Achtsam und bewusst in den Tag starten: Deine achtsame Morgenroutine

Immer wieder hört man von Achtsamkeit, Meditation und „Mindful Mornings“ – doch was steckt wirklich dahinter? Wir erklären, was eine achtsame Morgenroutine bewirken kann und wie sie aussehen sollte, um Stress zu reduzieren, den Alltag zu entschleunigen und nachhaltig die Lebensqualität zu verbessern. „Achtsam und bewusst in den Tag starten“: wie es geht und wie die achtsame Morgenroutine aussehen kann.

Was ist Achtsamkeit?

Das Prinzip der Achtsamkeit entstammt ursprünglich dem Buddhismus. Dabei geht es darum, Momente bewusst zu erleben, ohne sie zu bewerten. Achtsam zu leben bedeutet, im Moment zu sein – und nicht in Gedanken entweder sorgenvoll oder grübelnd über die Zukunft oder die Vergangenheit festzustecken. Diese Lebensweise kann dazu beitragen, die eigene Lebensqualität nachhaltig zu verbessern und die Psyche zu schützen.

Warum überhaupt eine Morgenroutine etablieren?

Eine achtsame Morgenroutine kann langfristig helfen, besser in den Tag zu starten. Sie bietet die nötige Struktur, um energiegeladen und leichter aus dem Bett zu kommen und das eigene Wohlbefinden zu steigern. Zudem kann sie sogar Stress reduzieren und gleichzeitig die Konzentrationsfähigkeit erhöhen. Dafür braucht es gar nicht viel – und vor allem auch nicht viel Zeit am Morgen, denn jede achtsame Morgenroutine kann individuell an die eigene Bedürfnisse und den vorhandenen zeitlichen Rahmen angepasst werden.  

Tipp Nr. 1 für eine achtsame Morgenroutine: Meditation

Für viele ist Meditation ein wesentlicher Bestandteil einer achtsamen Morgenroutine. Meditation kann dabei helfen, zu entspannen, Stress zu reduzieren, aber auch die Kreativität und Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen. Wer noch nie meditiert hat, dem kann der Start mit einer App helfen: Headspace, Calm oder 7Mind ermöglichen einen einfach Einstieg und bieten für diejenigen, die morgens nicht viel Zeit haben auch drei- oder fünfminütige Meditationen an. Einfach einen ruhigen und gemütlichen Platz suchen, die Augen schließen und ein paar Minuten dem eigenen Atem lauschen – und wenn Gedanken im Geist auftauchen, sie sanft loslassen und zur Atmung zurückkehren. Ganz nebenbei werden beim Meditieren sogar Endorphine ausgeschüttet.

 

Tipp Nr. 2 für eine achtsame Morgenroutine: Dankbarkeit und Journaling

Auch das sogenannte Journaling, bei dem man täglich kurz ein paar Gedanken schriftlich festhält, ist für viele Menschen ein Teil ihrer Achtsamkeitsroutine. Beim Journaling geht es primär darum, Dankbarkeit zu praktizieren, sich also vor Augen zu führen, wofür man im Alltag dankbar ist. Das könnte dann beispielsweise so aussehen: „Heute bin ich dankbar für… 1. Den leckeren Kaffee – 2. Dass die Sonne scheint – 3. Mein Zuhause“. Ein Journal kann somit dabei helfen, den Fokus auf positive und schöne Begebenheiten im eigenen Leben zu lenken, was wiederum dazu führen kann, dass sich die eigene Lebensqualität verbessert.

Tipp Nr. 3 für eine achtsame Morgenroutine: Wasser trinken

Für viele gehört der Kaffee am Morgen einfach dazu. Viel gesünder als ein Kaffee am Morgen ist für unseren Körper jedoch ein großes Glas lauwarmes Wasser. Es kann helfen, den Stoffwechsel in Schwung zu bringen. Besonders wichtig ist das Wasser trinken am Morgen auch deshalb, weil unser Körper während der Nacht bis zu 10 Stunden auf Wasser verzichten musste, aber unter anderem durch nächtliches Schwitzen viel Flüssigkeit veloren hat.

Tipp Nr. 4 für eine achtsame Morgenroutine: Bewegung

Es muss keine morgendliche Jogging-Runde sein. Wem eher nach Spazierengehen, Yoga oder Pilates ist, tut seinem Körper damit genauso etwas Gutes. Dabei muss das morgendliche Bewegungsintervall auch überhaupt nicht lang sein: selbst 10-15 Minuten können sich schon positiv auf unseren Organismus auswirken und uns einfach ein gutes Gefühl geben – denn wer kennt es nicht, das gute Gefühl nach dem Workout? Man ist stolz auf sich, fühlt sich produktiver und hat zudem schon einen kleinen Programmpunkt auf der To-do-Liste erledigt.

Tipp Nr. 5 für eine achtsame Morgenroutine: Offline-Zeit

Wer mit einem Blick auf die Emails, Social Media Kanäle oder Nachrichten in den Tag startet, wird automatisch in eine reaktive Position gedrängt. Vielleicht lesen wir direkt nach dem Aufstehen eine Arbeitsemail, die schon ankündigt, dass Stress auf uns wartet. Oder wir werden direkt mit negativen Neuigkeiten aus den Medien konfrontiert. Wer aber sein Smartphone oder andere elektronische Geräte in der ersten Zeit nach dem Aufstehen ausgeschaltet lässt und sich selbst ein bisschen Offline-Zeit gönnt, kann entspannter starten und sich zunächst auf sich selbst konzentrieren.