke.

Baby und Kleinkind beim Zahnen unterstützen

Solange die Symptome leicht sind, genügt ein gekühlter Beißring. Wichtig ist, dass er nur leicht gekühlt ist, damit die Babyhaut keinen Schaden nimmt. Eis ist nicht geeignet! Bei stärkeren Symptomen und erkennbaren Schmerzen empfehlen sich Zahnungsgels aus der Apotheke. Sie kühlen und enthalten anti-entzündliche Substanzen. Als Hausmittel eignet sich die Veilchenwurzel. Veilchenwurzeln geben beim Kauen Inhaltsstoffe ab, die den Schmerz lindern. Eine solche Wurzel muss aber regelmäßig unter heißem Wasser abgespült werden, um die Keimbildung einzudämmen. Zusätzlich eignen sich auch Tees, die nicht gesüßt sein sollten. Wenn das Baby das zulässt, können auch vorsichtige Massagen der Zahnleiste lindernd wirken. Wird das Zahnen für das Kind erkennbar zur Qual oder brechen die Zähne nicht durch, sollte der Kinderarzt das Baby untersuchen.

Die Zähne fallen aus – was ist zu beachten?

Das Ausfallen der Backenzähne ist für das Kind weniger belastend als das Zahnen. Es ist aber für die Kleinen mit Aufregung verbunden. Bevor ein Zahn ausfällt, beginnt er zu wackeln. Das ist störend und kann auch etwas schmerzen. Berichtet das Kind über starke Schmerzen, kann der Zahnarzt helfen. Die offene Wunde nach dem Ausfallen schließt sich für gewöhnlich schnell und bereitet im Normalfall keine Probleme.