Emla Creme + 2 Tegaderm Pflaster

Artikelnummer: 06170223
Anbieter: AstraZeneca GmbH Geschäftsbereich Anästhetika Aspen
Inhalt: 5 Gramm
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Weitere Informationen

    Anwendungsgebiete

    • Das Präparat ist ein Mittel zur örtlichen Schmerzausschaltung (Lokalanästhetikum).

    • Es wird angewendet bei

      • Erwachsenen:
        • zur Schmerzausschaltung vor mechanischer Wundreinigung von Geschwüren der Beine (Ulcus cruris).


      • Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren:

        • zur Schmerzausschaltung vor der Einführung von Kathetern in ein Blutgefäß (i.v.-Katheter), Blutentnahme und chirurgischen Eingriffen an der Hautoberfläche,

        • zur Schmerzausschaltung auf der genitalen Schleimhaut bei kleineren chirurgischen Eingriffen an der Schleimhautoberfläche,

        • zur Unterstützung einer bestimmten örtlichen Betäubungsmethode (Infiltrationsanästhesie) von genitalen Schleimhäuten.



      • Kindern
        • Neugeborene von 0 bis 2 Monaten, Säuglinge von 3 - 11 Monaten und Kinder von 1 - 11 Jahren:
          • zur Schmerzausschaltung vor der Einführung von Kathetern in ein Blutgefäß (i.v.-Katheter), Blutentnahme und chirurgischen Eingriffen an der Hautoberfläche






    Gegenanzeige

    • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,

      • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber den Wirkstoffen Lidocain und Prilocain oder einem der sonstigen Bestandteile sind,

      • wenn Sie überempfindlich gegenüber anderen Mitteln zur Schmerzausschaltung (Lokalanästhetika vom Amidtyp) sind.



    • Außerdem darf das Präparat vor einem Trommelfellschnitt (Parazentese) bei akuter Mittelohrentzündung oder vor anderen operativen Eingriffen im Gehörgang oder Innenohr nicht im Ohr angewendet werden, da eine Schädigung des Innenohres nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann.


    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

      • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

      • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

      • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1 000

      • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000

      • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000

      • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar



    • Mögliche Nebenwirkungen:

      • Bei Anwendung auf der intakten Haut

        • Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

          • Häufig: vorübergehende örtliche Reaktionen in dem behandelten Hautareal, wie z. B. Blässe, Rötungen und Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme)

          • Gelegentlich: anfängliches, leichtes Brennen, Jucken oder Wärmegefühl in dem behandelten Hautareal

          • Selten: einzelne örtliche und punktförmige rote oder entzündliche rote Veränderungen in dem behandelten Hautareal (Petechien oder Purpura), besonders nach längerer Behandlung von Kindern mit einer bestimmten Form der Hautentzündung (atopischer Dermatitis) oder mit Warzen (Molluscum contagiosum)



        • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
          • Selten: Methämoglobinämie; Reizung der Hornhaut nach versehentlichem Augenkontakt; allergische Reaktionen (in schwersten Fällen bis zum anaphylaktischen Schock)




      • Bei Anwendung auf der genitalen Schleimhaut
        • Beschwerden am Verabreichungsort

          • Häufig: vorübergehende örtliche Reaktionen in dem behandelten Hautareal, wie z. B. Blässe, Rötungen und Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme); anfängliches, normalerweise leichtes Brennen, Jucken oder Wärmegefühl in dem behandelten Hautareal

          • Gelegentlich: örtliche Missempfindungen, wie z. B. Kribbeln in dem behandelten Hautareal

          • Selten: allergische Reaktionen (in schwersten Fällen bis zum anaphylaktischen Schock)




      • Bei Anwendung vor mechanischer Wundreinigung eines Beingeschwürs (Ulcus cruris)

        • Beschwerden am Verabreichungsort

          • Häufig: vorübergehende örtliche Reaktionen in dem behandelten Hautareal, wie z. B. Blässe, Rötungen oder Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme); Hautreaktionen (anfängliches, normalerweise leichtes Brennen, Jucken oder Wärmegefühl am Verabreichungsort)

          • Gelegentlich: Reizungen des behandelten Hautareals

          • Selten: allergische Reaktionen (in schwersten Fällen bis zum anaphylaktischen Schock)



        • Die lokalen Reaktionen, wie z. B. Blässe oder Rötungen, werden durch die direkte Wirkung des Arzneimittels auf die Blutgefäße verursacht. Deshalb sind sie normalerweise nur vorübergehend und verlaufen mild. Die Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) werden durch die dichte Abdeckung der Haut durch das Pflaster hervorgerufen.





    • Besondere Hinweise:
      • Bei einem Verdacht auf schwere Nebenwirkungen, wie z. B. allergische Reaktionen oder eine ausgeprägte Methämoglobinämie mit Atemnot, sollten Sie Cremereste sofort von der Haut oder den Schleimhäuten abwischen. Bitte informieren Sie danach unverzüglich Ihren Arzt.


    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.


    Dosierung
    • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten,

      • kann es in seltenen Fällen zu einer Methämoglobinämie kommen. Sie müssen sich dann sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen.

      • Anzeichen einer Überdosierung können Taubheit der Lippen und um den Mund sein, Schwindel und manchmal verschwommenes Sehen. Weiterhin kann es zu Unruhe und Zittern und in schweren Fällen zu Störungen des Nerven- und des Herz-Kreislauf-Systems kommen. Eine Behandlung dieser Symptome muss in jedem Fall durch einen Arzt erfolgen.



    Schwangerschaftshinweis

    • Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung des Arzneimittels während Schwangerschaft und Stillzeit liegen zurzeit nicht vor. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Lidocain und Prilocain bei einer großen Zahl schwangerer Frauen und Frauen im gebärfähigen Alter angewendet wurde.

    • Schwangerschaft
      • Lidocain und Prilocain, die Wirkstoffe des Präparates, passieren die Plazenta. Bisher wurden jedoch bei der Anwendung während der Schwangerschaft keine fruchtschädigenden Wirkungen beobachtet. Obwohl bei der Anwendung auf der Haut nur von einem geringen Übergang der Wirkstoffe in den Blutkreislauf ausgegangen werden kann, sollte man bei der Anwendung in der Schwangerschaft vorsichtig sein.


    • Stillzeit
      • Lidocain und höchstwahrscheinlich auch Prilocain, die beiden Wirkstoffe des Präparates, gehen in die Muttermilch über. Bei einer Dosierung wie angegeben, erfolgt dies aber in so kleinen Mengen, dass das Risiko von Nebenwirkungen beim gestillten Kind als gering erachtet wird. Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautstellen sollte vermieden werden.


    • Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


    Anwendungshinweise

    • Zur Anwendung auf der Haut oder der genitalen Schleimhaut.

    • Personen, die regelmäßig Creme auftragen oder entfernen, sollten sicherstellen, dass direkter Kontakt mit der Creme vermieden wird, um der Entwicklung einer Überempfindlichkeit vorzubeugen.

    • Anwendung auf der Haut

      • Eine dicke Cremeschicht wird auf die zu behandelnden Hautareale aufgetragen.

      • Die Creme muss unter einem dicht abschließenden Pflaster angewendet werden. Vor dem Eingriff sind die üblichen Desinfektionsmaßnahmen zu beachten und das Pflaster und die Creme von der Haut zu entfernen. Nach Entfernen des Pflasters und der Creme beträgt die Dauer der Schmerzausschaltung mindestens noch eine Stunde.



    • Anwendung vor mechanischer Wundreinigung eines Beingeschwürs (Ulcus cruris)

      • Die Anwendung vor mechanischer Wundreinigung eines Beingeschwürs muss unter ärztlicher Überwachung erfolgen.

      • Vor der mechanischen Wundreinigung eines Ulcus cruris wird eine dicke Schicht Creme auf die zu reinigende Fläche aufgetragen und mit einem Pflaster geeigneter Größe bedeckt.

      • Bei Anwendung vor der mechanischen Wundreinigung eines Beingeschwürs ist das Arzneimittel nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt. Danach sollte die Tube mit dem unverbrauchten Rest verworfen werden.



    • Anwendung auf der genitalen Schleimhaut

      • Die Anwendung auf der genitalen Schleimhaut darf nur unter ärztlicher Überwachung erfolgen.

      • Bei chirurgischer Behandlung von örtlichen Hautveränderungen, wie z. B. Entfernung genitaler Warzen (Condylomata acuminata), und vor Injektion von Lokalanästhetika etwa 5 bis 10 g Creme auf das betroffene Schleimhautareal auftragen.

      • Bei Zervikalkürettage 10 g Creme auf das seitliche Scheidengewölbe auftragen.

      • Nach Ende der vorgeschriebenen Einwirkdauer ist sofort mit der Behandlung zu beginnen. Ein Pflaster ist nicht notwendig.



    • Anwendung auf der genitalen Haut

      • Die Anwendung auf der genitalen Haut darf nur unter ärztlicher Überwachung erfolgen.

      • Genitalhaut bei Männern: Vor der Injektion von Lokalanästhetika eine dicke Schicht Creme auf das zu behandelnde Hautareal auftragen und mit einem Pflaster geeigneter Größe bedecken.

      • Genitalhaut bei Frauen: Vor der Injektion von Lokalanästhetika eine dicke Schicht Creme auf das zu behandelnde Hautareal auftragen und mit einem Pflaster geeigneter Größe bedecken.



    • Anwendungshinweise

      • Genügend Creme auf die Behandlungsstelle auftragen.
        • Nicht verbrauchte Cremereste sind nach dem Auftragen zu verwerfen.


      • Die in dicker Schicht aufgetragene Creme mit einem Pflaster abdecken.

      • Ecken des Pflasters sorgfältig andrücken. Die Creme muss wenigstens 1 Stunde vor Beginn der vorgesehenen Maßnahme aufgetragen werden. Bei Belassen des Pflasters bleibt die Wirkung einige Stunden bestehen. Zur Schmerzausschaltung vor der mechanischen Wundreinigung eines Beingeschwürs wird das Präparat 30 bis 60 Minuten vor Beginn des Eingriffes aufgetragen.

      • Pflaster entfernen, die Creme abwischen und den Patienten für die vorgesehene Maßnahme vorbereiten.

      • Die Dauer der Schmerzausschaltung auf der Haut beträgt ca. 1 Stunde nach Entfernen des Pflasters.

      • Mit der mechanischen Wundreinigung eines Beingeschwürs muss sofort nach Entfernen des Pflasters begonnen werden.




    Wechselwirkungen
    • Bei Anwendung des Präparates mit anderen Arzneimitteln

      • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

      • Das Präparat kann die methämoglobinbildende Wirkung von bestimmten Arzneimitteln verstärken. Dies gilt z. B. für Sulfonamide, Nitroglycerin, Metoclopramid, Phenytoin, Dapson. Eine gleichzeitige Anwendung mit diesen Arzneimitteln sollte daher vermieden werden. Dies gilt insbesondere für Säuglinge bis zu 12 Monaten.

      • Manche Substanzen, die in Lebensmitteln enthalten sind (z. B. Nitrite und Nitrate), können ebenfalls die Bildung von Methämoglobin hervorrufen. Das kann durch die gleichzeitige Anwendung dieser Creme eventuell verstärkt werden.

      • Bei Verabreichung hoher Dosen des Arzneimittels, z. B. bei einer gleichzeitigen Behandlung mehrerer Hautgebiete und zusätzlicher Gabe von Lidocain und/oder Prilocain in einer anderen Anwendungsform, muss eine Verstärkung der Toxizität auf den ganzen Körper berücksichtigt werden. Dies gilt auch bei der gleichzeitigen Anwendung mit anderen Mitteln zur Schmerzausschaltung (Lokalanästhetika) oder Substanzen mit einem ähnlichen chemischen Aufbau (z. B. Klasse-I-Antiarrhythmika wie Tocainid und Mexiletin).

      • Spezielle Studien über Wechselwirkungen von Lidocain (einer der beiden Wirkstoffe des Präparates) mit Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klasse III, wie z. B. Amiodaron) wurden nicht durchgeführt, es ist aber trotzdem Vorsicht geboten.

      • Wenn Sie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Cimetidin zur Regulierung der Magensäureproduktion oder wenn Sie Betablocker einnehmen, dürfen Sie die Dosierung der Creme nicht ohne ärztlichen Rat erhöhen. Möglicherweise kann es bei wiederholter hoher Dosierung über einen längeren Zeitraum zu einer Anreicherung eines der Wirkstoffe des Präparates im Blut kommen.



     

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