Abkühlung bei Hitze

Abkühlung bei Hitze

Endlich ist der heißersehnte Sommer in Schwung gekommen – und trotzdem wünscht man sich jedes Jahr, er würde den Arbeitsplatz mit den hohen Temperaturen verschonen. Die Leistungsfähigkeit sinkt, die Motivation gleich dazu, für den Kreislauf sind die Tage anstrengend, Kopfschmerzen und Schwindel gesellen sich gern dazu. Die 26 °C-Grenze sollte die Temperatur am Arbeitsplatz jedenfalls nicht übersteigen, ist in verschiedenen Richtlinien nachzulesen. Nun stellt sich nur mehr die Frage, wie man diese am besten erreichen kann, deshalb haben wir für Sie einige erfrischende Tipps gesammelt…

Geliebt und verdammt: Die Klimaanlage

Fehlt sie, ist das Bedauern groß. Gibt es sie, sorgt sie für Uneinigkeit wie selten ein Gerät des Büroinventars: Die Klimaanlage. Es scheint fast unmöglich, eine Einstellung zu erreichen, bei der nicht geschwitzt oder gefroren, bzw. eine Erkältung provoziert wird. Das Hauptproblem liegt im individuellen Wärmeempfinden eines jeden einzelnen, was in einem Großraumbüro schwierig unter einen Hut zu bekommen ist. Ein Halstuch gegen die Zugluft sollte auf jeden Fall in der Schreibtischlade bereit liegen, viel trinken hilft gegen das Austrocknen der Schleimhäute. Auf weniger als 20 Grad sollte in einem Büro nicht herabgekühlt werden.

Eigentlich wird empfohlen, dass der Unterschied zur Außentemperatur nicht mehr als 6 °C betragen soll, denn der Wechsel zwischen hohen Außentemperaturen und kühlem Innenraum stresst das Immunsystem, schwächt die Abwehr und belastet das Herz-Kreislauf-System.

Damit die Klimaanlage nicht zur „Bazillenschleuder“ mutiert, sollte sie mindestens 1 Mal jährlich fachmännisch gewartet werden. Bei hoher Luftfeuchtigkeit, z.B. durch Kondenswasser, freuen sich besonders die Schimmelpilze.

Coole Tipps gegen Hitze bei der Arbeit:

Falls Ihr Arbeitgeber ein Gleitzeitmodell anbietet, nutzen Sie es, um früher zu starten, und früher in den Feierabend zu gehen.

Tragen Sie luftige, atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle oder Leinen, welche keinen Hitzestau am Körper verursacht und Schweiß aufnimmt. Halten Sie auch Reservekleidung parat für den Fall, dass Sie einmal völlig durchgeschwitzt sein sollten.

Verzichten Sie in der Mittagspause auf schweres, fettreiches Essen, welches die Leistungsfähigkeit noch mehr senkt. Salate, Joghurt mit Obst etc. sind bei Gluthitze die besseren Alternativen, ebenso wie Fisch und Geflügel.

Natürlich nicht vergessen: Viel trinken! Von Wasser, Früchtetees und Saftschorlen sollten rund 2 l täglich getrunken werden. Besser ist es, ca. alle 20 Minuten einige Schlucke zu trinken, als nach zwei Stunden zu versuchen einen Liter zu bewältigen. Versuchen Sie, den Kaffeekonsum zu reduzieren, denn er regt die Schweißproduktion zusätzlich an. Und auch wenn es Ihnen nach eisgekühlten Getränken gelüstet, so sollten sie die Eiswürfel doch lieber weg lassen. Denn kalte Getränke senden falsche Signale an den Körper. Mehr erfahren Sie dazu in unserer Serie Mythos oder Wahrheit. Hängt Ihnen das viele Trinken schon buchstäblich zum Hals heraus, können als Alternative auch Wassermelonenstücke oder Tomaten verzehrt werden.

Kühlen Sie sich regelmäßig mit kaltem Wasser ab, welches Sie über ihren Puls laufen lassen, und tragen Sie es auch auf den Nacken und die Schläfen auf.

Denken Sie daran, alle elektrischen Geräte, die Sie nicht zwingend brauchen, auszuschalten, da Sie zusätzliche Wärme erzeugen.

Lüften Sie das Büro am frühen Morgen, und lassen Sie die Fenster tagsüber geschlossen. Verdunkeln Sie, wenn möglich, die Fenster mit Jalousien oder Vorhängen.

Wenn Sie einen Tischventilator verwenden, achten Sie darauf, dass er nicht direkt auf Ihr Gesicht ausgerichtet ist, sonst droht Erkältungsgefahr, Kopfschmerzen und Verspannungen. Besser ist es, den Ventilator auf den Oberkörper auszurichten.

Tipps gegen übermäßiges Schwitzen:

Trotz allen guten Ratschlägen ist es nicht zu vermeiden, dass man jenseits der 30 °C-Marke ins Schwitzen kommt. Wenn man Kundenkontakt hat, ist dieser Umstand besonders unangenehm. Hier haben wir ein paar Hausmittel für Sie gesammelt, welche die Schweißproduktion ein wenig in Grenzen halten sollen.

Für eine Regulierung des Schwitzens sorgt Salbeitee, damit der Schweiß weniger unangenehm riecht, soll das Trinken von Tausendgüldenkraut-Tee helfen.

Gegen „Schwitzehändchen“ hilft Kamillentinktur oder Franzbranntwein.

Damit es unter den Achseln trocken bleibt, können Sie sich mit Babypuder behelfen.

Ein Bad mit dem Zusatz von Bockshornklee kann für eine Beruhigung überaktiver Schweißdrüsen sorgen.