Äpfel: Ein Klassiker, der viel kann

Äpfel: Ein Klassiker, der viel kann

Ein englisches Sprichwort behauptet, dass ein Apfel am Tag den Doktor fernhalten könne: „An apple a day keeps the doctor away“. Dass man dies nicht ganz wortwörtlich nehmen kann, wurde in einer amerikanischen Studie bestätigt. Allerdings hielt man dort auch fest, dass die Apfelesser zwar gleich oft den Arzt aufsuchen als jene, die keine Äpfel konsumieren, allerdings weniger verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen. Die Schlussfolgerung, dass Äpfel gesund sind, liegt also nahe! Warum das so ist und welche Vorteile der Apfel für Ihre Gesundheit bereithält, erfahren Sie hier bei uns. Außerdem halten wir für Sie ein Rezept für einen alkoholfreien Apfel-Punsch bereit.

Der Apfel – Superfood aus dem heimischen Garten

Je exotischer, desto besser, könnte man meinen, wenn man sich Listen der „Superfoods“ (Nahrungsmittel, die außergewöhnlich reich an Nährstoffen sind) ansieht. Dabei haben frische Äpfel eine erstaunliche Wirkung auf unseren Organismus und schmecken dabei auch noch lecker. Der Grund, warum man immer wieder eine Ernährung propagiert, die reich an Obst und Gemüse ist, liegt in den sekundären Pflanzenstoffen (Phytochemikalien).

Auch im Apfel sind eine ganze Reihe dieser Stoffe vertreten. Allesamt mit starker antioxidativer Wirkung, welche bei der Prävention von einer Menge chronischer Krankheiten von Bedeutung ist. Allerdings ist der Gehalt dieser Pflanzenstoffe von einigen Faktoren abhängig, nämlich der Apfelsorte, dem Reifegrad, der Lagerung und der Verarbeitung. Wenn Sie den Apfel zur Gesundheitsvorsorge genießen, sollten Sie ihn keinesfalls kochen!

Wie wirkt Apfelpektin?

Dabei handelt es sich um einen Ballast- und Quellstoff, der die Verdauung fördert und hilft, die Darmflora zu sanieren. Der hohe Gehalt an Pektin macht den Apfel zum idealen Diätbegleiter: Wenig Kalorien, dafür reich an Vitaminen und Ballaststoffen, so ist der Apfel der geeignete Snack, wenn Sie ein paar Kilos loswerden wollen. Bewährt hat es sich auch, rund 15 Minuten vor der Hauptmahlzeit einen Apfel als Vorspeise zu essen. Das erste Hungergefühl ist gestillt, somit essen Sie automatisch von der nachfolgenden Mahlzeit weniger.

Das Apfelpektin kann aber noch einiges mehr:

  • wirkt lindernd bei Durchfallerkrankungen,
  • dient der Entschlackung,
  • unterstützt das Bindegewebe,

Als Hausmittel bei Durchfall sollten Sie den Apfel gerieben zu sich nehmen, da er so leichter verdaulich ist und das Pektin so die Flüssigkeit besser aufnehmen kann. Das Pektin quillt im Darm auf, bindet Flüssigkeit und macht so den Stuhl fester. In der Apotheke gibt es sogar pektinhaltige Präparate, falls Sie überhaupt keine Äpfel mögen.

Äpfel sind aber nicht nur gute Ersthelfer bei Darmproblemen, sondern helfen auch dauerhaft mit, die Darmflora zu sanieren. Dies geschieht, indem die Ballaststoffe des Apfels von den Darmbakterien in kurzkettige Fettsäuren umgewandelt werden. Diese stellen wiederum Energielieferanten für die Darmschleimhaut dar.

Wichtig: Die Äpfel immer mit der Schale verzehren, denn hier befinden sich die meisten wertvollen Inhaltsstoffe.

Frische Äpfel und Apfelsaft sind gut für die grauen Zellen

Tatsächlich konnten Forscher aus Massachusetts, USA, bereits 2009 nachweisen, dass der tägliche Konsum eines Apfels, bzw. naturtrüben Apfelsafts das Alzheimerrisiko senkt. Bei bereits Erkrankten wurde eine Verbesserung von Ängsten, Nervosität und Wahnvorstellungen verzeichnet, wenn über 4 Wochen täglich ein Viertel Liter Apfelsaft konsumiert wurde. Der Grund dafür ist, dass der Apfelsaft die Bildung von Beta-Amyloiden hemmt, diese Ablagerungen sind mitverantwortlich für die Entstehung von Demenzerkrankungen.

Rezept für die Gesundheit: Alkoholfreier Apfel-Punsch

Zubereitungszeit: 15 Minuten

Schwierigkeitsgrad: einfach

Zutaten:Rezept alkoholfreier Apfelpunsch

  • 4 Prisen Zimt
  • 680 ml   naturtrüber Apfelsaft
  • 3 TL  Zucker
  • 1 Beutel Weihnachts- oder Kräutertee
  • 1 Prise Anis
  • 120 ml   kochendes Wasser

Zubereitung:

In einem Kochtopf 680 ml Apfelsaft gießen und auf mittlerer Stufe köcheln lassen. Zimt, Zucker und Anis langsam unterrühren, dann das kochende Wasser hinzufügen. Nach Belieben können Sie auch Gewürze wie Ingwer, Vanillemark oder Nelken ergänzen. Als letztes den Teebeutel hineinlegen und 5 – 10 Minuten ziehen lassen.

Zum Trinken den Punsch in ein hitzebeständiges Gefäß füllen.

Viel Freude beim Nachkochen!

Welche Apfelsorte ist die gesündeste?

Das Angebot an Apfelsorten ist riesig und undurchschaubar. Neue Sorten werden oftmals dafür gezüchtet, wochenlang makellos und lange haltbar zu sein, sowie eine oft überdimensionale Größe anzunehmen. Ihr Geschmack ist süß und mild. Alte Sorten schmecken hingegen oft säuerlich und herb, und sie sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Neue Züchtungen, die auf Apfelplantagen wachsen, werden ständig gegen Pilzinfektionen und Insektenbefall behandelt, und bilden keinen Selbstschutz mehr aus. Somit enthalten sie auch deutlich weniger der sekundären Pflanzenstoffe, z.B. den Polyphenolen, die den Apfel so gesund machen. Als besonders reich an Polyphenolen wird die Sorte Idared beschrieben. Auch Boskop, Renetten oder Gewürzluiken, die eher herb im Geschmack sind, enthalten reichlich Polyphenole. Wahrscheinlich werden Sie diese Sorten jedoch nur mehr auf dem Biomarkt, bzw. direkt bei einem Bauern finden.

Möchten Sie selbst einen Apfelbaum pflanzen, sollten Sie auf jeden Fall auf eine alte Sorte setzen, und diese von einer spezialisierten Baumschule erwerben.