Ranitidin Heumann 75 mg Filmtabletten

Artikelnummer: 03245883
Anbieter: HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG
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Beschreibung für Ranitidin Heumann 75 mg Filmtabletten

Ranitidin Heumann ist ein Mittel gegen Sodbrennen.

Es wird nur kurzfristig angewendet.


Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Weitere Informationen

    Anwendungsgebiete

    • Das Arzneimittel ist ein Magen-Darm-Mittel und gehört in die Gruppe der sogenannten Histamin-H2-Rezeptorblocker, die die Produktion von Magensäure verringern.

    • Das Präparat wird verwendet zur kurzfristigen Behandlung von Sodbrennen.

    • Wenn Sie sich nach 14 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.


    Gegenanzeige
    • Das Arzneitmittel darf nicht eingenommen werden
      • wenn Sie allergisch gegen Ranitidinhydrochlorid, andere sogenannte H2-Rezeptor-Antagonisten oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.


    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

    • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

      • Sehr häufig: kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen

      • Häufig: kann bis zu 1 Behandelten von 10 betreffen

      • Gelegentlich: kann bis zu 1 Behandelten von 100 betreffen

      • Selten: kann bis zu 1 Behandelten von 1.000 betreffen

      • Sehr selten: kann bis zu 1 Behandelten von 10.000 betreffen

      • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar



    • Die folgenden Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien mit Ranitidin oder in der Alltagsanwendung beobachtet. Die meisten dieser Nebenwirkungen (und ihre Häufigkeit) wurden bei der kontinuierlichen Verabreichung höherer Dosen beobachtet:

      • Gelegentlich

        • Bauchschmerzen

        • Durchfall

        • Verstopfung

        • Übelkeit



      • Selten

        • Überempfindlichkeitsreaktionen (Urtikaria [Nesselausschlag], Angioödem [Schwellungen im Gesicht], Fieber, Bronchialkrampf, Blutdruckabfall, Brustschmerzen)

        • vorübergehende und reversible Veränderungen der Leberwerte

        • Hautausschlag

        • Juckreiz

        • Erhöhungen der Plasmakreatininwerte (Wert für die Nierenfunktion)



      • Sehr selten

        • Veränderungen des Blutbildes (Leukozytopenie und/oder Thrombozytopenie, Agranulozytose oder Panzytopenie, manchmal mit Knochenmarkshypoplasie oder -aplasie [Verringerung einer, mehrerer oder aller Blutzellen])

        • allergischer Schock

        • Kopfschmerzen (manchmal starke)

        • reversible unwillkürliche Bewegungsstörungen

        • Müdigkeit

        • reversible Verwirrtheitszustände, Unruhezustände

        • Halluzinationen

        • Depressionen

        • Schwindel

        • unscharfes Sehen (reversibel)

        • Herzrhythmusstörungen (Tachykardie, Bradykardie und AV-Block)

        • Gefäßentzündungen

        • akute Bauchspeicheldrüsenentzündung

        • Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht (meist reversibel)

        • Erythema multiforme (schwerwiegende Haut-/Schleimhautreaktion)

        • Haarausfall

        • Symptome des Bewegungsapparates wie Gelenk und Muskelschmerzen

        • Nierenentzündung (akute interstitielle Nephritis)

        • reversible Impotenz

        • Brustsymptome wie Gynäkomastie (Vergrößerung der Brustdrüse des Mannes) und Galaktorrhö (Milchfluss)

        • Störungen im Sexualverhalten (Libidoverlust)



      • Nicht bekannt
        • Laryngospasmus (Stimmritzenkrampf)




    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.


    Dosierung
    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

    Schwangerschaftshinweis

    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

    • Schwangerschaft

      • Der Wirkstoff des Arzneimittels passiert die Plazenta (Mutterkuchen) und gelangt somit in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes.

      • Bisherige Erfahrungen mit der Anwendung von Ranitidin bei Schwangeren haben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen auf das ungeborene Kind oder die Schwangerschaft selbst ergeben. Sie sollten jedoch grundsätzlich ärztlichen Rat einholen, bevor Sie in der Schwangerschaft Medikamente einnehmen.

      • Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie das Präparat nur dann einnehmen, wenn Ihr behandelnder Arzt Ihnen dies ausdrücklich empfiehlt.



    • Stillzeit
      • Der Wirkstoff geht in die Muttermilch über. Es gibt keine Untersuchungen darüber, ob die Aufnahme von Ranitidin über die Muttermilch für den Säugling schädliche Wirkungen hat. Sie sollten in der Stillzeit das Arzneimittel nicht einnehmen, es sei denn, Ihr behandelnder Arzt empfiehlt Ihnen dies ausdrücklich.



    Anwendungshinweise
    • Nehmen Sie die Filmtablette unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) ein. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

    Wechselwirkungen

    • Einnahme des Präparates zusammen mit anderen Arzneimitteln

      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

      • Ranitidin kann die Aufnahme, die Verstoffwechselung und die Ausscheidung über die Nieren anderer Arzneimittel beeinflussen. Diese veränderte Pharmakokinetik kann eine Dosisanpassung des beeinflussten Arzneimittels oder die Beendigung der Behandlung erfordern.

      • Beeinflussung von Enzymsystemen:

        • Ranitidin in therapeutischen Dosen verstärkt nicht die Wirkungen von Arzneimitteln, wie z. B. Diazepam, Lidocain, Phenytoin, Propranolol und Theophyllin.

        • Es gibt Berichte über veränderte Prothrombinzeiten mit Cumarin-Antikoagulantien (z. B. Warfarin oder Phenprocoumon). Aufgrund der engen therapeutischen Breite wird eine engmaschige Überwachung von erhöhter oder erniedrigter Prothrombinzeit während der gleichzeitigen Behandlung mit Ranitidin empfohlen.

        • In gezielten Untersuchungen (klinischen Studien) wurde eine Beeinträchtigung des Abbaus von Theophyllin und/oder eine Erhöhung der Theophyllinspiegel im Plasma durch Ranitidin nicht nachgewiesen. Es liegen jedoch einzelne Berichte über Patienten vor, bei denen unter der gemeinsamen Therapie mit Ranitidin und Theophyllin Erhöhungen der Theophyllinspiegel und Überdosierungserscheinungen von Theophyllin beobachtet wurden. Daher sollten unter gleichzeitiger Therapie mit dem Arzneimittel die Theophyllinspiegel kontrolliert und gegebenenfalls eine Dosisanpassung des Theophyllins vorgenommen werden.



      • Ausscheidung über die Niere:
        • Bei höherer Dosierung (z. B. solcher, die zur Behandlung des Zollinger-Ellison-Syndroms verwendet wird) kann es zu einer Abnahme der Ausscheidung (tubuläre Sekretionshemmung) von Procainamid und N-Acetylprocainamid kommen, was zu erhöhten Plasmaspiegeln dieser Arzneimittel führen kann.


      • Veränderung des pH-Wertes im Magen:

        • Die Bioverfügbarkeit bestimmter Arzneimittel kann beeinträchtigt sein. Dies kann zu einer Zunahme der Aufnahme (sog. Resorption) (z. B. Triazolam, Midazolam) oder Abnahme der Resorption (z. B. Ketoconazol, Atazanavir, Delavirdine, Gefitinib) führen. Bei der gemeinsamen Behandlung mit Ranitidin und Glipizid können erhöhte Plasmakonzentrationen von Glipizid auftreten, wodurch die blutzuckersenkende Wirkung von Glipizid verstärkt werden kann.

        • Die Resorption des Arzneimittels kann durch Antacida oder Sucralfat vermindert werden.

        • Deshalb sollte das Präparat ca. 2 Stunden vor diesen Medikamenten eingenommen werden.





    • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
      • Unter der Einnahme des Präparates kann die Alkoholwirkung erhöht sein.



     

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