erste Hilfe blaues Auge
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Blaues Auge? Das hilft schnell und zuverlässig

Das berüchtigte blaue Auge ist zumeist die schmerzhafte Folge eines Schlags oder eines Zusammenstoßes mit Gegenständen.

Es kann aber auch durch einen Insektenstich ausgelöst werden, denn die Hautregion um das Auge ist besonders empfindlich und enthält nur wenig Unterhautfettgewebe. Bei einem Stich durch blutsaugende Insekten gelangen zudem Substanzen in die Blutbahn, die die Blutgerinnung in dieser Region einschränken. Das kann zu blauen Flecken führen.

Eine weitere Ursache können sogenannte Sickerblutungen sein. Das sind langsame Einblutungen nach einer Verletzung, die bereits Stunden zurückliegen kann. Schön ist ein solches „Veilchen“ nicht, die Betroffenen können den Heilungsprozess aber durch ein paar Tipps verbessern.

Das ist der Verlauf des blauen Auges

Durch den Schlag oder Sturz auf die Region um das Auge platzen Blutgefäße. Blut tritt in das Gewebe ein und es kommt zu sichtbaren Schwellungen und einer roten Verfärbung. Die Schwellung klingt nach einigen Tagen ab und die Haut wird durch das geronnene Blut blau bis lila.

Im weiteren Verlauf wird das Blut zerlegt und abtransportiert. Deshalb verändert sich die Verfärbung ins Gelbe bis sie schließlich ganz verschwindet. Die Dauer der sichtbaren Folgen der Verletzung ist abhängig von der Schwere und auch davon, ob das Auge selbst ebenfalls betroffen ist.

Im Normalfall ist ein blaues Auge nach 14 Tagen ausgeheilt. Bei einer allgemein gestörten Wundheilung kann es jedoch auch deutlich länger dauern. Das kann bei älteren Patienten, aber auch bei Diabetikern der Fall sein.

Risiken erkennen – gefährliche Folgen vermeiden

Ein blauer Fleck rund um das Auge ist zumeist harmlos. Dennoch ist auf den ersten Blick vor allem nach einem kräftigen Schlag oder Stoß nicht immer deutlich, ob das Auge selbst verletzt worden ist. Ein Arztbesuch ist zwingend nötig, wenn:

  • Einblutungen ins Auge sichtbar sind
  • Die Umgebung so geschwollen ist, dass der Zustand des Auges unklar ist
  • Sehstörungen auftreten
  • Das Auge schmerzt oder starke Kopfschmerzen auftreten
  • Bewusstseinsstörungen, fehlende Erinnerung an den Sturz/Schlag

In solchen Fällen muss der Patient unverzüglich einem Arzt vorgestellt werden. Ein blaues Auge ist immer die Folge starker Kräfte auf den Kopf. Es kann also je nach Umstand auch eine Gehirnerschütterung oder ein Schleudertrauma vorliegen. Ist das blaue Auge die Folge eines Sturzes, muss die Ursache geklärt werden.

Vor allem bei älteren Personen reicht das Stolpern als Erklärung nicht unbedingt aus. Vielmehr muss geprüft werden, ob vielleicht Bewusstseinstrübungen oder ein Schlaganfall Grund für den Sturz war. Eine Untersuchung bringt Klarheit.

Die DOs zur Soforthilfe – Schnelles Eingreifen ist wichtig

Folgende Maßnahmen sollten Sie schnellstmöglich einleiten:

  • Kühlen Sie die verletzten Hautstellen sofort. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen und die Blutung lässt schneller nach. Das reduziert das Ausmaß der Schwellung und der Verfärbung.
  • Lagern Sie den Kopf hoch, damit der Abtransport von Flüssigkeiten rund um das Auge nicht noch zusätzlich erschwert wird.
  • Salben auf der Basis von Heparin helfen außerdem, das ausgetretene Blut schneller wieder abzutransportieren. Die Salbe darf nicht ins Auge gelangen.

Benutzen Sie am besten Kühlakkus oder auch Eis. Beides darf nicht direkt auf die Haut, sondern sollte in ein Leinentuch gehüllt werden, um Erfrierungen der Haut zu vermeiden. Das Kühlen empfiehlt sich für 30 Minuten mit kurzen Unterbrechungen im Abstand einiger Minuten. Auch über den restlichen Tag sollte die betroffene Stelle immer mal wieder gekühlt werden.

Die DON´Ts – Das eignet sich auf keinen Fall

Das Steak aus dem Kühlschrank ist der klassische Tipp, um ein blaues Auge zu verhindern. Allerdings ist diese Maßnahme völlig ungeeignet und sogar gefährlich, denn dabei könnten Keime vom Fleisch in das empfindliche Auge gelangen und schwerste Infektionen auslösen, die schlimmstenfalls zu Blindheit führen.

Wenn die Schwellung nicht abheilt

In seltenen Fällen bleiben Schwellung oder Verfärbung bestehen. Dabei handelt es sich um eine Komplikation, die zu einer Entzündung des Auges führen kann, ausgelöst durch eine Verkapselung des Blutergusses. Die Einblutung muss dann chirurgisch entfernt werden.

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