ASS Ratiopharm 100 mg TAH Tabletten

Artikelnummer: 01343682
Anbieter: ratiopharm GmbH
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Beschreibung für ASS Ratiopharm 100 mg TAH Tabletten

Pflichttext ASS-ratiopharm® 100 TAH Tabletten

Wirkstoff: Acetylsalicylsäure 100 mg. Zusammensetzung: Arzneilich wirksamer Bestandteil: 1 Tablette enthält 100 mg Acetylsalicylsäure. Sonst. Bestandt.: Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Cellulosepulver. Anwendungsgebiete: Instabile Angina pectoris; zusätzl. zur Standardtherapie, akuter Myokardinfarkt - als Teil der Standardtherapie, Reinfarktprophylaxe, nach arteriellen gefäßchirurgischen od. interventionellen Eingriffen (z. B. nach ACVB, bei PTCA), Vorbeugung von transitorischen ischämischen Attacken (TIA) und Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien aufgetreten sind. Hinw.: Nicht geeignet zur Behandl. von Schmerzzuständen. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gg. Acetylsalicylsäure od. Salicylate bzw. gg. einen der sonst. Bestandt., Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, krankhaft erhöhte Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese). Bes. sorgf. ärztl. Überwachung bei: Überempfindlichkeit gg. and. Antiphlogistika/Antirheumatika od. bei Bestehen and. Allergien, gleichzeitiger Therapie mit gerinnungshemmenden AM (z. B. Cumarinderivate, Heparin - mit Ausnahme niedrig dosierter Heparin-Therapie), Asthma bronchiale, chronischen od. wiederkehrenden Magen- od. Zwölffingerdarmbeschwerden, vorgeschädigter Niere, schweren Leberfunktionsstörungen. Hinw.: Bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ärztliche Anweisung und nur dann anwenden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken. Bei lang anhaltendem Erbrechen Zeichen des Reye-Syndroms, unbedingt sofort ärztlich behandeln. Pat., die an Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) od. chronischen Atemwegsinfektionen (bes. gekoppelt mit heuschnupfenartigen Erscheinungen) leiden, und Pat. mit Überempfindlichkeit gg. Schmerz-, Entzündungs- und Rheumamittel aller Art sind durch Asthmaanfälle gefährdet. Das Gleiche gilt für Pat., die auch gg. and. Stoffe überempfindlich (allergisch) reagieren. Vor operativen Eingriffen ist Arzt od. Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren. Acetylsalicylsäure-haltige AM längere Zeit od. in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes anw. Im 1. und 2. Schwangerschaftsdrittel nur nach Rücksprache mit Arzt einnehmen, in den letzten 3 Monaten kontraindiziert. Nebenwirkungen: Häufig: gastrointestinale Beschwerden (z. B. Magenschmerzen), Mikroblutungen. Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle. Selten: Magenblutungen, Magenulzerationen sowie, vor allem bei Asthmatikern, Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anfälle von Atemnot, Hautreaktionen). In Einzelfällen: Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Hypoglykämie sowie bes. schwere Hautreaktionen (bis hin zum Erythema exsudativum multiforme). Verminderung der Harnsäureausscheidung (Gichtanfall möglich). In seltenen Fällen nach längerer Einnahme: Blutarmut (Anämie) durch verborgene Magen-Darm-Blutverluste. Bei schwarzem Stuhl (Teerstuhl) sofort Arzt benachrichtigen. Schwindel und Ohrenklingen können, insbes. bei Kindern und ält. Pat., Zeichen einer ernsthaften Vergiftung sein. Wechselwirkungen: Antikoagulanzien (z. B. Cumarinderivate und Heparin), Kortikoide, Alkohol, orale Antidiabetika (Sulfonylharnstoffe), Methotrexat, Digoxin, Barbiturate, Lithium, nichtsteroidale Analgetika/ Antiphlogistika/Antirheumatika, Antirheumatika, Sulfonamide und Sulfonamidkombinationen (z. B. Sulfamethoxazol/Trimethoprim), Triiodthyronin, Valproinsäure, Aldosteronantagonisten (Spironolacton, Canrenoat), Schleifendiuretika (Spironolacton, Canrenoat), Antihypertonika, Urikosurika (z. B. Probenecid, Sulfinpyrazon). Dosierungsanleitung: Instabile Angina pectoris: Tagesdosierungen zw. 75 und 300 mg. Aufgrund der besseren Verträglichkeit 1 Tbl./Tag. Akuter Myokardinfarkt: Tagesdosierungen zw. 100 und 160 mg. Es wird Tagesdosis von 1 Tbl. empfohlen. Reinfarktprophylaxe: Tagesdosis von 3 Tbl./Tag. Nach arteriellen gefäßchirurgischen od. interventionellen Eingriffen (z. B. nach ACVB, bei PTCA): Tagesdosierungen zw. 100 und 300 mg. Aufgrund der besseren Verträglichkeit 1 Tbl./Tag. Zur Vorbeugung von transitorischen ischämischen Attacken (TIA) und Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien aufgetreten sind: Tagesdosierungen zw. 30 und 300 mg. Aufgrund der besseren Verträglichkeit 1 Tbl./Tag. Tbl. möglichst nach der Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit einnehmen, nicht auf nüchternen Magen.

Stand: 12/04.
ratiopharm GmbH, 89070 Ulm


Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Weitere Informationen

    Anwendungsgebiete
    - Blutverdünnung (Hemmung der Thrombozytenaggregation, d.h. der Verklebung der Blutplättchen), wenn Folgendes vorliegt:
       - Vorbeugung und Langzeitbehandlung einer Angina pectoris (Hauptbeschwerde bei einer koronaren Herzkrankheit)
       - Akuter Herzinfarkt
       - Vorbeugung gegen einen Herzinfarkt
       - Zustand nach arteriellen gefäßchirurgischen Eingriffen
       - Durchblutungsstörungen im Gehirn (Vorbeugung gegen Hirninfarkte)
    Das Arzneimittel eignet sich nicht zur Behandlung von Schmerzzuständen.
    Zusammensetzung
    Wirkstoffe
    Acetylsalicylsäure 100 mg
    Hilfsstoffe
    • Cellulose, mikrokristalline
    • Cellulosepulver
    • Maisstärke
    Bezugsangabe
    1 Tablette
    Darreichungsform
    Tabletten
    Dosierungsangaben
    Bei akutem Herzinfarkt, instabiler Angina pectoris, Durchblutungsstörungen im Gehirn und nach arteriellen gefäßchirurgischen Eingriffen:
    Erwachsene: 1 Tablette nach der Mahlzeit (1 Tablette pro Tag)
    Zur Vorbeugung gegen einen Herzinfarkt:
    Erwachsene: 1 Tablette nach der Mahlzeit (3 Tabletten pro Tag)
    Anwendungshinweise
    Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

    Art der Anwendung?
    Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

    Dauer der Anwendung?
    Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Sie sollte deshalb in Absprache mit Ihrem Arzt festgelegt werden. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.

    Überdosierung?
    Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Schwindel, Ohrenklingen, Sehstörungen, Verwirrtheitszuständen sowie zu Atemstörungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

    Einnahme vergessen?
    Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

    Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

    Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
    Wirkungsweise
    Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

    Der Wirkstoff wirkt schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend zugleich. Er blockiert die Bildung bestimmter Botenstoffe im Körper, so genannte Prostaglandine. Diese sind an der Entstehung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen wesentlich beteiligt.
    Auch die Blutgerinnung wird durch Acetylsalicylsäure beeinflusst. Die Substanz verhindert, dass die Blutplättchen (Thrombozyten) zusammenklumpen und verbessert so die Fließfähigkeit des Blutes.
    Gegenanzeigen
    Was spricht gegen eine Anwendung?

    Immer:
    - Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
    - Geschwüre im Verdauungstrakt
    - Erhöhte Blutungsneigung
    - Nierenversagen
    - Leberversagen

    Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
    - Asthma bronchiale
    - Herzschwäche
    - Eingeschränkte Nierenfunktion
    - Eingeschränkte Leberfunktion
    - Neigung zu Gichtanfällen

    Welche Altersgruppe ist zu beachten?
    - Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.

    Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
    - Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
    - Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

    Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
    Nebenwirkungen
    Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

    - Magen-Darm-Beschwerden, wie:
       - Sodbrennen
       - Übelkeit
       - Erbrechen
       - Durchfälle
       - Bauchschmerzen
       - Mikroblutungen (kaum sichtbare oder bemerkbare Blutungen aus kleinsten Gefäßen), vor allem im Magen-Darm-Bereich
       - Geschwüre im Verdauungstrakt, die sehr selten auch durchbrechen können
       - Magenblutungen, meist erkennbar am schwarzen Stuhl, bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen; in seltenen Fällen können die Blutungen zu einer Blutarmut führen.
    - Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut

    Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

    Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
    Wichtige Hinweise
    Was sollten Sie beachten?
    - Bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen darf das Arzneimittel nur auf ärztliche Anweisung gegeben werden. Es kann zu einem so genannten Reye-Syndrom kommen, eine seltene, aber lebensbedrohliche Erkrankung, bei der es zu lang anhaltendem Erbrechen kommt.
    - Vorsicht: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen: Bei Ihnen kann das Arzneimittel einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen. Fragen Sie daher vor der Anwendung Ihren Arzt.
    - Geben Sie vor einer Operation - dazu zählen auch kleinere Eingriffe wie z.B. das Ziehen eines Zahnes - die Einnahme/Anwendung des Arzneimittels an, da die Blutungszeit verlängert sein kann.
    - Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
    - Alkoholgenuss soll während einer Dauerbehandlung möglichst vermieden werden. Gelegentlicher Alkoholkonsum in kleinen Mengen ist erlaubt, aber nicht zusammen mit dem Medikament.
    Aufbewahrung
    Aufbewahrung

    Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
     

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